Nach "Der Himmel war eine große Gegenwart" ist dies m. E. Ludwig Fels' bisher bester Roman. Die bewußt einfach gehaltene Dreiecksgeschichte bezieht ihre Dramatik aus ihren drei 'Helden', ihren unterschiedlichen Charakteren, ihren miteinander verwobenen Lebensentwürfen und ihrem Schicksal bzw. den unterschiedlichen Arten, mit ihm zurecht zu kommen. Wie schon beim "Himmel", läßt sich auch dieser Text als ein gelungener Versuch deuten, besser mit dem Rätsel um unser Leben und unsere Sterblichkeit klar zu kommen, hier noch erweitert um die Frage, wie wir im Angesicht des Todes eines nahen und geliebten Menschen überhaupt noch weiterleben können. Ein leise reflektierendes Buch, das gerade durch seine klare, undramatische Sprache einen großen Sog entwickelt und den Leser in seinen Bann zieht.