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Die Reise nach Trulala
 
 
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Die Reise nach Trulala [Gebundene Ausgabe]

Wladimir Kaminer
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Manhattan (7. August 2002)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3442545420
  • ISBN-13: 978-3442545421
  • Größe und/oder Gewicht: 19,9 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 194.224 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wladimir Kaminer
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der in der ehemaligen Sowjetunion gepflegte schöne Brauch, verdienten Proletariern einen Ferienaufenthalt in den Kapitalistenhochburgen Paris oder London zu ermöglichen, ließ Onkel Boris' Herz hüpfen. Was unser Held der Arbeit nicht wusste: Um etwaigen Verlockungen im imperialistischen Ausland vorzubeugen, ließ das listige Sowjetregime in der südrussischen Steppe eine Art Potemkin'sches Geister-Paris aufbauen, das in der Herbstsaison mit wenigen Handgriffen in London umgestaltet werden konnte. Auch der merkwürdig vertraute Busfahrer, den Onkel Boris als Kollegen aus dem Arbeitslager identifizierte, trübte den Genuss in der Seine-Metropole nicht. Jahrelang noch sollte die Familie von den Montmarte-Eindrücken des lebenshungrigen Onkels zehren.

Mit solchen und ähnlichen Schnurren über das Fernweh und die oftmalige Ernüchterung angesichts des Ziels vermeintlicher Träume, beweist Wladimir Kaminer erneut seinen lakonischen Scharfblick für den ganz alltäglichen Wahnsinn. Bekannt geworden durch den Erzählungsband Russendisko, durchstreift der witzige Exilrusse neuerdings für das ZDF-Morgenmagazin als stoischer Kommentator bundesdeutscher Befindlichkeiten seine Berliner Wahlheimat. Hier (im Ausländerwohnheim Marzahn) endete 1990 für's Erste auch Kaminers Traum von der großen Freiheit.

Die titelspendende Reise nach Trulala unternahm ein befreundetes Künstlerpärchen auf seiner Spurensuche nach Joseph Beuys, der, im Krieg auf der Krim abgeschossen und von dortigen Tataren gesund gepflegt, fortan in Fett und Filz machte. Des Autors Warnung vor der Krim als tatarenfreiem Touri-Neppland stieß bei den Beuys-Jüngern auf taube Ohren. Noch heute erinnert sich Kaminer an ihren aufgeregten Anruf aus dem ominösen Krimtatarendorf Trulala. Tataren, so weit das Auge blickt? In Filz gewandet? Beuys' Sohn gar entdeckt? Spätestens hier dämmerte es Kaminer, dass die Krimbewohner ihrem Ruf erneut gerecht geworden waren.

Ob wehmütige Post-Perestroiker im Reisefieber, Glücksritter auf Talfahrt, geheimnisvolle "Papstkinder", Wessi-Touristen, die in der Nähe von Stawropol Schweineställe mit Rundbogenfenstern bestaunen (siehe Onkel Boris) -- sie alle haben in Wladimir Kaminer ihren liebevollen Chronisten und Reisebegleiter gefunden. --Ravi Unger

Pressestimmen

»Kaminer überzeichnet die Wirklichkeit mit lakonischer Ironie. Stanzt keine überflüssigen Prosaschnörkel. Blickt schubladenfrei auf seine Figuren mit dem Blick fürs Wesentliche.« (Die Welt )

»Kaminer hat einen unbestechlichen Blick für das Prägnante - und die sprachlichen Mittel, es unterhaltsam auszuspießen.« (Rheinischer Merkur )

»Falls es noch eines Beweises bedarf, dass wahres Leben besser unterhält als alle Fantasie, Wladimir Kaminer ist sein jüngster Erbringer.« (Die Welt )

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erheiternd und kurzweilig, 8. März 2004
Von 
Dr. Matthias Korner "brundisium" (Ratingen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Trulala (Gebundene Ausgabe)
Paris, die Stadt der Liebe und des Eiffelturms, ist Traum vieler Russen. Wie einige von ihnen es anstellen, an das Ziel ihrer schlaflosen Nächte zu gelangen, was sie dabei erleben, ohne zu merken, daß ihnen die damalige Sowjetunion nur ein Potemkinsches Dorf dargeboten hat, erfahren wir in Wladimir Kaminers Reisebuch. In bewährter erheiternder Manier schildert uns der 37jährige in Berlin lebende Autor die kleineren und größeren Mißgeschicke und Abenteuer, die er, russische Verwandte und Landsleute oder deutsche Freunde bei Reisen auch in das echte Paris, die USA, nach Dänemark, auf der Krim oder in Sibirien erleben.

Wladimir Kaminer, der russische Schwejk und Lebenskünstler, hat wieder zugeschlagen. Egal ob Berliner Touristen nun tatsächlich auf die angesengten Stiefel des angeblich im Krieg über der Krimhalbinsel abgeschossenen Joseph Beuys stoßen oder nicht, der Leser fiebert mit Kaminers Helden in tragigkomischen Reisesituationen mit und muß schmunzeln. Wer schlechte Laune hat, sollte Kaminer lesen, er wird sich bald besser fühlen. Da man von dieser Art der leichten Muse nicht genug bekommen kann, ist die kurzweilige Lektüre des 177 seitigen Büchleins nachdrücklichst zu empfehlen.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Und der zweite folget sogleich!, 5. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Trulala (Gebundene Ausgabe)
Ein gelungenes Buch, bestehend aus vielen komischen, teilweise absurden Geschichten, die trotz allen soetwas wie eine Rahmenhandlung besitzen. Jedoch wird so manchen, der seine anderen Bücher auch gelesen hat, es vorkommen, als wiederhole sich Kaminer nur. Man sollte defintiv etwas Zeit vergehen lassen zwischen Russendisko, Schönhauer Allee und nun der Reise nach Trulala, dann ist es ein absoluter Lesespaß für langweilige Abende. Einfach gute Unterhaltung!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Angenehm erfrischender Humor für Russland-Freunde, 17. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Trulala (Gebundene Ausgabe)
"Die Reise nach Trulala" zeigt bereits eine deutliche Steigerung gegenüber der "Russendisko", dir mir entsprechend auch einen Stern mehr Wert ist. Die liebenswerte Art, mit der Kaminer seine Geschichten erzählt, ist eine angenehm erfrischende Abwechslung gegenüber vielen anderen krampfhaft witzigen und lockeren Büchern.

Im Gegensatz zur "Russendisko" hinterlassen die diversen Episoden bei mir auch nicht mehr den Eindruck der Unvollständigkeit und Enttäuschung.

Für jemanden, der Russland ein bisschen näher kennt, erscheinen diese Erzählungen sogar glaubhaft. Beim Lesen dieses Buchs entsteht das gleiche Gefühl, wie bei einem (nicht nur urlaubsbedingten) Aufenthalt in Russland: unaufhörlich wird man mit den seltsamsten und skurrilsten Situationen und Begebenheiten konfrontiert, die man nicht glauben würde, wenn man sich nicht gerade selbst mittendrin befände.

Auch in diesem Buch wird man (wie in der "Russendisko") nicht mit dem schon klischeehaften Tiefgang der russischen Seele konfrontiert. Aber definitiv mit einem Stück russischen Witzes und Humors, auch wenn diese nicht unbedingt so beabsichtigt waren, sondern manchmal eher in einer (für unsere Verhältnisse) etwas kindlicheren Sichtweise ihren Ursprung finden.

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