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Reise im Mondlicht: Roman [Taschenbuch]

Antal Szerb , Christina Viragh
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Dezember 2003
Dem Vater zum Gefallen und mit der Absicht, fortan ein bürgerliches Leben zu führen, ist Mihály vor kurzem dem Budapester Familienunternehmen beigetreten und hat endlich geheiratet. Mit Erzsi an seiner Seite will Mihály den jugendlichen Bohémien nun für immer hinter sich lassen. Ohne zu wissen, dass er für seine Braut der willkommene Anlass war, aus der Enge ihrer ersten Ehe mit einem wesentlich älteren Mann auszubrechen, wird Mihály jedoch bereits auf der Hochzeitsreise in Italien durch die unerwartete Begegnung mit einem alten Freund von melancholischen Erinnerungen an seine rebellische Jugend überwältigt, und erste Fantasien über das Ende ihrer Beziehung beschleichen ihn. Als er seine Frau auf der Weiterreise an einem kleinen Bahnhof aus Versehen »verliert«, begreift Mihály dies als ein Zeichen, und eine ganz andere Reise beginnt, eine Schattenreise zum Selbst: Erschöpfungszustände, Schwindel und Bewusstlosigkeit führen ihn zunächst über Perugia in ein umbrisches Kloster und schließlich nach Rom, wo er, einsam und mittellos, erkennt, dass er sich auf dem Weg zur inneren Freiheit von den Geistern seiner Jugend befreien muss ...

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 260 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423243708
  • ISBN-13: 978-3423243704
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 516.151 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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In der Eisenbahn ging noch alles gut. Aber dann, in Venedig, entdeckt Mihály die Gässchen. Mit seiner Frau Erzsi ist er nach Italien gekommen, eine Reise, die er sich lange aufgespart hat, jetzt aber aus gutem Grund zu unternehmen getraute: Denn das Paar ist auf Hochzeitsfahrt, und die kann am besten unter der Seufzerbrücke besiegelt werden. Aber Abends zieht Mihály allein durch Venedig und gerät in das Labyrinth der Gässchen, die ihn umschlingen und als anderen Menschen wieder auszuspeien scheinen.

Bereits am nächsten Tag zieht Mihály allein durch Ravenna, um sich die Mosaiken anzusehen, "denn jetzt wusste er schon, dass er mit Erzsi vieles nicht teilen konnte". Die Mosaiken hatte er sich zuvor zusammen mit seiner Jungendliebe Eva in einem Bildband betrachtet und spätestens jetzt wird dem Leser klar, warum der Protagonist von Reise im Mondlicht bisher nicht nach Italien gekommen ist. Denn diese Entdeckungsfahrt durch die antiken Kulturen war seiner großen Liebe vorbehalten gewesen, die offenbar Erzsi doch nicht gewesen ist. Als ihm dann noch ein alter Freund nachreist, um ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren und er seine junge Frau am Bahnhof symbolischerweise "aus den Augen verliert", wird Mihálys Italienreise endgültig zu einem Trip in die eigene, rebellische Jugend: Ein Trip, bei dem er auf der Suche nach Eva wie besinnungslos durch das vom Mond beschienene nächtliche Rom gerissen wird.

Kennern der ungarischen Literatur galt Antal Szerbs 1937 erstmals erschienener Roman Reise im Mondlicht schon seit jeher nicht nur als bedeutendstes Buch des Autors, sondern als einer der größten Romane seiner Heimat in den 30er-Jahren. Nun ist das Buch erstmals auf Deutsch erschienen -- spät, aber noch nicht zu spät, will man meinen. Glücklicherweise auch hat der Deutsche Taschenbuch Verlag mit Christina Viragh eine Übersetzerin gefunden, die Szerbs nuancenreiche, teils ironische, teils sentimentale Prosa adäquat zu übertragen verstand. So ist Reise im Mondlicht zu einer rundherum gelungenen Wiederentdeckung geworden. Unbedingt lesen. --Stefan Kellerer

Pressestimmen

»Mitreißende Geschichte von einem, der sich selbst und seiner Gattin auf der Hochzeitsreise abhanden kommt.«
Die Zeit

»Ihn nicht gekannt zu haben ist ein Versäumnis, denn das Buch ist klug, schön und unterhaltsam.«
Süddeutsche Zeitung

»Eine wunderbare Liebeserklärung an das Leben fernab aller Konventionen.«
Focus

»Ein Buch, unsterblich verliebt ins Leben, das es wirklich verdient hat, auch bei uns endlich entdeckt zu werden.«
Brigitte

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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zusammenbruch eines 'erfolgreichen' 30. Juni 2003
Format:Taschenbuch
ein wunderbar geschriebenes buch, voller bemerkenswerter charaktere. und die geschichte eines mannes, der sich als junger mensch von seinen kindheitsträumen verabschiedet hat, um ein 'normales', konventionelles leben zu führen: haus, job, ehefrau, status... mit mitte 30 dann der körperliche und seelische zusammenbruch, wegen 'totaler erschöpfung': er hat sich 15 jahre lang verleugnet und muß sich jetzt erstmals den geistern der vergangenheit, der kindheit stellen. eine fesselnde seelenstudie, man mag das buch nicht mehr aus der hand legen! leseempfehlung für alle, die zB auch an '...und nietzsche weinte' uä büchern freude haben!
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar! 6. Januar 2004
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Schon lange ist es mir nicht mehr passiert, dass ich ein Buch angefangen habe und es dann nicht mehr aus der Hand legen konnte. Antal Szerb schreibt wunderbar luftig, poetisch und voller Symbolik, jeder Satz ist ein Lese-Genuß. Das Buch beschreibt den Prozeß der Selbstfindung, jeder der beschriebenen Charaktere ist in irgendeiner Form auf der Suche nach seiner wahren Bestimmung und dem Sinn seines Lebens. Das Schöne ist: sie werden alle auf die ein oder andere Weise fündig. Trotz des eher anpruchsvollen Themas gelingt es Szerb, nicht abgehoben und realitätsfern zu schreiben. Selbst das Motiv Tod, das eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt, wird charmant und poetisch abgehandelt. Die Beschreibung der italienischen Landschaften und Städte, die eingefangene Stimmung, weckte in mir gleich den Wunsch, nach Umbrien oder in die Toskana zu reisen. Überhaupt hat Szerb einfach ein Händchen für die Beschreibung von Stimmungen und Sehnsüchten. Ein rundum empfehlenswertes Buch!
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nostalgisch, sehsüchtig und wunderbare Sätze 17. Dezember 2003
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Antal Szerb erzählt von Mihály, dem Sohn eines Fabrikanten, der sich mit seiner Frischvermählten auf Hochzeitsreise in Italien befindet. Er hat geheiratet, weil er es für vernünftig hielt. Gehört es doch zu Dingen, die Erwachsene tun. So verhält es sich auch mit Italienreisen. Für Mihály wird seine Hochzeitsreise zu einer Reise zu seinem eigenen Selbst. Eine Untergangsstimmung legt sich über ihn. Das junge Paar, sie schauen sich im Kloster Fiesole bei Florenz ein chinesisches Gemälde über ein Jüngstes Gericht an und dann, als sie das Kloster verlassen, gibt Antal Szerb eine Kostprobe wunderbarer Sätze: " Die Landschaft, die von der Eisenbahn aus zwischen Bologna und Florenz, so zauberhaft gewesen war, sah jetzt naß und unsympathisch aus, wie eine Frau, die sich die ganze Schminke weggeweint hat". Diese Weltuntergangsstimmung entsprach dem Seelenzustand seiner Jugend, als er in einer Clique, die sich um das Geschwisterpaar Támas und Éva gebildet hatte, gegen das Bürgertum rebellierte. "Mein Untergangsgefühl war schon dadurch geweckt, daß Támas und ich in eine so wenig zu uns passende Gesellschaft geraten waren, unter Menschen, mit denen wir nichts anderes gemeinsam hatten als das Gefühl, daß jetzt sowieso schon alles gleich war. " Das war nach dem ersten Weltkrieg, und jetzt
unter den Faschisten, lässt Mihály seine Angetraute allein im Zug weiterfahren. Seine Lebensangst schwillt aus den Tiefen seines Inneren. Erinnerungen aus seiner Vergangenheit holen ihn ein, er wird schemenhaft verfolgt von den Freunden seiner Jugend. Total erschöpft verschlägts ihn nach Umbrien.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Todessehnsucht 18. Juli 2007
Format:Taschenbuch
Antal Szerb ist ein in Vergessenheit geratener ungarischer Schriftsteller, der 1945 starb. "Reise im Mondlicht" ist einer seiner wenigen Romane, der erst 2003 ins deutsche übersetzt wurde. Zunächst hatte ich kein gutes Gefühl. Die Sprache schien plump und die Charaktere flach und oberflächlich beschrieben. Doch nach den ersten vier Kapiteln stieg Szerb in die Tiefe seines literarischen Könnens, zauberte elegante Sprache und bedeutungsschwere Inhalte.
Mihály und Erzsi befinden sich auf Hochzeitsreise in Italien, was in dem verträumten, lebensunfähigen Mihály seine ganze Sehnsucht nach Jugend und Freiheit weckt und ihn aus seinen angepassten, in Formen gepressten Bahnen ausbrechen lässt. Er verlässt Erzsi und verfällt einer rastlosen Suche, der Sehnsucht nach Vergangenem, nach Irrealem. Fast scheint der Tod eine unausweichliche Folge dieser vergeblichen Suche, als sich alles dreht und das Leben über den Tod siegt.
Szerb erfasst die Stimmung des Fin de Siècles und schreibt eindrücklich und gefühlvoll. Ein Buch voll farbenprächtiger Facetten, für den einen nur die Beschreibung einer italienischen Rundreise, für den anderen die Vollendung des Todesthemas, ein Spiel mit den fein herausgearbeiteten Figuren oder ein Genuss der wohlklingenden und bestechenden Sprache und die diffizile Verarbeitung diverser tiefenpsychologischer Aspekte. Man benötigt ein Gespür für literarische Weltliteratur und sensibles Einfühlungsvermögen, um diesen Roman zu lieben.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder eine ungarische Weltentdeckung 6. Juni 2004
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Nach der Wiederentdeckung von Sandor Marai taucht nun ein weiterer ungarischer Autor mit einem fulminanten Buch aus der (literarischen) Versenkung auf: Antal Szerb.
Dieser - 1937 entstandene - Roman schildert die Geschichte einer jungen Ehe, die mehr als kompliziert ist. Auch, weil sich Mihaly, die Hauptperson, letztlich nicht von seinem Jugendfreund Tamas Ulpius trennen kann. Dieser ist die Utopie des Lebens; Erszi, die Gattin von Mihaly, die Realität desselben. Und diese Realität lässt Mihaly hinter sich, als er auf der Hochzeitsreise seine Frau auf einem kleinen italienischen Bahnhof "verliert"........
Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt - nicht nur wegen der Story an sich. Faszinierend sind z. B. auch die Reisebeschreibungen diverser italienischer Städte und Regionen der Zwischenkriegszeit.
Denkt man nach der Lektüre dieses Buches öfters über den Sinn des Lebens nach? Ja. Liest man das Buch ein zweites, vielleicht ein drittes Mal? Bestimmt - vielleicht alle 10 Jahre, wie eine Frau im Nachwort zitiert wird!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen 'Stachel der Begierde'...
Sehr gespannt bin ich, bei welchem Buch diese Rezension erscheint... Irgendwie schein Ama bei den Daten was vertauscht zu haben... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Marion veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen 'Und solange man lebt, weiß man nicht, was noch geschehen kann.'
Inhalt:
Mihály und Erzsi befinden sich auf ihrer Hochzeitsreise in Italien. In Ravenna trifft Mihály auf einen alten Bekannten, János Szepetniki, der ihn... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von sabatayn76 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Wanderer und der Mond
Reise im Mondlicht: Roman"Der Wanderer und der Mond", so der ursprüngliche Titel, der, wie ich finde, poetischer ist und dem Sinn des Werkes näher kommt. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von LvHG e.V. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Romantisches Streben mit Humor, zeitlos faszinierend
Es ist kaum zu glauben, dass dieses Buch erst so spät ins Deutsche übersetzt wurde. Es ist eins der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, und das,... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von R. Haushofer veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Ach ja, damals !!!
Also dieser Szerb hat mir überhaupt nicht gefallen.
Ein frisches Hochzeitspaar auf Hochzeitsreise in Italien. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juni 2012 von Herr Kaufrausch
5.0 von 5 Sternen Morbide Poesie
Zum Versinken schön erzählt hier Anta Szerb von der Werdung eines jungen Mannes.Immer ganz leicht, wenn auch zwischendurch in morbide Poesie eingetaucht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2012 von caulfield
4.0 von 5 Sternen Todessehnsucht und andere Dämonen
Mihaly und Erzsi sind eben erst auf ihrer Hochzeitsreise durch Italien in Venedig angekommen, als das erlernte und angeeignete Kleinbürgerleben einen kleinen Riss in der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juli 2011 von Esther
1.0 von 5 Sternen *gähn*
Habe mich selten bei einem Hörbuch so gelangweilt wie bei diesem.
Als Einschlafhilfe geeignet - jedoch nicht zur Unterhaltung.
Veröffentlicht am 21. Februar 2011 von S. Katharina
5.0 von 5 Sternen gewohnt gut - Antal Szerb
Vor einigen Jahren habe ich bereits die Pendragon Legende von Antal Szerb gelesen. Seine Art zu schreiben hatte mich schon damals gefesselt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. September 2010 von Working mum
5.0 von 5 Sternen Regression als Schöpfung
Es könnte mein Lieblingsbuch werden. Vollkommen fasziniert von diesem bizarren bis grotesken Roman trauere ich beim Lesen der letzten Zeilen und möchte sofort von vorne... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Juni 2010 von Annett Wiese
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