Eingefleischte Talking Heads-Fans mögen sie nicht - ein Jahr nach "Naked" dem letzten Talking Heads Album erschienen, ist "Rei Momo" ein Bruch mit TH-Tradiditionen und eine Fortführung mit anderen Mitteln zugleich: David Byrnes expressiver Gesang (und der strange Pop-Appeal von "Little Creatures" und "Naked") bleibt erhalten. Eine Reihe exklusiver Gastmusiker trägt aber dazu bei, dass der TH-Charme des Eckigen & Kantigen etwas fehlt - "Rei Momo" ist schön gespielt: Komplexe Rhythmuspattern, Bläsersätze, instrumentaler Klangfarbenreichtum werden von Byrnes Gesang (lyrics/englisch) kontrastiert. Noch einmal gelingt es hier Byrne vorneweg zu sein: eine Pop-Ethno-Platte ohne Peinlichkeiten (, die hat man höchstens selbst: zum Nachtanzen werden exakt die Stile angegeben!). Von Folkartig (Don't wanna be part..), über tragisch (The Rose..) bis zum frenetischen Loco de Amor ein gelungener Brasilientrip. Anspieltipps: Carnival Eyes; Amor de Loco