Ein Buch, das niemandem zu empfehlen ist, der sich auch nur halbwegs ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen will. Der Autor kolportiert nicht nur Anektdoten von zweifelhaftem Wahrheitsgehalt ("...Vorfall bei einem Trinkgelage, bei dem Heydrich... versehentlich an einem Glas geschnitten hatte, zufrieden beobachtete, wie sein Blut aus der verletzten Schlagader spritzte, und dabei vor sich hinmurmelte, auf diese Weise verschwänden "die schmutzigen Blutkörperchen der Großmutter"...") Dazu noch die seltsame historische "Wahrheit" im Bildteil, die die Fotos von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zeigt und dazu titelt: "R. L. und K. L., Opfer der Nationalsozialisten (!?)". Ich fürchte, wer wirklich etwas über R. Heydrich erfahren will, sollte lieber auf die herausragende Arbeit von Deschner zurückgreifen oder die neu erschienene Biografie von Dederichs. Beide fundiert und ausgewogen mit breiter Quellenbasis.