"Regeneration" ist ein sperriges und schwieriges Drama (das nie die deutschen Kinos erreichte), das von der Freundschaft der Dichter Wilfried Owen und Siegfried Sasson und deren Erlebnisse im Ersten Weltkrieg handelt. Sicherlich kein amüsantes und einfaches Thema. Mit Jonathan Pryce, James Wilby und Jonny Lee Miller hervorragend besetzt, bewies Regisseur Gillies Mackinnon bei der Wahl des Komponisten eine sehr gute Wahl. Mychael Danna gelingt es, die triste Stimmung des Films in seiner Musik wiederzuspiegeln. Also, eine schwierige Musik für einen schwierigen Film? Könnte man fast so sagen. Die CD ist keine leichte Kost, die man mal so kurz nebenbei einwirft und durchhört. Es gibt kein einprägsames Hauptthema, leise Streicher dominieren, ab und zu eine Flöte, eine Harfe (z.B. in "Dottyville") oder ein Bläser. Selbst etwas lebhaftere Stücke wie "Toy Boats" brechen nicht aus dieser Grundstimmung aus. Neben Danna's Originalmusik enthält die CD auch noch einige Gedichte der beiden Poeten, die immer wieder über die CD verstreut auftauchen. Ob dies eine gute Idee ist, kann man sicherlich bestreiten. Während in "October Sky" von Mark Isham die eingefügten Oldies die schöne Stimmung zerstören, sind hier die Gedichte sicherlich eine Auflockerung, sie fügen sich nahtlos ein und geben dem Hörer eine ungefähre Vorstellung von dem, was der Film mittels seiner Bilder versucht: Den Horror des Krieges begreifbar zu machen.