Der Kritik von Dancer "JH" kann ich mich nur anschließen, auch wenn ich nicht aus Fulda komme. Ich habe das Buch bei einem Besuch von Kloster Eberbach erstanden, wo während der Klosterführung schon dezent auf die Übertreibungen im Buch hingewiesen wurde. Die geschilderte Überschwemmung im Kloster ist aber noch das Harmloseste. Dieser Krimi erinnert mich stark an Leberwurstherstellung: Alles, was nach der Schlachtung rumliegt und noch nicht anderweitig verarbeitet wurde, wird noch schnell in die Maschine geschmissen und verwurstet. So findet sich auch in dieser Krimi-Wurst ausnahmslos alles, was rund um Kloster Eberbach verwertbar ist. Umberto Eco, Weinversteigerung, Rheingau Musik Festival, Irrenanstalt, Geheimbünde, Kirche, Nazis. Kurz:
alles was der Fremdenführer so an Geschichte(n) hergibt. Dann noch reichlich hölzerne Dialoge dazu, hier und da ein paar Anschlüsse, die nicht stimmen - es gibt ja auch grobe Leberwurst.
Ein Lektorat hätte dem Buch sicher gut getan. Und wenn es nur die die werdende Mutter vor Alkohol- und Zigarettenkonsum bewahrt hätte. Tja, in meinen Augen war der Kauf ein Satz mit 'x': War nix. Da hätte ich im Klosterladen besser ins Wein- statt ins Buchregal gegriffen.