Kurzbeschreibung
Mit seiner 1688 gedruckten Sammlung Hortus Musicus wollte der offenbar recht selbstbewusste Johann Adam Reincken (1643-1722) seinen Kritikern den Spiegel ihrer eigenen musikalischen Unzulänglichkeit vorhalten. Den weitgehend nach einem einheitlichen Muster gestalteten sechs Partiten, bestehend jeweils aus einer einleitenden Sonata plus einer Suite aus Allemande, Courante, Sarabande, Gigue, ließ er deshalb die größtmögliche Vielfalt und Kunstfertigkeit in der Ausarbeitung angedeihen. Kein Wunder also, dass der junge Bach sich für Reinckens Hortus Musicus begeisterte und sich mehrere Sätze zu Studienzwecken für Cembalo transkribierte. Für die Ausführung könnte sich kein besseres Ensemble denken lassen als Stylus Phantasticus, das hier erstmals die Partiten mit allen vorgeschriebenen Wiederholungen einspielen wird und so Reinckens musikalischen Garten prächtig und üppig erblühen lässt.