Reise zum Mittelpunkt der Erde habe ich mir zum einen, weil Brendan Fraser dank der ersten beiden Mumien-Filme bei mir einfach immer noch Vorschussvertrauen besitzt, zum anderen wegen der beilegten 3D-Brillen (der Film lief im Kino in 3D), gegönnt.
an 3D führt wohl in ein paar Jahren ohnehin kein Weg mehr vorbei und da war ich doch sehr gespannt, ob das dann auch im Heimkino funktioniert. Ich habe sogar kurz überlegt, ob ich gleich eine kleine Session anleiern sollte, denn zu viert macht so ein Film bestimmt mehr Spaß, habe mich dann aber doch für einen Vorab-Test entschieden.
Was als erstes auffällt: Die Brillen sind aus Pappe und erinnern mit ihrem rot/grünem "Glas" an die 3D-Brillen alter Micky Maus-Hefte, denen manchmal zweifarbige Sonderhefte bei lagen, die man dann pseudoplastisch betrachten konnte.
Doch das funktionierte um einiges besser als es das bei Reise zum Mittelpunkt der Erde tut.
Beim Film geht es nämlich gar nicht. Oder zumindest nur so, dass mir nach 10 Minuten der Kopf brummt. Der 3D Effekt ist schon gegeben, wir da aber durch eine seltsame Bildverschiebung getrübt. Mir kommt es vor, als sähe ich den Gegenstand, der dreidimensional sein soll, und zusätzlich schemenhaft eine Kopie links und rechts davon. Kombiniert mit den verfälschten Farben ist das alles andere als ein Genuss.
Den Rest des Films habe ich mir dann in 2D angeschaut, was in der deutschen Version wegen der schlechten Synchronisation nahezu unerträglich ist, in der englischen gerade noch so funktioniert. Wahrscheinlich fällt einem, wenn man von 3D-Effekten abgelenkt wird, die hohle Handlung und kindliche Figuren-Zeichnung nicht so sehr auf.
Ich mag Brendan Fraser immer noch, aber langsam muss er sich was einfallen lassen.