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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach Nichts,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: reine leere. Erfahrungen eines respektlosen Zen- Schülers (Gebundene Ausgabe)
In diesem Buch passiert einfach nichts. Janwillem van de Wetering, bekannter Krimi-Autor mit dem kauzigen Zen-Einschlag, plaudert vor sich hin und erzählt von seiner lebenslangen Suche, mehr als vierzig lange Jahre lang, in denen er nach totaler Leere strebte. Ein Geschichtchen nach dem anderen erzählt er, teils skurril, teils tragisch - alle künden überwiegend vom Scheitern, in Sätzen wie: "Jim erzählte mir Geschichten von Meister Arschloch und seiner eigenen vergeudeten Vergangenheit, ich erzählte ihm Geschichten von Sensei und meiner vergeudeten Vergangenheit, und so konnten wir selbstgewählten Lehrern die Schuld geben". Koans funktionieren nicht, Zazen ist Zeitverschwendung, ein Zen-Meister hängt sich auf, ein anderer wird trunksüchtig, viele werden habgierig. Wieso wurde dieses Buch für mich immer interessanter, wieso begann ich, gegen Ende hin immer langsamer und sorgfältiger darin zu lesen, damit ich es länger genießen konnte? Es war wie ein abstraktes Bild, das keine Gegenstände zeigt, sondern Gefühle hervorruft: Gefühle gezielten Verlorengehens, durchhaucht von subtilem Humor, von Einsamkeit und vom Wissen von der Vergeblichkeit menschlichen Strebens, ohne zu verurteilen oder zu verzweifeln. Es war die Sprache eines geborenen Erzählers, der das Glück hatte, hervorragend übersetzt zu werden, es war die genaue Beobachtung, es waren Dialoge, nach denen ich das Buch immer wieder sinken lassen konnte, die mich inspirerten, und immer wieder enthielten sie ein Lächeln. Nichts ist wichtig in diesem Buch, und am wenigsten nimmt der Autor sich selbst wichtig - es ist das Nichts, das wichtig ist. Dort führt er einen unmerklich und unwiderstehlich hinein, zumindest für eine kurze Zeit. Das ist Zen vom Feinsten.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragend!,
Rezension bezieht sich auf: Reine Leere: Erfahrungen eines respektlosen Zen-Schülers (Taschenbuch)
Eine wunderbare Beschreibung des Autors mit den Gesprächen von Zen-Meistern und Schülern. Diese für uns ungewöhnliche Sichtweise über Leben und Tod stellt alles in Frage was die Menschen in der westlichen Welt zu suchen Glauben. Bestätigung und Befriedung am laufenden Band scheint die Antriebsfeder der meisten Menschen zu sein.Je tiefer ich in dieses Buch eintauchen konnte umso lächerlicher wurde alles um mich herum. Selbst mein so wichtiges Leben wurde unwichtig!. Die Auszüge und Anekdoten sind so klar mit einem lächeln formuliert das dieses Buch eine tiefere Einsicht in die Vergänglichkeit eines Lebens gibt und nichts wirklich wichtig ist!. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Das Erleuchtungsgeschäft - respektloser Blick hinter die Kulissen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Reine Leere: Erfahrungen eines respektlosen Zen-Schülers (Taschenbuch)
Interessanter Nachfolger des Buches "Der leere Spiegel". Obwohl vom selben Autor und mit ähnlichem Umfang sind die beiden Bücher sehr unterschiedlich. In "Reine Leere" beschreibt Van de Wetering seine Erfahrungen in anderen Meditationgemeinschaften und unterschiedlichen Lehrern nach seiner Zeit im japanischen Zen-Kloster und rückt auch Geschehnisse, die er in "Der leere Spiegel" beschreibt teilweise in ein anderes Licht. Die Beschreibungen sind nichtmehr so klar und positiv, der Bezug der Kapitel zueinander löst sich teilweise auf. Stellenweise geht Van de Wetering schonungslos mit ehemaligen Meistern, Gurus, Mitschülern und Vorbildern ins Gericht. Das Buch vermittelt ohne Frage einen sehr guten Einblick in das Geschäft mit der Erleuchtung und öffnet dem Leser die Augen, jedoch geht mir die Demontage einiger Sensai ein wenig zu weit und für mich war (ganz subjektiv) ständig eine unterschwellige Frustration des Autors zu spüren, die ohne Frage aus langer Erfahrung und dem kontinuierlichen Auseinadersetzen mit der Materie zu tun hat, die ich jedoch in einem Buch eines ehemaligen Zen-Schülers nicht erwartet hatte. Das Buch war rückblickend sehr interessant um den Alltag und die Menschlichkeit im Meditationsgemeinschaften aus der Perspektive eines "alten Hasen" kennenzulernen, ist aber in meinen Augen leider nicht mit der optimistischen Frische, der ehrlichen Begeisterung und der sprachlichen Gewandtheit von "Der leere Spiegel" zu vergleichen.
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