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Reise in das Herz des Feindes: Ein Iraker in Israel
 
 
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Reise in das Herz des Feindes: Ein Iraker in Israel [Taschenbuch]

Najem Wali , Imke Ahlf-Wien
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Pressestimmen

„Ein ungewöhnliches Buch, ein Buch, das Grenzen überschreitet, alte Feindschaften negiert und den Blick für die Gemeinsamkeiten ebenso schärft wie für die Liebenswürdigkeit im Unterschied. Ein herausragendes Werk.“ Irene Binal, Neue Zürcher Zeitung, 06.06.09

"Aus Walis absolut unvoreingenommenen Begegnungen mit den jüdischen, arabischen und palästinensischen Einwohnern des Heiligen Landes ist nun das wertvollste, aufschlussreichste und ehrlichste Israel-Sachbuch seit langem entstanden. Walis gedanklich wohltuend klarer, vollkommen vorurteilsfreies Bericht ist (...) ein so großer Gewinn, ... die vielleicht mutigste und wichtigste Stimme eines bedeutenden arabischen Intellektuellen für einen friedlichen Ausgleich seit Nagib Mahfuz und seiner Unterstützung für den Friedensprozess zwischen Israel und Ägypten." Jüdische Zeitung, 16.02.09 "Sein Bericht von dieser Reise ist ein aufschlussreiches und wertvolles Plädoyer für Demokratie und für Israel." Klaus Bittermann, die Tageszeitung, 12.03.09 „Einer der schönsten Reiseberichte, die ich über Israel kenne. ... Mit unglaublicher Sensibilität beschreibt Wali die Menschen, die er getroffen hat. Er findet herrlich zärtliche Geschichten für sie. Ein Buch, das Hoffnung macht.“ Rachel Salamander, Süddeutsche Zeitung

Kurzbeschreibung

Israel - das ist für seine arabischen Nachbarn der Feind schlechthin. Als ketzerisch gilt, wer andere Ansichten vertritt oder gar ins "Land des Feindes" reist. Najem Wali wagt es, dieses Tabu zu brechen, und erkundet in einer politisch brisanten Reise die erstaunlichen Gemeinsamkeiten zwischen seinem Heimatland Irak und dem Staat der Juden. Von Jerusalem bis Haifa, von Nazareth bis zum Golan begegnet Wali Dichtern, Intellektuellen und Politikern, aber auch den Menschen auf der Straße. Gemeinsam hoffen sie auf Frieden und Dialog im Nahost-Konflikt. Ein einmaliges Dokument arabischer Selbstkritik und ein beherztes Plädoyer für Demokratie und Frieden.

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Reisen bildet, 5. Mai 2009
Von 
Roman Nies (Helibrunna) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Reise in das Herz des Feindes: Ein Iraker in Israel (Taschenbuch)
Der Autor wurde im Irak als politisch Andersdenkender und Kriegsgegner inhaftiert und gefoltert. Er emigrierte nach Deutschland, wo er seither als freier Journalist und Kulturkorrespondent der arabischen Tageszeitung "al-Hayat" tätig ist. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Bestseller, die in arabischen Ländern verboten waren. So gesehen, kein all zu überraschender Entschluss, nach Israel zu reisen, um sich dort ein eigenes Bild von den Menschen und dem Land zu machen, muss doch für einen aufgeklärten Menschen, der sich um Objektivität bemüht, die arabisch-muslimische Aggression gegen Israel und die Juden ein Ausbund der Irrationalität sein.
Der Autor nahm dann im Land die Gelegenheit wahr mit palästinensischen und jüdischen Israelis, eigentlich den "Feinden" des Islam, Gespräche zu führen. Er lernte dabei, dass das weithin gültige Israelbild der Muslime falsch ist und unzweifelhaft von der irreführenden Propaganda der muslimischen Welt geprägt ist. Dies bringt er in seinem Buch deutlich zum Ausdruck. Über die Palästinenser sagt er, sie hätten in Israel viel mehr Rechte als in den Staaten ihrer muslimischen Brüder. Das angebliche Leid der in Israel verbliebenen Palästinenser sei eine große Lüge. Er sagt auch, dass in den arabischen Ländern das Flüchtlingsproblem bewusst nicht gelöst wird, weil man befürchte die Flüchtlinge würden sonst die "Identität" als Palästinenser verlieren. Man stelle sich vor, die Deutschen hätten 1946 die Flüchtlinge aus dem Osten in Lager gesteckt und sie darin bis heute festgehalten, um sie als politisches Argument für die "Rückgewinnung" der verlorenen Ostegebiete zu gebrauchen.
Wali hatte glücklicherweise einen irakischen Großvater, der den Weggang der Juden aus dem Irak bedauert hatte, weil er gesehen hatte, dass er ein großer Verlust für den Irak war, gerade auch in kultureller Hinsicht. Walli war dadurch und sicherlich auch durch die "westliche" Berichterstattung "vorbelastet" offen zu sein für neue Erfahrungen und Eindrücke. Schließlich hat er ja auch im Westen studiert! Da war es schwer die herkömmliche "informierte" Geisteshaltung der Muslime in den arabischen Staaten zu kultivieren.
Wali geht es aber nun mit seinem Buch auch darum einen Gedankenaustausch zwischen Juden und Muslimen anzuregen. Er hat offenbar die Hoffnung, dass man die gemeinsamen Probleme durch die Kraft des Verstandes aus der Welt schaffen könnte - typisch für einen Intellektuellen! Aber das ist wohl Wunschdenken, denn das wäre etwas ganz neues! Die Kraft des Intellekts reicht wohl für den Bau der Atombombe, aber schon für den kategorischen Imperativ benötigt er einen "Glauben" an das Gute. Der Intellekt reicht nicht. Aufklärung hingegen tut zweifellos Not!
Walis Kampf gegen die Vorurteile seiner Glaubensgenossen in den arabischen Ländern ist bemerkenswert, wird aber die Ausnahme bleiben und niemand dort wirklich beeindrucken. Die muslimische Haltung gegen die Juden ist fest zementiert und schließlich auch im Koran begründet. Dagegen ist vermutlich ein aufklärerisches Kraut nur dann gewachsen, wenn es sehr früh aufgezogen und kultiviert wurde. Wer als Muslim für die Juden eine Lanze bricht, bringt sich bei seinen Glaubensbrüdern nur selber in Verruf.
Dieses Buch ist ein gut gemeinter Versuch für Verständnis und Fairness im Umgang miteinander zu werben, es lesen werden es aber doch wieder nur diejenigen, die es immer schon gewusst haben. Es wäre wünschenswert, wenn es von möglichst vielen Muslimen gelesen wird. Aber dazu muss man ja deutsch können.
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5.0 von 5 Sternen Höchst informativ, 29. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Reise in das Herz des Feindes: Ein Iraker in Israel (Taschenbuch)
Ich bin von Najem Wali zutiefst beeindruckt. Glücklicherweise habe ich zuerst sein Buch "Engel des Südens" gelesen, welches mir durch eine Buchbesprechung auffiel. Er beschreibt darin die Lage im Irak in den letzten Jahrzehnten. Wer sich dafür interessiert, sollte dieses Buch lesen. Darüberhinaus jedoch ist dieses Buch ein Kunstwerk. Es vermag, die Komplexität der politischen Situation und Entwicklung in einer höchsten Differenzierheit so darzustellen, dass die Leser, die bereit sind, sich dieser Qual, die das irakische Volk erdulden muss(te), auszusetzen, zutiefst ergriffen und zugleich verständnisvoll mit sehr viel Wissen das Buch beenden. "Reise in das Herz des Feindes" ist auf dieser Grundlage besser zu verstehen. Najem Wali zeigt auch in diesem Buch, wie viel er weiß - über den Irak, aber auch über Israel. Er gehört zu denen, die bereit sind, alles zu riskieren, um die Liebe und Menschlichkeit zu erhalten und den Frieden zwischen den Völkern zu schaffen. Mein höchster Respekt gilt Najem Wali. Alle, die über Israel und den Irak, über die irakischen Juden und die irakischen Israelis mehr wissen wollen, müssen dieses Buch lesen. Danke, Najem Wali. Übrigens: N. Wali ist auf Lesereise!
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