Ich war erstaunt, wie gut mir Jules Verne's Buch >Die Reise zum Mittelpunkt der Erde< gefallen hat. Das Buch wurde vor über einhundert Jahren geschrieben, aber es wirkt modern, wenn man davon absieht, dass die Menschen im Buch noch in Kutschen fahren und mit Fackeln statt mit elektrischen Lampen ausgerüstet zu ihrer Reise ins Erdinnere aufbrechen (erst weiter hinten im Buch tauchen auch die Ruhmkorff'schen Apparate auf, bei denen es sich um elektrische Gasentladungslampen handelt und die es wirklich gab). Das Buch ist unterhaltsam, witzig und spannend geschrieben. Richtige gute Unterhaltungsliteratur, an der die Zeit größtenteils spurlos vorbei gegangen ist, was möglichweise auch an der modernisierten Übersetzung von Joachim Fischer liegen könnte. Ich besitze dieses Buch seit über dreißig Jahren und hatte es bis jetzt noch nie gelesen (!), weil ich früher ein paar andere von Jules Verne's 98 Romanen gelesen hatte, die ich für sehr veraltet hielt, so dass ich das Interesse an der Autor schnell verlor. Nachdem ich aber die packende Verfilmung des Themas aus dem Jahr 1959 gesehen hatte, las ich diese Buch erstmals und war positiv überrascht. Ich kann jetzt verstehen, wieso Jules Verne auch heute noch gelesen wird. Die Ausgabe aus dem "Fischer Taschenbuch Verlag" aus dem Jahr 1979, die ich besitze, und von der bereits bis Januar 1976 107.000 Exemplare gedruckt worden sind, enthält auch ein paar Holzstiche aus der französischen Erstausgabe, die Abschnitte des aufregenden Höhlen- oder Höllentrips illustrieren. Spannend --> Kaufempfehlung!