Das Buch ist schnell gelesen, jedoch wenig spannend und vor allem die sprachliche Komponente lässt zu wünschen übrig. Das Deutsch ist sehr simpel gehalten und auch einige Grammatikfehler blieben den beiden Korrekturlesern unbemerkt. Höfl baut einige spanische Ausdrücke und Sätze mit ein, die jedoch teils mit Rechtschreib- bzw. Grammatikfehlern gespickt und nicht wirklich von Interesse sind.
Die Reise Höfls von Mexiko bis Panama verläuft, meiner Meinung nach, eher unspektakulär. Schön ist jedoch der Aspekt, dass Höfl einige geschichtliche Fakten und Erklärungen zur Politik der Länder miteinbringt. Da ich selbst bereits in Zentralamerika war, interessiere ich mich sehr für die Thematik rund ums Reisen in diesen Ländern und habe bereits weitaus schönere und spannendere Geschichten darüber gelesen. Im Grunde ist das Buch nichts als eine Wegbeschreibung mit Randnotitzen. Was mich am meisten an dem Buch gestört hat, ist dass nirgendwo ersichtlich wird, in welchem Jahr die Reise stattgefunden hat. Die historischen Erläuterungen gehen bis Mitte der 80er Jahre, außerdem ist die Deutsche Mark als Währung angeführt, aber die Angaben zum Buch auf der Deckelinnenseite geben an: "1. Auflage, 2010" (anders als bei der Artikelbeschreibung hier). Ich muss sagen, ich war eher enttäuscht von dem Buch und kann es niemandem empfehlen.
Klappentext:
"Der erfahrene Globetrotter Hans Höfl ist wieder unterwegs. Seine dritte große Reise führt ihn durch die Länder Mittelamerikas: Mexiko, Belize, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica und Panama. Höfl sucht als Individualreisender den Kontakt zur heimischen Bevölkerung und vermeidet bewusst Nobelhotels und Luxusstrände. Seine ansprechende Art zu schreiben verleitet zum Weiterlesen. So erfahren wir viel Wissenswertes über die Geschichte und Kultur Mesoamerikas. Seine Reiseziele sind u.a. Teotihuacan sowie die Maya-Ruinenstätten Palenque, Tikal und Copán. Höfl ist begeistert von der Vielfalt der Landschaften und der Schönheit der Berge, wir erfahren aber auch die dunkle Seite der Eroberung des Aztekenreiches durch Hernán Cortés. Als scharfer Beobachter der sozialen und politischen Probleme dieser Region berichtet er auch von den Widrigkeiten und Gefahren seiner Reise.
Ein bemerkenswertes Buch über die Länder Mittelamerikas, deren Vielfalt den Leser begeistern wird und die allemal eine Reise wert sind."