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Regieren mit Datenschutz und Überwachung: Informationelle Selbstbestimmung zwischen Sicherheit und Freiheit
 
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Regieren mit Datenschutz und Überwachung: Informationelle Selbstbestimmung zwischen Sicherheit und Freiheit [Broschiert]

Gregor Wiedemann
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 188 Seiten
  • Verlag: Tectum-Verlag; Auflage: 1., Aufl. (5. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3828826369
  • ISBN-13: 978-3828826366
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 15 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.270.691 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Freiheit stirbt mit Sicherheit! Oder? Geht es nach dem Willen von Sicherheitspolitikern, so erscheint beinahe jedes Mittel Recht, um Terrorakte schon in der Planungsphase zu unterbinden. Kritiker staatlicher Überwachung von Internet und Telefondaten sehen dagegen die informationelle Selbstbestimmung zunehmend bedroht. Gleichzeitig geben viele Bürger im nichtstaatlichen Bereich immer mehr persönliche Daten unbekümmert frei. Rabattsysteme oder Web-Dienste wie Google, Twitter und Facebook sammeln Datenmengen, die staatliche Eingriffe bei weitem übersteigen. Besteht also überhaupt der vielfach postulierte Zielkonflikt zwischen individueller Freiheit und kollektiver Sicherheit? Anhand von Bundestagsdebatten zum Datenschutzrecht und zur Vorratsdatenspeicherung untersucht Gregor Wiedemann die politischen Diskurse zu Datenschutz und Überwachung. Er sucht nach Anzeichen für eine Erosion der informationellen Selbstbestimmung. Verschiebt sich die politische Praxis vom Primat individueller Freiheit hin zu kollektiver Sicherheit? Droht tatsächlich ein Überwachungsstaat oder haben Datenschützer sich mit ihren Forderungen schlicht nicht angemessen auf die neuen soziotechnischen Entwicklungen eingestellt?

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ska
Obwohl es mit seiner theoretischen Perspektive eine ganz schöne Herausforderung war, hat mir das Buch viele neue Anregungen zur Problematik geliefert. Wer ein bisschen Zeit und Mühe zum Verständnis der Gedankengänge des Autors aufwendet, wird mit interessanten Denkansätzen belohnt.

Die Arbeit ist insgesamt analytisch und doch flüssig geschrieben, gut recherchiert und mit einiger Liebe zum Detail ausgearbeitet. Die ausführlichen Kapitel der inhaltlichen Analysen der Debatten zum Datenschutzrecht und zur Vorratsdatenspeicherung geben einen guten Einblick in die jeweiligen Politikfelder.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jane Doe
Der technische Fortschritt und Wolfgang Schäuble haben es möglich gemacht: In Deutschland kann potentiell jeder legal ausspioniert werden. Aber droht uns nun tatsächlich der Orwellsche Überwachungsstaat? Mit dem Theoriehintergrund der governmentality studies beschreibt der Autor die Datenschutz- und Überwachungsdiskurse der letzten Jahrzehnte. Wiedemann kommt dabei zu einem ernüchternden Ergebnis auf die gestellte Frage: Jein!.

Deutlich wird: Datenschutzrecht und präventive Sicherheitsgesetze (wie z.B. die Vorratsdatenspeicherung) werden auch im Bundestag voneinander getrennt betrachtet. Der Datenschutz soll die Privatsphäre wahren. Bestimmte Überwachungsbemühungen dagegen ebnen den Weg für den polizeilichen Zugriff des Staates auf deviante Personen.

Zum einen haben sich in der Vergangenheit tatsächlich neue Beobachtungskonstellationen zwischen Staat und Bürgern entwickelt, die als Ausweitung von (gegenseitiger) Überwachung interpretiert werden können. Zum anderen aber sorgt eine Stärkung des Datenschutzrechts in bestimmten Gesellschaftsbereichen für weitgehende Nutzungseinschränkung dieser Datensammlungen. Die Herstellung der inneren Sicherheit stellt jedoch die große Ausnahme da. Im Folgenden nimmt der Autor an, dass Kritiker präventiver Überwachungsmaßnahmen ihr Ziel langfristig nicht auf datenschutz- oder verfassungsrechtlicher Basis erreichen können. Proteststrategien müssten viel eher eine grundsätzliche Kritik der gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse entwickeln und artikulieren, um wirksam werden zu können.

Fazit: Ein geeignetes Buch für alle, die sich weder mit paranoiden Verschwörungstheorien, noch mit Jammerklagen über die Freigiebigkeit der Facebook-Generation zufrieden geben. Für weitere Beobachtungen dient /Regieren mit Datenschutz und Überwachung/ damit als reflektierte und differenzierte Vorüberlegung.
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