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Produktinformation
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Arthur Schnitzlers skandalumwittertes Bühnenstück versucht ein Bild der gesellschaftlichen Moral des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu zeichnen. In zehn frech-frivolen Dialogen zwischen Personen der verschiedensten Schichten lässt der Autor seine Protagonisten das ausdrücken, was sie nach dem Sexualakt bewegt. Er schildert die Triebhaftigkeit des Menschen, die Willkür ihrer sexuellen Zusammenkünfte und das trostlose Gefühl der Leere, das sich aus diesem ›Reigen‹ ergibt.
Schnitzler schrieb in einem Brief an den bedeutenden Theatermacher Otto Brahm über sein Stück: »(…) etwas Unaufführbareres hat es noch nie gegeben«. Dank zahlreicher Inszenierungen erwies sich der Reigen letztlich dennoch als eine der bedeutendsten Bühnendichtungen des 20. Jahrhunderts.
Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien als Sohn eines Arztes und erstes von vier Kindern geboren. Er genoss eine gute Erziehung und interessierte sich bereits in der Schulzeit für Literatur. Nach dem Abitur studierte er Medizin und war als praktischer Arzt tätig, dennoch vernachlässigte der Autor auch seine literarische Arbeit nicht. In späteren Jahren arbeitete Schnitzler hauptberuflich als freier Schriftsteller und verfasste zahlreiche dramatische Stücke, Romane und Novellen. Er starb am 21. Oktober 1931 an den Folgen einer Gehirnblutung in Wien.
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Mit der Veröffentlichung der ersten Ausgabe um 1903 hatte dieses Stück schon einen recht schlechten Start, wobei die eigentliche Erstaufführung des Stücks erst 1920 in Berlin erfolgte und sich dort zu einem sehr umstrittenen und kritisierten Stück Theatergeschichte entwickelte. Wegen seiner sexuellen Freizügigkeit und Verführung in jeder Szene war der Reigen seit jeher schweren Angriffen und Zensurversuchen ausgesetzt. Trotz der vielen Vorwürfe ist der eigentliche „Akt“ nicht direkt wahrnehmbar, sondern irgendwie verschwommen, wodurch die eigene erotische Fantasie angeregt, um das fehlende Stück in Gedanken zu ergänzen.
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