In den wenigen Seiten von « Regentage » versteckt sich ein kleines Meisterwerk.
Mit einer wunderschön zarten Sprache erzählt Kirsty Gunn eine sehr melancholische, streckenweise tieftraurige Geschichte über eine junges Mädchen und ihren kleinen Bruder. Während ihre Eltern in ihrem Haus ständig feiern, trinken und singen, fliehen die beiden Kinder der Welt der Erwachsenen, die sie als beängstigend und bedrohlich empfinden, in die Natur ans Wasser. Selten wurde der Gegensatz zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt derart sensibel und beunruhigend beschrieben, ohne nur ein einziges Mal den Zeigefinger zu heben.
Sehr lesenswert.