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Reise im Mondlicht: Roman
 
 
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Reise im Mondlicht: Roman [Taschenbuch]

Antal Szerb , Christina Viragh
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 260 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 1. Ausgabe (1. Dezember 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423243708
  • ISBN-13: 978-3423243704
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 290.919 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Antal Szerb
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In der Eisenbahn ging noch alles gut. Aber dann, in Venedig, entdeckt Mihály die Gässchen. Mit seiner Frau Erzsi ist er nach Italien gekommen, eine Reise, die er sich lange aufgespart hat, jetzt aber aus gutem Grund zu unternehmen getraute: Denn das Paar ist auf Hochzeitsfahrt, und die kann am besten unter der Seufzerbrücke besiegelt werden. Aber Abends zieht Mihály allein durch Venedig und gerät in das Labyrinth der Gässchen, die ihn umschlingen und als anderen Menschen wieder auszuspeien scheinen.

Bereits am nächsten Tag zieht Mihály allein durch Ravenna, um sich die Mosaiken anzusehen, "denn jetzt wusste er schon, dass er mit Erzsi vieles nicht teilen konnte". Die Mosaiken hatte er sich zuvor zusammen mit seiner Jungendliebe Eva in einem Bildband betrachtet und spätestens jetzt wird dem Leser klar, warum der Protagonist von Reise im Mondlicht bisher nicht nach Italien gekommen ist. Denn diese Entdeckungsfahrt durch die antiken Kulturen war seiner großen Liebe vorbehalten gewesen, die offenbar Erzsi doch nicht gewesen ist. Als ihm dann noch ein alter Freund nachreist, um ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren und er seine junge Frau am Bahnhof symbolischerweise "aus den Augen verliert", wird Mihálys Italienreise endgültig zu einem Trip in die eigene, rebellische Jugend: Ein Trip, bei dem er auf der Suche nach Eva wie besinnungslos durch das vom Mond beschienene nächtliche Rom gerissen wird.

Kennern der ungarischen Literatur galt Antal Szerbs 1937 erstmals erschienener Roman Reise im Mondlicht schon seit jeher nicht nur als bedeutendstes Buch des Autors, sondern als einer der größten Romane seiner Heimat in den 30er-Jahren. Nun ist das Buch erstmals auf Deutsch erschienen -- spät, aber noch nicht zu spät, will man meinen. Glücklicherweise auch hat der Deutsche Taschenbuch Verlag mit Christina Viragh eine Übersetzerin gefunden, die Szerbs nuancenreiche, teils ironische, teils sentimentale Prosa adäquat zu übertragen verstand. So ist Reise im Mondlicht zu einer rundherum gelungenen Wiederentdeckung geworden. Unbedingt lesen. --Stefan Kellerer

Pressestimmen

»Ein großartiger Roman (...) ein europäischer Roman voller Anspielungslust, Witz und Weltläufigkeit.«
Volker Hage, Der Spiegel

»Mit Antal Szerb ist ein vollkommen vergessener ungarischer Autor zu entdecken. Sie werden sein Buch ›Reise im Mondlicht‹ nicht mehr aus der Hand legen, obwohl wenig darin geschieht.«
News

»Mitreißende Geschichte von einem, der sich selbst und seiner Gattin auf der Hochzeitsreise abhanden kommt.«
Die Zeit

»Man sollte den Roman zum Buch des Jahres wählen. Mindestens... Und von der unterträglichen Schwere des bürgerlichen Seins war auch selten etwas derart Leichtes zu lesen wie in diesem leider allzu lang von uns ferngebliebenen, uns so derart nahe stehenden Roman.«
Die Literarische Welt

»Nur wer mit überirdischer Biederkeit gesegnet ist, wird dieses Meisterwerk psychologischer Realistik nicht mögen. Alle anderen aber werden sich auf dieser "Reise im Mondlicht" als Weggefährten fühlen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ihn nicht gekannt zu haben ist ein Versäumnis, denn das Buch ist klug, schön und unterhaltsam.«
Süddeutsche Zeitung

»Eine wunderbare Liebeserklärung an das Leben fernab aller Konventionen.«
Focus

»Wer dem erzählerischen Sog des großen ungarischen Autors Sándor Márai erlegen ist und neuen Lesestoff braucht, kann Hoffnung schöpfen: Márais Landsmann Antal Szerb hat mit ›Reise im Mondlicht‹ 1937 ein Buch geschrieben, das sich mit Márais Meisterwerken wie ›Die Glut‹ oder seinem Roman ›Wandlungen einer Ehe‹ ohne weiters messen kann.«
Financial Times Deutschland

»Szerb benötigt dafür kein Raster aus Mitleid und Bewunderung. Dazu sind die Personen zu komplex, in sich zu widersprüchlich angelegt. Am besten, man überlässt sich ganz dem Sog der Handlungsstränge und lässt sich so überwältigen von einem zeitgemäßen Hin-und-her-gerissen-Sein zwischen Selbstzweifel und Ich-Suche, von der Suche eines jeden nach seinem passenden Platz in der Welt, das alles garniert mit einer historischen Patina und einem Italien-Bild, das viele heute suchen, das aber doch längst nicht mehr existiert.«
Stuttgarter Nachrichten

»Mit Antal Szerb wird ein großer Autor der Weltliteratur wieder entdeckt – genauso wie mit Sándor Márai oder Dezso Kosztoányi, dessen ›Bekenntnisse des Kornél Esti‹ im Sommer erscheinen werden. Endlich wird deutlich, was wir, den Blick starr nach Westen gerichtet, alles versäumt haben. Welcher Verlust, die ›Reise im Mondlicht‹ nicht gelesen zu haben. Sie entführt uns mit ihrer »harten Nostalgie« in eine »andere, eine alte Welt«, wie Péter Esterházy in seinem Nachwort schreibt. Wir sollten darüber nur nicht den Blick in die Gegenwart und ihre Literatur verlieren. Und gerade Ungarn ist ein literarischer Kontinent, der hier viel zu bieten hat.«
Die Furche

»Ein Lesevergnügen ist dieser Roman – und eine Lebensschule auch.«
Kölner Stadt Anzeiger

»Der Roman ›Reise im Mondlicht‹ beschreibt die Szenen einer Ehe auf einer Hochzeitsreise in Italien. Schließlich irrt der Protagonist mittellos durch Rom – auf den Spuren der Geister seiner Jugend.«
Zukunft

»Eine wunderbare Sprache. Ein Thema, das nach wie vor aktuell ist und bleiben wird: Wer bin ich und wo ist der Sinn meines Lebens. Und viel Stoff zum Nachdenken und Vergleichen mit dem eigenen Leben.«
buechervielfrass.de

»›Reise im Mondlicht‹ von Antal Szerb ist ein sehr ungarischer Roman in der Tradition des gerade wiederentdeckten Sándor Márai: charmant, elegant, melancholisch und zugleich von heiterer Leichtigkeit.«
Journal für die Frau

»Unerschöpflichkeit und Zeitlosigkeit der Literatur – dafür ist Antal Szerbs Roman ein großes, ein denkwürdiges Beispiel.«
Neue Zeitung

»Die zweite ganz große ungarische Wiederentdeckung. Szerb ist sentimentaler, aber auch ironischer als Sandor Marei. Die »Reise«: eine große Liebeserklärung an die suggestive Kraft der Literatur. Grandios!«
Steirer Monat

»Ein Meisterwerk der Literatur, das auch den deutschen Leser begeistern wird. Szerb hat einen wunderbaren Erzählstil und sein Thema ist zeitlos aktuell, geht es doch um den Sinn des Lebens und die Auseinandersetzung mit den Irritationen der Jugendzeit.«
Südhessen Woche

»Der ungarische Autor Antal Szerb (1901-1945) führt mit seiner bei dtv premium erschienenen „Reise im Mondlicht“ weiter die ORF-Bücher-Bestenliste an.«
Neue Voralberger Tageszeitung

»Szerb ist ein Meister im Ausloten der Seele und ein begnadeter Erzähler, der Spannung und Essayistisches aufs Natürlichste zusammenbringt. Unglaublich, dass dieses Meisterwerk nach dem Tod des Autors im KZ mehr als fünfzig Jahre vergessen war.«
Chrismon

»Der Roman, der als Meisterwerk des 20. Jahrhunderts gilt, strotzt vor Modernität und Weltläufigkeit, was umso mehr erstaunt, wenn man feststellt das der Ungar Antal Szerb diesen 1937 verfasste. Wunderbar zu lesen der permanente ironische Unterton, der auch nicht nach den ersten Seiten verloren geht. Absolut Kaufens-Leihens-Lesenswert.«
Doppelpunkt - Magazin für Kultur in Nürnberg

»Mit viel Anmut und ohne falsche Sentimentalität erzählt der ungarische Autor Antal Szerb die Geschichte des Träumers Mihaly und der Realistin Erszi, die als Verheiratete eine Reise antreten und doch erkennen müssen, dass sie sich selber nur auf verschiedenen Wegen finden können, obwohl für beide der Schlüssel für ihr Glück in der Vergangenheit liegt.«
literaturnetz.de

»Ein Meisterwerk der ungarischen Literatur... Bei niemanden außer bei Szerb hat man je diese eindeutige, doch zugleich harte Nostalgie gesehen, die nicht sentimental ist, nciht kitschig verlogen, die nicht nur das Schöene und Gute wie Rosinen aus der Erinnerung herauspicken will. sondern die sich an das Ganze erinnert.«
Märkische Oderzeitung

»Ein Buch, unsterblich verliebt ins Leben, das es wirklich verdient hat, auch bei uns endlich entdeckt zu werden.«
Brigitte

»Szerb hat einen opulenten Liebes-, Reise, und Gesellschaftsroman verfasst, der auch nach über 60 Jahren ungebrochen fazinieren kann.«
Buchreport

»Ein Strahl der ›Reise im Mondlicht‹ trifft jeden.«
Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

»Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen Roman zu Ende gelesen und sofort wieder von vorn begonnen habe – bis ich ›Reise im Mondlicht‹ von Antal Szerb entdeckte. Seither empfehle ich es jedem, der mir über den Weg läuft, und bisher sind alle begeistert.«
Nicholas Lezard, The Guardian

»Ein wahrhaft leuchtendes, ein herausragendes Buch, komisch und intelligent zugleich. Antal Szerb ist ein Meister der Literatur des 20. Jahrhunderts.«
Paul Bailey, International Books of the Year, Times Literary Supplement sowie eine längere Rezension im Daily Telegraph

»Es ist unmöglich, dieses Buch in ein paar Worten zu beschreiben. Lesen Sie es, es ist ein ganz wunderbarer, bisher verborgener Schatz der europäischen Literatur.«
Artsworld

»›Reise im Mondlicht‹ erinnert Jahrzehnte nach seinem Tod an einen Mythos Jugend, der sich ganz nur im Silberglanz des Mondes entfaltet.«
Freitag

»Antal Szerb hat ein bis zur letzten Seite spannendes Buch geschrieben - und ein (wie beiläufig) abitionioertes dazu: voller Anspielungen und Zitate, voller mythologischer und religionsgeschichtlicher Exkurse. Muss man Vergleiche bemühen? Nennen wir ›Reise im Mondlicht‹das kleine Meisterwerk eines ungarischen Weltbürgers«
Alttoggenburger

»Eleganz, hauchweise dekadent.«
Der Patriot 03.05.2008

»Elegant, hauchweise dekadent.«
Hellweger Anzeiger 26.04.2008

»Bei diesem Buch lohnt es sich, jede Seite genau zu lesen oder das Buch zweimal zu lesen.«
Südwest Presse 16.01.2008

»Ein tiefgründiges Werk, ironisch und sentimental zugleich. Erstmals 1937 erschienen gilt es als Klassiker der ungarischen Literatur.«
Die Glocke 27.04.2008

»Das Buch ist vom ersten bis zur letzten Seite spannend, zumal sich die Handlung zwischen Rationalität und Irrationalität hin- und herbewegt. ›Reise im Mondlicht‹ ist zu Recht ein Meisterwerk der ungarischen Literatur.«
Die Südtirolerin März 2008

»Der erfolgreiche Roman des wiederentdeckten großen ungarischen Schriftstellers.«
liesmalwieder.de 13.02.2008

»Mit Antal Szerb ist ein vollkommen vergessener ungarischer Autor zu entdecken. Sie werden sein Buch „Reise im Mondlicht“ nicht mehr aus der Hand legen, obwohl wenig darin geschieht. «
News

»Man sollte den Roman zum Buch des Jahres wählen. Mindestens... Und von der unterträglichen Schwere des bürgerlichen Seins war auch selten etwas derart Leichtes zu lesen wie in diesem leider allzu lang von uns ferngebliebenen, uns so derart nahe stehenden Roman.«
Literarische Welt

»Nur wer mit überirdischer Biederkeit gesegnet ist, wird dieses Meisterwerk psychologischer Realistik nicht mögen. Alle anderen aber werden sich auf dieser ›Reise im Mondlicht‹ als Weggefährten fühlen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Mit Antal Szerb wird ein großer Autor der Weltliteratur wieder entdeckt – genauso wie mit Sándor Márai oder Dezso Kosztoányi, dessen „Bekenntnisse des Kornél Esti“ im Sommer erscheinen werden. Endlich wird deutlich, was wir, den Blick starr nach Westen gerichtet, alles versäumt haben. Welcher Verlust, die „Reise im Mondlicht“ nicht gelesen zu haben. Sie entführt uns mit ihrer „harten Nostalgie“ in eine „andere, eine alte Welt“, wie Péter Esterházy in seinem Nachwort schreibt. Wir sollten darüber nur nicht den Blick in die Gegenwart und ihre Literatur verlieren. Und gerade Ungarn ist ein literarischer Kontinent, der hier viel zu bieten hat.«
Die Furche

»›Reise im Mondlicht‹ von Antal Szerb ist ein sehr ungarischer Roman in der Tradition des gerade wiederentdeckten Sándor Márai: charmant, elegant, melancholisch und zugleich von heiterer Leichtigkeit.«
Journal für die Frau

»Die zweite ganz große ungarische Wiederentdeckung. Szerb ist sentimentaler, aber auch ironischer als Sandor Marei. Die „Reise“: eine große Liebeserklärung an die suggestive Kraft der Literatur. Grandios!«
Steirer Monat

»Der ungarische Autor Antal Szerb (1901-1945) führt mit seiner bei dtv premium erschienenen ›Reise im Mondlicht‹ weiter die ORF-Bücher-Bestenliste an.«
Neue Voralberger Tageszeitung

»Der Roman, der als Meisterwerk des 20. Jahrhunderts gilt, strotzt vor Modernität und Weltläufigkeit, was umso mehr erstaunt, wenn man feststellt das der Ungar Antal Szerb diesen 1937 verfasste. Wunderbar zu lesen der permanente ironische Unterton, der auch nicht nach den ersten Seiten verloren geht. Absolut Kaufens-Leihens-Lesenswert.«
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»Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen Roman zu Ende gelesen und sofort wieder von vorn begonnen habe – bis ich ›Reise im Mondlicht‹ von Antal Szerb entdeckte. Seither empfehle ich es jedem, der mir über den Weg läuft, und bisher sind alle begeistert.«
Nicholas Lezard, The Guardian

»Ein wahrhaft leuchtendes, ein herausragendes Buch, komisch und intelligent zugleich. Antal Szerb ist ein Meister der Literatur des 20. Jahrhunderts.«
Paul Bailey, International Books of the Year, Times Literary Supplement sowie Daily Telegraph

»Nach der Besetzung Ungarns 1944 durch die Deutschen war Szerbs Stellung an der Universität von Szeged nicht mehr zu halten; trotz Taufschein wird er in das Arbeitslager Balf an der österreichischen Grenze deportiert. Dort stirbt er im Januar 1945 unter nicht ganz geklärten Umständen. Auch dieser letzte Romantiker ist ›den Tatsachen‹ nicht entkommen, doch »Reise im Mondlicht« erinnert Jahrzehnte nach seinem Tod an einen Mythos Jugend, der sich ganz nur im Silberglanz des Mondes entfaltet.«
Freitag

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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen zusammenbruch eines 'erfolgreichen', 30. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Reise im Mondlicht: Roman (Taschenbuch)
ein wunderbar geschriebenes buch, voller bemerkenswerter charaktere. und die geschichte eines mannes, der sich als junger mensch von seinen kindheitsträumen verabschiedet hat, um ein 'normales', konventionelles leben zu führen: haus, job, ehefrau, status... mit mitte 30 dann der körperliche und seelische zusammenbruch, wegen 'totaler erschöpfung': er hat sich 15 jahre lang verleugnet und muß sich jetzt erstmals den geistern der vergangenheit, der kindheit stellen. eine fesselnde seelenstudie, man mag das buch nicht mehr aus der hand legen! leseempfehlung für alle, die zB auch an '...und nietzsche weinte' uä büchern freude haben!
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wunderbar!, 6. Januar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Reise im Mondlicht: Roman (Taschenbuch)
Schon lange ist es mir nicht mehr passiert, dass ich ein Buch angefangen habe und es dann nicht mehr aus der Hand legen konnte. Antal Szerb schreibt wunderbar luftig, poetisch und voller Symbolik, jeder Satz ist ein Lese-Genuß. Das Buch beschreibt den Prozeß der Selbstfindung, jeder der beschriebenen Charaktere ist in irgendeiner Form auf der Suche nach seiner wahren Bestimmung und dem Sinn seines Lebens. Das Schöne ist: sie werden alle auf die ein oder andere Weise fündig. Trotz des eher anpruchsvollen Themas gelingt es Szerb, nicht abgehoben und realitätsfern zu schreiben. Selbst das Motiv Tod, das eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt, wird charmant und poetisch abgehandelt. Die Beschreibung der italienischen Landschaften und Städte, die eingefangene Stimmung, weckte in mir gleich den Wunsch, nach Umbrien oder in die Toskana zu reisen. Überhaupt hat Szerb einfach ein Händchen für die Beschreibung von Stimmungen und Sehnsüchten. Ein rundum empfehlenswertes Buch!
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen nostalgisch, sehsüchtig und wunderbare Sätze, 17. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Reise im Mondlicht: Roman (Taschenbuch)
Antal Szerb erzählt von Mihály, dem Sohn eines Fabrikanten, der sich mit seiner Frischvermählten auf Hochzeitsreise in Italien befindet. Er hat geheiratet, weil er es für vernünftig hielt. Gehört es doch zu Dingen, die Erwachsene tun. So verhält es sich auch mit Italienreisen. Für Mihály wird seine Hochzeitsreise zu einer Reise zu seinem eigenen Selbst. Eine Untergangsstimmung legt sich über ihn. Das junge Paar, sie schauen sich im Kloster Fiesole bei Florenz ein chinesisches Gemälde über ein Jüngstes Gericht an und dann, als sie das Kloster verlassen, gibt Antal Szerb eine Kostprobe wunderbarer Sätze: " Die Landschaft, die von der Eisenbahn aus zwischen Bologna und Florenz, so zauberhaft gewesen war, sah jetzt naß und unsympathisch aus, wie eine Frau, die sich die ganze Schminke weggeweint hat". Diese Weltuntergangsstimmung entsprach dem Seelenzustand seiner Jugend, als er in einer Clique, die sich um das Geschwisterpaar Támas und Éva gebildet hatte, gegen das Bürgertum rebellierte. "Mein Untergangsgefühl war schon dadurch geweckt, daß Támas und ich in eine so wenig zu uns passende Gesellschaft geraten waren, unter Menschen, mit denen wir nichts anderes gemeinsam hatten als das Gefühl, daß jetzt sowieso schon alles gleich war. " Das war nach dem ersten Weltkrieg, und jetzt
unter den Faschisten, lässt Mihály seine Angetraute allein im Zug weiterfahren. Seine Lebensangst schwillt aus den Tiefen seines Inneren. Erinnerungen aus seiner Vergangenheit holen ihn ein, er wird schemenhaft verfolgt von den Freunden seiner Jugend. Total erschöpft verschlägts ihn nach Umbrien. Kann ein wundertätiger Mönch ihn ins seelische Gleichgewicht pendeln?

Dieser psychologische Roman begeistert durch seine Farbigkeit. In schönen Sätzen erzählt Antal Szerb über toskanische Orte, umbrische Dörfer. Der Autor unternimmt kulturhistorische Ausflüge, erzählt von religiösen Gebräuchen, das Thema Tod durchstreift den Roman. Melancholisch, nostalgisch, sehnsüchtig: das ist die "Reise im Mondlicht"

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