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Reichsgericht
 
 
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Reichsgericht [Sondereinband]

Erich Loest
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Sondereinband: 408 Seiten
  • Verlag: Linden Verlag; Auflage: 1.Auflage (Juni 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861520036
  • ISBN-13: 978-3861520030
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 13,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 361.516 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Erich Loest
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Stephan Hellker, Historiker an der Universität Leipzig, gelingt es sensationellerweise, mit Carl von Ossietzky Kontakt im Internet aufzunehmen. Mit dieser Nachricht konfrontiert er Eleonore Berlotz, die neunzigjährige Witwe eines Reichsgerichtsrats, bei der er zur Untermiete wohnt. Ungläubiges Staunen zunächst, doch dann erinnert sie sich lebhaft an jenen 23. November 1931, den »bösen Tag für Ihren Ossietzky« – war es doch ihr Hochzeitstag und der Richter von damals ein guter Bekannter.

Während die alte Dame das turbulente Millenniumssilvester im Krankenhaus verbringt, chattet Hellker mit weiteren international bekannten Opfern des höchsten deutschen Gerichts der zwanziger und dreißiger Jahre. Da kommt die Bitte eines Professors aus Kiel, mit ihm zusammen einen Abriss über die Arbeit des Reichsgerichts von der Gründung bis zum Untergang zu schreiben. Allerdings hat auch Ariane, Hellkers filmerfahrene Braut, bestimmte Pläne ... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Der Verlag über das Buch

»So spielerisch gelungen war kaum je ein Roman des Autors. Satirisches eingeschlossen.« Horst H. Lehmann im ›Neuen Deutschland‹

»Eine anschauliche und auch spannende Jahrhundert-Geschichte.« Ute Grundmann in der ›Rheinischen Post‹

»Was für eine Phantasie paart sich da mit historischer Exaktheit!« Klaus Wilke in der ›Lausitzer Rundschau‹

»Erich Loest versteht es, Zeitgeschichte zum Leben zu erwecken.« Walter Gallasch in den ›Nürnberger Nachrichten‹

»Lesen, unbedingt lesen.« Anja Knocke in ›Lesart‹ -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein kleiner "Loest" 13. August 2004
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Für den Leipziger ein interessanter Blick in die Geschichte eines imposanten Gebäudes. Für alle ohne Leipzig-Bezug sicherlich schwere Kost. Aber dennoch muss man Loest lassen, dass er es versteht die Historie und die Gegenwart geschickt zu verknüpfen. Man lernt viel über den Berliner Reichstagsbrand, welcher in Leipzig verhandelt wurde. Aber das Buch hat Längen und ein tatsächlicher Abschluss der Handlung, oder zumindest eine Art nachvollziehbares Zusammenführen der Handlungsstränge unterbleibt. Zusammenfassend also ein "Loest" der an vorausgehende Werke nicht anschließen kann, eben kein Stern am Literaturhimmel . Aber dennoch ein Stück wichtige und lesenswerte Literatur.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Sondereinband
Dieser Loest - Leipzig ließ und lässt ihn nicht los. Nach "Völkerschlachtdenkmal" und "Nicolaikirche" hier also "Reichsgericht".

Loest ist ein Leipzig-Kenner par excellence und ein veritable Schriftsteller. Kommt hinzu, dass der Autor aus Mittweida stammt und den Weg nach Leipzig zurückgefunden hat. Das Reichsgericht in Leipzig ist und war ihm deshalb auch geschichtlich sehr vertraut, hier hat er diese ehrwürdige und auch fragwürdige Institution sozusagen zur "Hauptperson" seines Romans gemacht.

1869 erbaut, in den Jahren der braunen Diktatur zu unrühmlicher Berühmtheit gelangt, hat diese Rechtsinstitution nicht nur deutsche Geschichte begleitet, sondern mitgeschrieben. Seit 2002 beherbergt das Gebäude das Bundesverwaltungsgericht. Für den Autor Loest ein Ort, um den sich reale Geschichte und erfundene Geschichten ranken. Und dies vor der Kulisse einer fantastischen, lebendigen Stadt.

Reale Geschichte - das waren die aufregenden Prozesse um das Attentat auf den Außenminister Walther Rathenau 1922, der Prozess gegen Carl von Ossietzky und später das Verfahren in Zusammenhang mit dem Reichstagsbrand gegen Georgi Dimitroff und den Holländer Marianus van der Lubbe. Mit großer Liebe zum Detail rekonstruiert Erich Loest das Geschehen. Doch dieser ohnehin umfangreiche Stoff reicht ihm nicht. Also weiter auf der Suche nach den Wahrheiten.

Dr. Hellker, Historiker und einer der Protagonisten in diesem Roman, geht zu mitternächtlicher Stunde ins Internet und trifft hier auf ein Archiv, das der Isländer Yatoo hostet. Der öffnet ihm die Tür zu einem Chatroom. In dem Hellker sowohl Ossietzky als auch van der Lubbe trifft. So nutzt Loest/Hellker moderne Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten, um Fragen nach dem Wie, Warum und "Was wäre gewesen, wenn?" zu stellen; auch wenn es keine wirklichen Antworten gibt.

"Reichsgericht" ist eine komplexer Roman, manchmal gar zu voll gepackt mit Wissen, "Verhandelt" jedenfalls wird das Geschehen aus heutiger Sicht. Es spiegelt neuere deutsch-deutsche Geschichte ebenso wie das turbulente Millenium-Silvester 2000 wider. Zu alldem versucht eine neunzigjährige Witwe eines früheren Reichsgerichtsrats aus eigenem Erleben das eine und andere beizutragen.

So ist ein großes, nicht immer stimmiges und übersichtliches Mosaik entstanden. Und nicht alles gelingt in diesem Buch. Am Schluss bleibt der Leser etwas ratlos zurück. Und dennoch ein spannender historischer Roman - mehr nicht.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
"geschichtsschreibung in lesbarer Form" heißt es einmal nebenbei in erich loests roman "reichsgericht". history und stories, denn "wer sich leipziger geschichten vornimmt, hat (auch als schriftsteller) fast ausgesorgt". loest tut das geschickt und lesenswert, er verschränkt die zeitläufte ums reichsgericht, von 1878 bis 2000, ein junger historiker, an seiner seite die "pumafrau" ariane hält die fäden in der hand. wer den geschehnissen um reichtswehr-, reichstagsbrandprozeß, ossietzky, van der lubbe und co. nicht ganz fern steht, wird das buch mit einigem vergrügen lesen. empfehlenswert ! ragscheuer
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