Manchmal ist die Realität fantastischer als alles, was man sich ausdenken könnte. Wenn man sich traut aus der Masse herauszutreten. Und wenn man einen Blick für die Absurditäten des Alltags hat und sie so pointiert aufspießt, wie es den Autoren gelingt, als sie aufbrechen in die sagenhafte Welt der Reichen. Urkomisch und bitterböse wie ich das sonst nur bei Roald Dahl kenne, zeichnet Jan Rentzow als Erzähler ein Bild der deutschen Oberschicht von Sylt bis St. Tropez. Kommt ihnen nahe bis ans Baroninnen-Strumpfband (!!!) und entreißt ihnen ihr Reich-Geheimnis, ohne, dass sie es merken. Ein Weltenbummler zwischen den Welten von Arm und Reich - oder gibt es doch nur eine Welt? Dieses Buch ist magisch wie bei Murakami. Nur besser, denn es ist alles wahr.