Carmen Rohrbach ist es durch ihre Zurückhaltung, Geduld, diplomatische Vorgehensweise, scharfe Beobachtung, den Mut als Frau allein durch den Jemen zu reisen und durch ihre Lebenseinstellung im Allgemeinen gelungen das Eis zwischen so unterschiedlichen Mentalitäten schmelzen zu lassen. Nur durch ihren Respekt und ihre Würde war es Carmen Rohrbach unter teilweise problematischen Bedingungen möglich diese wertvollen Informationen zu erlangen und sie uns so malerisch zu schildern. Damit nicht genug erlangte sie durch ihre Zuneigung auch das Vertrauen ihres ständigen Begleiters dem Kamel Al Wasim. Die Einblicke Carmen Rohrbachs in die Welt der jemenitischen Nomaden und vor allem in die Welt der verschleierten, geheimnisumwitterten Frauen zeigen ein von mir bisher nicht gefundenes literarisches Ausmaß. Dieses Buch könnte auch so manchen wild knipsenden Luxusbustouristen zum Nachdenken über ein rücksichtsvolleres Bereisen einer fremden Kultur anregen. Mit einer Tour durch den Jemen haben Lydia P. und ich uns 1995 wahrscheinlich das Geschenk unseres Lebens bereitet. Wie Carmen Rohrbach sind wir mit gegenseitigem Respekt vielen offenherzigen, würdevollen Jemeniten begegnet.. Danke für dieses Buch Frau Rohrbach. Lassen Sie sich von den Gefühlswogen der Autorin tragen!