Anfang der Neunziger hatte Death Row Records so ziemlich alle Homies von Dr. Dre und Snoop Doggy Dogg unter Vertrag. Bis auf einen: Dre's Halbbruder und Snoop's 213-Kollege Warren G. Er wurde als einer der wenigen Künstler aus L.A. vom New Yorker Traditionslabel Def Jam Recordings gesignt und bewies, dass man auch ohne Death Row Support von Dre oder Dat Nigga Daz ein gleichwertiges G-Funk Album produzieren kann. Nicht nur, dass Warren alles allein produzierte, er verzichtete auch Features seiner berühmten Freunde, mit Ausnahme von Nate Dogg. Dieser ist gleich beim ersten Song "Regulate", das eigentlich vom "Above The Rim" Soundtrack stammt, mit am Start. Jeder kennt wohl diesen Westcoast-Klassiker, der aus einem verdammt groovigen Instrumental und unglaublich lässigen Flows von Warren und Nate besteht. Trotz dieses genialen Tracks, ist für mich trotzdem "This Is The Shack" das beste Lied des Albums. Der Beat ist etwas schneller, trotzdem funky und die Vocals sind einfach nur Geil, auch wenn Warren G nur einen Kurzauftritt unter den unbekannten The Dove Shack hat. Richtig geil ist auch "Runnin' Wit No Breaks". Wieder ein etwas schnellerer Track bei dem Warren's chillige Raps auf die etwas härteren Rhymes von Jah-Skillz und The Twinz treffen. Eine geniale Kombination. Das selbe Prinzip wird auch bei "Super Soul Sis" angewendet. Harte und coole Raps der unbekannten Jah-Skillz gemischt mit Warren's lässigen Flows, diesmal jedoch auf einem entspannten Funk-Beat. Eigentlich sind alle Songs echt geil geworden. Egal, ob etwas langsamer und chilliger oder ob etwas dynamischer, es macht einfach Spaß, sich diesesn Ohrenschmaus anzuhören, da alle Instrumentals so verdammt groovy und funky sind, wie es selbst G-Funk Label No. 1 Death Row nicht besser hätte hinkriegen können. Ähnlich wie bei den Alben von Dr. Dre und Snoop Doggy Dogg überzeugt nicht nur der Hauptact, sondern auch die zahlreichen Guestfeatures, auch wenn man von denen auf "Regulate... G-Funk Era" nie mehr groß etwas gehört hat. Alle, die auf G-Funk und Westcoast-Rap stehen, kommen an Warren G's Debüt sicher nicht vorbei, da es auf einer Ebene mit anderen Klassikern, wie "The Chronic", "Doggystyle" oder "Dogg Food" steht.