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Reisen ans Ende der Welt 1325-1353
 
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Reisen ans Ende der Welt 1325-1353 [Taschenbuch]

IbnBattuta
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Heyne (August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453187156
  • ISBN-13: 978-3453187153
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 861.318 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Ibn Battuta, ein Pilger, Abenteurer, Diplomat und Richter aus Tanger im heutigen Marokko, reiste im 14. Jahrhundert durch Asien. Seine Eindrücke und Erlebnisse hielt der Gelehrte fest -- und schuf damit eine unvergleichliche Datensammlung, die sich mit derjenigen Marco Polos messen lassen kann.

Als Ibn Battuta im Jahr 1325 aus seiner Heimatstadt zur Pilgerfahrt nach Mekka aufbrach, ahnte er nicht, dass ihn seine Reise in 27 Jahren rund 120.000 Kilometer quer durch Asien führen würde. Der Gelehrte besuchte Kairo, Mekka und Bagdad, durchquerte Palästina, Syrien, Persien, den Jemen, Indien, China und viele Regionen mehr.

Hans D. Leicht präsentiert jetzt erstmalig im Taschenbuch eine exquisite Auswahl der Reiseberichte Ibn Battutas. Den größten Platz nimmt darin die zeitlich längste Unternehmung -- der Besuch und Aufenthalt in Indien sowie die Fahrt nach China -- ein. Der Gelehrte erzählt dabei keine packenden Abenteuer-Storys, sondern berichtet sorgfältig und sachlich darüber, was er erlebt.

Ibn Battutas Berichte unterscheiden sich von heutigen Reiseberichten erheblich, mit literarischen Maßstäben des 20. Jahrhunderts darf sein Werk jedoch nicht gemessen werden. Wertvoll und spannend werden die geschilderten Erlebnisse letztendlich durch ihre Authentizität. Deshalb stellt sein Werk heute eine der interessantesten Quellen des späten Mittelalters dar. Der Lesestoff bietet somit eine faszinierende Zeitreise für alle, die sich für frühe Entdeckungen interessieren. --Katja Klenk und Herwig Slezak

Rüdiger Siebert in DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT

»Doch die Lust am Lesen ist es nicht allein, die der Reihe so viele Freunde brachte. Der Spaß beginnt bereits, wenn man einen Band in die Hand nimmt: Büttenumschlag, leinengebunden, ausgestattet mit zeitgenössischen Bildern und Landkarten; alles liebevoll und sorgfältig gemacht.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Alle Welt redet von Marco Polo - und dabei ist der größte Teil seiner Darstellungen, wie neue Forschungen zeigen, wahrscheinlich Schwindel, Erfindung oder Zugabe von Nachgeborenen. Der wahre Weltreisende des Mittelalters ist Marco Polos jüngerer Zeitgenosse Ibn Battuta, ein Marokkaner, der zwichen 1327 bis 1357 die Welt bereiste. Von seiner Heimatstadt Fes mchte sich der junge Battuta nach Mekka und Medina auf, um ein Hadsch zu werden, von dort aus bereiste er die ostafrikansiche Suaheli- Küste bis in die Höhe des heutigen Tansania. Zurück im Vorderen Orient wendet er sich nach Kleinasien und Byzanz, um schließlich von Südrussland aus, wo damamls die Tataren herrschen nach Buchara und Samarkand, den sagenhaften Städten an der Seidenstraße, zu reisen, ehe er nach der Durchquerung Afghanistan Delhi erreicht, wo er Zeuge wird, wie der blutrünstige Sultan Tuqul die ganze Bevölkerung Delhis in seine neue Kunsthauptstandt Dalautabad nach Südindien verschleppen läßt. Von Delhi baus bricht Battuta zu seiner größten Reise auf: er segelt über die Malediven, Ceylon und Kambodscha nach China in das Reich der späten Yüan-Dynastie, wo er die Abenddämmerung der mongolischen Herrschaft miterlebt, kurz bevor die chineischen Ming die Mongolen wieder in die Steppe jagen. Als reifer und hochgeehrter Mann kehrt Battuta schließlich nach Fes zurück - und noch immer ist sein Forscherdrang nicht befriedigt. Auf seiner letzten Reise durchquert er die Sahahra und erreicht ein halbes Jahrtausend vor dem ersten Europäer die esagenhafte Goldstadt Timbuktu am Niger. Die vorliegende und vorzüglich aufgemachte Ausgabe beschreibt vor allem die chienischen Reise. Ein informiativer Essay des Herausgebers H.D. Leicht ordnet Ibn Battua in die Geschichte des mittelaltelrichen und islamischen Reisens ein. Ein Buch für alle, die die Welt wirlich einmal durch eine fremde Brille sehen wollen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Auf hohem Ross von A nach B 26. August 2006
Format:Broschiert
Sicherlich handelt es sich hier um eine wunderbar authentische Quelle über eine grandiose Reise, und interessant ist natürlich - wie auch ein anderer Rezensent schreibt - dass z.B. Europa in Battutas (muslimischer) Welt offenbar keinerlei Rolle spielt, was unsere eurozentristische Perspektive etwas zurechtrücken kann. Erstaunlich ist natürlich auch, wie weit das derzeitige Handelsnetz gespannt war.

Die vorgeschaltete Einführung zu dieser Lektüre finde ich gut und hilfreich, kann man als jemand, der "nicht im Thema ist", dadurch manche Aspekte besser einordnen.

Als Kartenmaterial hätte ich mir gewünscht, dass nicht nur Kontinente und grosse Orte, sondern auch oft genannte REGIONEN, die nicht jedem mit Selbstverständlichkeit geläufig sein mögen (wie z.B. Chorasan und Transoxanien) eingezeichnet wären, so dass man auch diese finden und einordnen kann.

Battutas neutraler Schreibstil (man merkt: er ist Jurist.. ;-)) hat zwar den Vorteil mutmasslich weitgehender Neutralität, macht die Lektüre allerdings auch etwas fade für meinen Geschmack.

Hinzu kommt seine Perspektive auf Leute und Sachverhalte, die - so ist mein Eindruck - nach Verwertbarkeit bzw. strategischer Bedeutung beurteilt werden. Es geht nie in die Tiefe.

Was mich jedoch wirklich stört ist, wie im Text durch Orte gehastet wird, deren Erscheinungsbild kurz beschrieben wird, oft nur einen Absatz pro Ort, und ebenso seine Kontakte: es werden zahllose Namen genannt (was sicherlich eine Frage der Höflichkeit ist), aber da fast alle diese Personen nur 1x genannt werden und nicht von Belang sind, sind diese Informationen für meinen Geschmack für den Leser im Grunde "unnötiger Füllstoff". Eine typische Probe hierzu ist folgende:

''Fünf Tage lang hielt ich mich bei Ala ul-Mulk in Lahari auf. Zum Abschied versah er mich reichlich mit Lebensmitteln. Ich begab mich nach Bakar, einer ansehnlichen Stadt, die von einem Kanal des Indus durchschnitten wird. In der Mitte dieses Kanals befindet sich ein schönes Hospiz, in dem Reisende untergebracht und verpflegt werden. Dieses Hospiz wurde von Kalu Khan in der Zeit seiner Statthalterschaft über die Provinz Sind erbaut. Neben dem Rechtsgelehrten und Gebetsvorsteher Sadr ed-Din und dem Richter der Stadt, Abu Hanifa, lernte ich den ehrwürdigen, frommen und keuschen Sems ed-Din Mohammed aus Schiraz kennen, der hochbetagt ist. (...) Von Bakar aus kam ich nach Ujah, einer großen Stadt am Indus, die schöne Märkte und prachtvolle Bauten besitzt. Ihr Gourverneur war ein trefflicher und edler Fürst, Jelal ed-Din al-Kiji, ein tapferer und großmütiger Mann. Später starb er in dieser Stadt nach einem Sturz vom Pferd.''

Alles in allem handelt es sich aber natürlich um ein wertvolles Zeit-Dokument, das einem verschiedenste gesellschaftliche Aspekte "vorführt", und das unbedingt seinen Wert hat! Historisch Interessierte und vor allem in-Primär-Quellen-lesen-Geübte sind mit solcher Lektüre vermutlich gut bedient, als "Normal-Leser".. sollte man vielleicht mal querlesen und schauen, ob es einem liegt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zu unrecht kaum bekannt 28. Januar 2002
Von soundjata
Format:Taschenbuch
Der Reisebericht des muslimischen Gelehrten Ibn Battuta ist
leider zu unrecht bei uns kaum bekannt.
Europa spielt in diesem grossartigen Buch eigentlich ueberhaupt
keine Rolle. Nahezu die ganze bekannte Welt wird von muslimischen
Kaufleuten beherrscht, die schon längst ihren Handel und grosse
Kolonien bis ins ferne China ausgedehnt haben.
Während es nur wenigen Europäern, wie Marco Polo, gelang bis
nach China vorzudringen, konnte sich einer wie Ibn Battuta
quasi en familie vorwaerts bewegen. Obwohl er mehrmals seiner
gesamten Habe verlustig wurde gelang es ihm mit Hilfe seiner
Glaubensgenossen immer wieder neues Reisegeld und sogar
erhebliche Reichtuemer anzuhäufen.
Ein lesenswertes Buch und sehr gut gegen zuviel Eurozentrismus
in unserem Geschichtsbild.
Ein Stern abzug wegen nachlaessiger, teilweise sogar leicht
rassistischer Kommentierung, zB.:
"Genügsam wie die Kamele ... lebt dieser Beduinenjunge in der
Steppe, immer aber die Hand nach einem Bakschisch ausstreckend"
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