In den 20 Kapiteln, die allesamt mit viel Humor gewürzte Erfahrungsberichte sind, wird deutlich, daß das Erlebnis des Verzichts gleichzeitig ein Zuwachs an Erkenntnis sein kann.
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Gegenläufigkeit zeichnet das Handeln des biologischdynamischen Landwirts Rödelberger aus. Nicht die Trends sind seine Sache, sondern vielmehr das Ernstnehmen der natürlichen Gesetzmäßigkeiten, von denen sich unsere hochtechnisierte Zivilisation weit entfernt hat. Die Folgen sind bekannt, ebenso die Willensbezeugungen zu nachhaltigen Veränderungen. Dennoch geschieht wenig, denn Verzicht an materiellen Gütern wird immer auch als Armut verstanden. Dem widerspricht der Autor und weist nach, daß nur durch ein einfaches Leben Gesundheit, Frieden und ein glückliches Leben in Harmonie mit der Natur erreicht werden können.
In den 20 Kapiteln, die allesamt mit viel Humor gewürzte Erfahrungsberichte sind, wird deutlich, daß das Erlebnis des Verzichts gleichzeitig ein Zuwachs an Erkenntnis sein kann.
Wissenschaftler haben es berechnet, Propheten sahen es voraus, Klimaforscher wissen es ganz sicher und Eingeweihte warnen schon seit langem, daß das Wetter sich ändern wird, daß wir mit immer extremerer Witterung und sich häufenden Unwetterkatastrophen uns abfinden müssen. Entweder nicht nachlassender Regen mit verheerenden Überschwemmungen oder tropischer Hitze, begleitet von Dürre und absterbenden Wäldern.
Wer auf dem Berg wohnt, wo sintflutartige Wasser zu Tal stürzen können, muß nicht unbedingt in erster Linie an Floß- und Schiffbau denken, um sich die Erfahrungen von Noah zu Nutze zu machen. Das viel größere Problem ergibt sich beim Ausbleiben des leben- und wachstumspendenden Regens. Granitverwitterungsböden und Buntsandstein halten die Feuchte nicht, da weder Ton noch Lehm vorhanden sind. Die Pflanzen verdorren rasch.
Die Saaten keimen nicht. Die Wiesen werden braun, dann gelb. Die Tiere magern ab. Das Winterfutter fehlt. Die Milch versiegt und unreif fallen die Früchte von den Bäumen.
Was also liegt näher, als gerade noch rechtzeitig Studien zu machen, dort, wo die Wüste beginnt, da, wo Pflanzen gelernt haben, durch die Jahrhunderte hindurch, mit ganz wenig Wasser auszukommen.
Rasch ward eine Weltkarte entfaltet, um nachzuschauen, wo von hier aus die nächste Wüste sich befindet. Mit dem Finger landete ich in der tunesischen Sahel. Auf dem Reisebüro zog ich Erkundigungen ein und besorgte Prospekte, wurde aber gewarnt wegen der drohenden Kriegsgefahr in Arabien, denn Tunesien ist nun mal ein arabischer Staat. Es war dies in den letzten Tagen vom Dezember 1990, kurz vor Ausbruch des Krieges zwischen Iran und Irak.
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