Haben Sie schon einmal ein Buch in die Hand genommen und beim flüchtigen Durchblättern das Gefühl gehabt, dieses Buch wäre nur für Sie geschrieben worden? So erging es mir mit Sandra Heinzelmanns "Regie im eigenen Leben".
Wir alles wissen - theoretisch -, daß wir den Rahmen unserer Handlungen selbst festlegen. Wir erschaffen tagtäglich unsere eigene Realität, doch daß wir dies tatsächlich tun, können wir nur schwer akzeptieren. Es gibt nichts Angenehmeres, als jemand anderem dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben, wie wir sind oder was uns passierte.
Wir haben es in der Hand, was wir genau über uns und unser Leben denken. Es ist, wie Sandra Heinzelmann wiederholt erwähnt, reine Übungssache. Und sie führt viele Beispiele aus der eigenen praktischen Arbeit als Coach an, die eines bestätigen: Sobald wir uns dazu entscheiden, Änderungen in unserem Leben vorzunehmen, fokussieren wir unsere Sprache, unser Denken und in der Folge unsere innere Einstellung und unser Verhältnis zu unserer Umwelt. Und es macht die Autorin sehr sympathisch, daß sie auch vor der Preisgabe eigener "entwicklungsfähiger" Eigenschaften keinen Halt macht.
Ich selbst halte viel von Büchern, in denen Ergebnisse und Erfahrungen sowie eigenes Erleben geschildert werden, denn sie zeigen immer wieder, daß niemand die Erfahrungen anderer machen kann, sondern nur seine eigenen. In diesem Sinne ist das Buch für mich sehr empfehlenswert.