Buchmarkt Januar 2003
Jo Volks -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
Plärrer & kaliber.38 02/2003
Thomas Wörtche -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
Ultimo. Stadtmgazin Münster/Bielefeld Nr. 5/03
Kultura extra Januar 2003
Dr. Lothar Pützstück -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
der bücherfreund. Krimiseite
ludger menke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
Kurzbeschreibung
Ist es Zufall, dass ich meinen Arbeitsplatz verliere?
Ist es Zufall, dass ich in einen Autounfall verwickelt bin?
Ist es Zufall, dass Paare kinderlos bleiben?
Trifft mich ein Lottogewinn rein zufällig?
Diesen Fragen geht der Autor auf den Grund und kommt zu der verblüffenden Erkenntnis, dass alle Zufälle Folgen unseres Denkens und Handelns sind. Anhand zahlreicher Fallbeispiele können Sie leicht eine Verbindung von den im Buch gemachten Ausführungen zu Ihrem eigenen Leben herstellen.
Wir selbst haben es in der Hand, in unser Leben einzugreifen und unser Schicksal zu gestalten. Die Wahrheiten, die dieses Buch vermittelt, sind einfach - , vielleicht zu einfach für eine Welt, in der technische Errungenschaften über alles gestellt werden.
Sie können sich jederzeit von der Richtigkeit der gemachten Aussagen überzeugen, indem Sie Ereignisse aus Ihrem Leben mit Hilfe dieses Buches analysieren. Die Klarheit und Einfachheit dieser Methode wird Sie überzeugen und zugleich motivieren.
Eine völlige Neuheit ist das enthaltene Nachschlagewerk, das die Ursachen und Hintergründe wichtiger Ereignisse beleuchtet und Ihnen hilft, diese besser zu verstehen. Mehr als 100 Begriffe sind in diesem Werk erläutert, sie reichen von A wie Absturz über M wie Mobbing bis Z wie Zusammenstoß.
Dieses eindrucksvolle und neuartige Buch wird nicht nur Ihr Denken, sondern Ihr ganzes Leben verändern.
Über den Autor
Er ist als freier Unternehmensberater und Autor tätig. In seiner ganzheitlich ausgerichteten Praxis führt er Beratungen und Seminare durch.
Auszug aus John le Carre. Der Spion, der zum Schriftsteller wurde. Portrait und Bibliografie. von Jost Hindersmann, Thomas Przybilka. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
David Cornwell hat im Fragebogen der FAZ vom 25.6.1993 seine Herkunft als sein größtes Unglück und zugleich sein größtes Glück bezeichnet. Denn so unglücklich er in seiner Kindheit auch war, so lieferte seine Kindheit und die Beziehung zu seinem Vater ihm doch den Stoff für seine späteren Romane. Rückblickend sieht Cornwell seine Kindheit als erste Stufe seiner Karriere als Spion. Er spionierte Ronnie nach und Ronnie spionierte seinen Kindern schamlos nach. Der Vater öffnete heimlich Davids Post und hörte seine Telefongespräche ab, David durchsuchte im Gegenzug die Taschen seines Vaters. Für David war es ungefähr das gleiche, ob man Ronnies Sohn war oder für einen Ein-Mann-Nachrichtendienst arbeitete. Entweder man spionierte für ihn, oder man spionierte ihm nach. Manchmal tat man auch beides zugleich. Er hatte seine sicheren Häuser. Er hatte Tarngeschichten, die ich in Gegenwart seiner zahlreichen Damenbekanntschaften zu bestätigen hatte, und das tat ich auch. ("Vater", 66)
Mehrere Vaterfiguren in le Carrés Romanen sind Abbilder von Ronnie, ja, das Verhältnis zu Ronnie hat sein gesamtes Leben und Werk geprägt. Wie er selbst eingesteht, war "mein unwirklicher Kampf gegen die Dämonen des Kommunismus zumindest teilweise die Fortsetzung meines heimlichen Kriegs gegen Ronnie [...], nur mit anderen Mitteln." ("Vater", 67) Das komplexe Verhältnis zu seinem Vater konnte David erst nach dessen Tod richtig aufarbeiten. Seinen Roman Ein blendender Spion kann man als eine Art fiktionaler Autobiografie lesen. Da Ronnie wollte, dass seine Kinder es einmal besser hätten als er, schickte er sie (getrennt voneinander) auf standesgemäße Schulen. Der junge David besuchte zuerst St. Andrew's Preparatory School in Pangbourne und dann Sherborne School, eine strenge, snobistische public school, deren Klima von Bigotterie und Repression bestimmt war. Schon kleinste Vergehen wurden mit Prügelstrafe geahndet. David fühlte sich dort einsam und entwickelte sich zum Einzelgänger. Da er den wahren familiären Hintergrund verschweigen musste und ihm bewusst war, dass er eigentlich nicht dazugehörte, fühlte er sich wie ein Spion im Feindesland. Den Konflikt zwischen Individuum und Organisation, eines der Hauptthemen seiner Romane, erlebte er hier am eigenen Leib. Die Erfahrungen seiner Schulzeit hat er in seinem Roman Dame, König, As, Spion verarbeitet, denn die Figur des Bill Roach, eines Außenseiters, der unter der Trennung seiner Eltern leidet, aber ein sehr guter Beobachter ist, kann man als Porträt des jungen David sehen. Die Lehrer wurden mit ihrem militärischen Rang angesprochen, und die Erziehung in der Schule lief im Geist des Empires ab. Historisch gesehen gehörte David Cornwell zu der letzten Generation von Schülern, die ausgebildet wurden, um Führungspositionen im britischen Empire zu übernehmen. Doch als sie die Schule verliessen, war das Empire bereits zerbrochen. Auch dieses Motiv der betrogenen Generation hat er in seinem Werk verarbeitet. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .