Zu den Naturfreaks, die bei jedem Käferlein oder Würmlein ins Schwärmen geraten, gehöre ich nicht. Deshalb hielt sich meine Freude vorerst in Grenzen, als man mir nach einem Referat über Neurologie und Marketing einen Regenwald-Bildband überreichte. Doch als ich das Geschenk zuhause von der Plastikhülle befreit hatte und mit dem Blättern begann, kehrte sich die Stimmung. Was Thomas Marent in seinen Kameras einfing, ist schlicht großartig. Was andere Rezensenten zu diesem Buch meinen, kann ich daher nur bestätigen. Sogar, dass ich es ebenfalls störend finde, wenn jeder Betrachter seine Fingerabdrücke auf dem schwarzen Hintergrund hinterlässt. Aber kleine Schönheitsfehler finden sich eben überall.
Weil man nach der Lektüre der spannenden Texte und dem Betrachten der wunderschönen Fotografien ganz automatisch zum Freund der Regenwälder wird, falls man es denn nicht schon vorher war, wünscht man diesem Bildband möglichst große Verbreitung. Schade nur, dass der Preis diesem Ansinnen ein wenig im Wege steht. Das ist nicht als Kritik zu verstehen, denn ich weiss sehr wohl, was ein solches Kunstwerk kostet. Mir ist auch klar, dass es nicht am Verlag liegt, sein eigenes Produkt zu subventionieren. Aber es wäre zumindest schön, wenn dieser Bildband in allen Bibliotheken der unzähligen Ausbildungsinstitute stehen würde. Oder wie in meinem Fall als Geschenk für kleine und größere Leistungen überreicht würde.
Mein Fazit: Eine klare Fünfsternebewertung. Tolle Texte und wunderschöne Fotografien. Dazu eine doch eher außergewöhnliche CD und das gute Gefühl, "The Rainforst Foundation" unterstützt zu haben.