Das schmale Buch ist in "Touren" unterteilt, diese in Unterkapitel. Als Fließtext werden die Weingüter und ihre Weine aufgezählt. Städte und Landschaften werden nur in Stereotypen beschrieben. Der ohnehin schon langweilige Text wird erschwert durch Bandwurmsätze, die durch den schmalen Schriftspiegel und gelegentliche Bilder teilweise über mehr als eine Buchseite gehen.
Der Autor käut sehr viel Standard-Weinwissen wieder, so wird z.B. der Sassicaia ständig als Messlatte hervorgeholt. Erwähnung finden besonders jene Weingüter, die dem aktuellen Mainstream folgen und bei den Weinen speziell solche aus französischen Rebsorten, die nach international-amerikanischen Geschmack entworfen und meistenteils überteuert sind. Sicherlich gibt es auch hier viel zu entdecken, schade nur, dass damit der Weinführer der Vielfalt der toskanischen Weine nicht gerecht wird und der Weinführer austauschbar wird.
Zudem werden Weine nicht ausreichend beschrieben, so dass der Text kein echtes Weinwissen oder gar Tipps vermittelt, sondern eher Name-Dropping betreibt.
Einzig nützlich sind die Adressen der Weingüter, allerdings gibt es vor Ort in jeder Touristen-Info eine vollständige und aktuelle Adressliste mit Öffungszeiten für wenig Geld.
Fazit: Für eine schnelle Pflichttour durch die Toskana mag der Weinführer angehen, jedoch rate ich allen ab, die authentische Weine und echte Tipps abseits des Standards suchen.