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Reisen im Skriptorium
 
 

Reisen im Skriptorium [Kindle Edition]

Paul Auster , Werner Schmitz
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Die Auflösung ist zu offensichtlich, als dass sie hier nicht verraten werden dürfte: "Reisen im Skriptorium" ist Paul Austers Auseinandersetzung mit dem Schreiben an sich, ein Vexierspiel über Pflichten und Verantwortung eines Autors. Der alte Mr. Blank erwacht in einem spartanisch eingerichteten Wohn- und Schlafraum. Da er sein Gedächtnis verloren hat, weiß er nicht, ob er sich im Knast oder in psychiatrischer Behandlung befindet. Auf dem Schreibtisch findet er Fotos von Personen, an die er eine vage Erinnerung hat, und nach und nach treten Ärzte, Pflegerinnen, Therapeuten und ein Polizist auf. Sie alle behaupten, Mr. Blank habe sie in der Vergangenheit mit gefährlichen Aufträgen betraut, und ihnen sei seinetwegen großes Leid geschehen. Wer Austers Romane kennt, dem sind diese Figuren vertraut: Anna Blume aus "Im Land der letzten Dinge", Benjamin Sachs aus "Leviathan", Daniel Quinn aus der "New York-Trilogie" ... Ein intelligentes, aber etwas zu selbstverliebtes Experiment, aus dem sich spannende Fragen ergeben. Was verraten Romanfiguren über die Person des Autors? Wie begründen sich wiederkehrende Motive? Doch wer nicht Austers kompletten Backkatalog kennt, ist raus. Wobei man sogar hardcore Fan sein muss, um die langatmigen Beschreibungen von Mr. Blanks Tagesablauf zu ertragen. (cs) kulturnews.de

Kurzbeschreibung

In einem verschlossenen, abgedunkelten Zimmer sitzt ein alter Mann: vergesslich, gebrechlich, inkontinent. Er weiß weder, wer er ist, noch wo er ist. Eine Kamera und Mikrophone beobachten ihn. Auf seinem Nachttisch stehen Fotos von Menschen, die ihm bekannt vorkommen. Je verzweifelter er sich zu besinnen versucht, desto tiefer gerät er in ein Labyrinth erdachter Welten, bis er sich schließlich in den Zeilen eines Manuskripts selbst begegnet.«Reisen im Skriptorium» ist ein raffiniertes Vexierspiel, finten- und voltenreich, brillant und kunstvoll. Paul Auster lädt ein auf eine Reise in die Phantasie.«Auster ist jemand, der sich nicht davon abbringen lässt, dem Dunkeln und Abgründigen nachzuspüren, das sich in Schönheit und Harmonie versteckt.» (Die Welt)«Eine Geschichte […] von metaphysischer Kargheit, zu der ihn zweifellos sein Vorbild Samuel Beckett inspiriert hat.» (Süddeutsche Zeitung) «Geschichten erfinden, verwerfen, zuspitzen, Geschichten erzählen, das kann Paul Auster.» (Neue Zürcher Zeitung)Weitere Veröffentlichungen:Mein New YorkVon der Hand in den MundNacht des OrakelsMr. VertigoIm Land der letzten DingeDie Brooklyn-RevueDie Musik des ZufallsMond über ManhattanDas Buch der IllusionenAuggie Wrens WeihnachtsgeschichteTimbuktuDas rote NotizbuchDie Erfindung der EinsamkeitDie New-York-TrilogieLeviathanMann im Dunkel

Produktinformation


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Paul Auster
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Mit seinem neuen kleinen Werk hat Paul Auster wohl zunächst einmal ein Buch für sich selbst geschrieben. Vielleicht ist es auch der Versuch zu verarbeiten und zu verstehen, was mit seinem Schwiegervater geschehen ist - so verstehe ich jedenfalls die Widmung an Lloyd Hustvedt. Schon öfter ja hat Pauls Auster sich mit Geschehnissen in der eigenen Familie literarisch auseinandergesetzt.
Jedenfalls begegnet uns in jenem Mr. Blank im neuen Buch ein Stück von Paul Auster wieder, seine Ängste vor dem Altwerden und der Demenz, und eine Menge Figuren, die wir aus seinen anderen Büchern kennen.

Auster beschreibt einen Tag im Lebens dieses Mr. Blank. Er dämmert in einem von Mikrophonen und Kameras überwachten Raum vor sich hin und ergeht sich in Phantasien über den Zustand der Zimmertür. Ist sie verschlossen oder nicht ? Auf die Idee, es selbst zu probieren, kommt er nicht. Sämtliche Gegenstände sind mit Namensschildern versehen, damit er sie zuordnen kann.
Mr. Blank wird im Laufe des Tages von verschiedenen Figuren aus Austers Werk heimgesucht. Da taucht Anna Blume aus "Im Land der letzten Dinge" auf, um ihn zu pflegen, gibt ihm nebenbei eine wohltuende Masturbation, denn sein "Freund" erigiert noch bis zu drei Mal am Tag. Sie erzählt ihm, er habe sie, Anna Blume, wie so viele andere, vor Jahren als seine "Beauftragte" in die Welt hinausgeschickt, an einen entsetzlichen Ort des Todes und der Zerstörung. Aber er brauche sich keine Sorgen zu machen, es sei nicht seine Schuld, er habe nur getan was er tun musste. Ähnlich äußern sich auch andere Figuren aus früheren Büchern Austers. Da erscheint als Anwalt Daniel Quinn, jener erfolglose Detektiv aus "Stadt aus Glas", den Auster schon in "Ghosts" und dem schon erwähnten "Im Land der letzten Dinge" auftreten ließ. Noch aus vielen anderen Büchern erkennt der erfahrene Auster-Leser zahlreiche Deja-Vus.

Deshalb ist "Reisen im Skriptorium" kein für Auster-Anfänger geeignetes Buch. Doch für den schon vor Jahren in Austers Universum eingetretenen Leser ist es ein wie immer spannend konstruiertes Wiedersehen mit zahlreichen Romanfiguren.

Paul Auster hat in diesem Roman Rückschau gehalten und man wird den Eindruck nicht los, daß er selbst dieser Mr. Blank ist, in einem von Auster vielleicht in der Verwandtschaft erlebten, dementen Zustand, in dem er seine Figuren kaum mehr wiedererkennt und diese ihm berichten, was aus ihnen geworden ist.
Man könnte das neue Buch mit Fug und Recht als verstecktes Selbstporträt bezeichnen, in dem der Autor über das Nachleben seiner Figuren räsoniert und seinen eigenen Nachruhm feiert: "Unsere Geschichten werden, auch wenn wir selbst längst gestorben sind, immer weiter erzählt."

Paul Auster ist in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden. Ähnlich wie andere Kollegen von ihm hat er mit diesem Buch begonnen, über seine eigene Vergänglichkeit, das Sterben und den Tod zu schreiben und ventiliert im Subtext die Frage, was denn bleibt vom Werk eines Schriftstellers.
Für geübte Auster - Leser ist das Buch ein großer Genuß, für Einsteiger allerdings eher ein Frust.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sukrow
Format:Gebundene Ausgabe
Ein sehr langer Bahnhofsaufenthalt ließ mich damals zufällig auf die New York Trilogie stoßen. Seit dieser Zeit bin ich treuer Auster-Leser. Ich liebe seine verschachtelten Geschichten, seine Figuren, die sich immer wieder,auf der Suche nach etwas, selbst verlieren. Irgendwie fast immer das Gleiche und doch immer wieder Anders. Das macht ihn so besonders.
Das neue Buch war also Pflicht.
Leser, die noch nichts von Auster gelesen haben, werden oftmals im Halbdunkeln tappen. Figuren und Namen vergangener Romane Austers tauchen hier nacheinander auf und "verlangen" irgendwie erkannt zu werden. Für den Fan, wie mich eine helle Freude. Doch wie geht es dem Neueinsteiger?

Zur Geschichte im Allgemeinen. Guter Anfang, sehr atmosphärisch. Das erste gefundene Manuskript langweilt dagegen ein wenig, wirkt fast als Streckmittel für die Seitenzahl. Das zweite Manuskript...ja, das hat es in sich. Und am Ende? Ich kam mir vor wie eine Spielfigur. Wurde ich auch die ganze Zeit beobachtet.
Fazit: Beklemmendes Werk (fast wie ein Abschied Austers) mit verzeihlichen Längen. Lesen? Ja. Doch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Peer Sylvester TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich mag Auster und dieses Buch ist durchaus lesenswert. Aber es gibt zwei Probleme:
Zum einen ist es kurz. Wer alle Amazon-Leserkommentare der deutschen Ausgabe durchliest, hätte in der Zeit fast schon das Buch durchlesen können. Aber gut, Auster schreibt öfter kurze Novellen.
Das andere Problem ist das der Zielgruppe: Für Auster-Anfänger sind diese Reisen ins Scriptorium nicht geeignet, denn es lebt doch sehr von den vielen Anspielungen auf die anderen Auster-Bücher (Charaktere aus anderen Büchern kommen vor, Bestimmte Handlungen werden erklärt usw.). Wer diese Anspielungen nicht versteht, weil er die Vorlagen nicht kennt, dem entgeht eine Menge.
Erfahrene Auster-Leser werden aber vermutlich doch etwas enttäuscht werden: Die Geschichte ist zwar anfangs interessant, aber die Auflösung doch etwas klar und bereits früh absehbar. Der Wendung am Ende fehlt somit der Überraschungsmoment. Und auch sonst wirkt es etwas unbefriedigend. Auch die "Geschichte in der Geschichte" fällt nach starkem Beginn schnell ab. Das hat Auster in anderen Büchern (z.B. Oracle Night) sehr viel besser hinbekommen.
Damit aber fehlt die Zielgruppe ein wenig. Gut, man kann es schnell mal weglesen, aber interessant ist es nur von einer Warte aus: Wie interpretiert Auster die Arbeit eines Schriftstellers und Vergänglichkeit dessen Werke? Wer sich dafür interessiert, dem sei dieses Buch empfohlen. Und Auster-Komplettleser werden es ebenfalls lesen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
na ja......
Irgendwie will mir die Story nicht recht einleuchten. Sehr langatmig alles. Fängt zwar spannend an und birgt auch jede Menge Entwicklungsspielraum, aber was PA daraus gemacht... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von asto veröffentlicht
Auster, wie er überrascht und wendet, aber 100 Seiten zu lang.
Ich habe vor einiger Zeit schon einige Bücher von Paul Auster gelesen. Ich kann mich gut daran entsinnen, wie mich die überraschenden Wendungen und die Abgründigkeit... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von doggo-doggo veröffentlicht
Ganz ok
Ich weiß nicht genau, was ich von diesem Buch halten soll, da ich den Inhalt insgesamt nicht wirklich verstanden habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2009 von FG
In alter Mann sitzt auf der Kante eines Bettes in einem Zimmer.
Er weiß nicht, wo er ist. Er weiß nicht, wie dorthin gekommen ist. Er beginnt sich umzuschauen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Januar 2009 von Tom Kadi
Keine neuen Ideen
Diese Rezension bezieht sich auf die englischsprachige
Originalausgabe Travels in the Scriptorium

Nur ein Jahr nach seinem Riesenhit The Brooklyn Follies. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2008 von Michael Dienstbier
Schade drum, ich warte auf das nächste Buch
Erst der zweite Auster-Roman, den ich nicht zu Ende gelesen habe. Eigentlich bin ich ein großer Fan der Werke von Paul Auster, aber dieses Buch hat mich nach wenigen Dutzend... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Oktober 2008 von Rainer Lingmann
Paul Auster beginnt über seine eigene Vergänglichkeit, das...
Mit seinem neuen kleinen Werk hat Paul Auster wohl zunächst einmal ein Buch für sich selbst geschrieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Juli 2008 von Winfried Stanzick
Ein Spiel mit der Fiktion
Das genialste Buch Paul Austers. Mehr als eine Geschichte in der Geschichte.

Von Anfang an irritiert die Erzählperspektive: Lesen wir den Bericht über einen in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. September 2007 von kalligraphin
Eine grosse Enttäuschung
Ein skurriles Buch, das mich verwirrt und enttäuscht zurück lässt --- und es war nicht mein erster Auster-Roman, den ich gelesen habe.
Mr. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2007 von variety
Ein Buch für erfahrene Paul Auster-Leser
Vielleicht liegt es an Austers 60. Geburtstag und dem Gedanken, alt zu werden, dass er sich noch einmal ausgiebig mit seinem Verhältnis zum Schreiben und zu seinen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. August 2007 von Silke Schröder, hallo-buch.de
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