Auf dem Cover ist ein Werk des Jugendstilmalers Gustav Klimt abgebildet, das eine nackte Frau zeigt. Der Hintergrund ist nachtblau gehalten und der Titel ist mittelblau. Der Krimi spielt in Wien um 1908.
Inspektor Nechyba kocht vor Wut, als er in der Tageszeitung einen Artikel über eventuellen Kannibalismus in der Stadt Wien liest. Er stellt seinen früheren Freund und Gerichtsredakteur Goldblatt zur Rede und erfährt, dass er einen abgetrennten Arm zur Verwahrung von einem Obdachlosen bekommen hat. Da hatte Goldblatt natürlich eine grosse Story gewittert und das Ganze ein wenig aufgebauscht. Kurz darauf wird auch noch ein Kopf gefunden, dieser gehört zu dem vermissten Oberstleutnant Vestenbruggs. Nechyba steht immer mehr unter Druck, weil sein Chef endlich Resultate sehen möchte.
Inspektor Nechyba stellt sich die Frage, welche Rolle Steffi Moravec, Vestenbruggs Geliebte, spielt. Doch das Fräulein Moravec ist wie vom Erdboden verschluckt. Deshalb kommt der Inspektor keinen Schritt weiter. Als noch eine zweite Leiche gefunden wird, weiss sich Nechyba nicht mehr zu helfen.
Diesen zweiten Teil der Inspektor-Nechyba-Reihe habe ich mit Spannung erwartet. Der Autor ist seinem Schreibstil treu geblieben. Es wurden wieder einige wienerische Ausdrücke verwendet, die auch erklärt wurden. Dieses Buch ist kein typischer Krimi, zeitweise wird der Mord zur Nebensache. Es wird sehr viel von den Speisen und den Lebensumständen erzählt. Die Protagonisten werden sehr gut beschrieben. Ich konnte mich richtig in diese Zeit hineinversetzen. Jedem, der Wien liebt, kann ich dieses Werk nur ans Herz legen.