Diese zweite Geschichte zum Leben des schillernden Regenbogenfisches ist mindestens genauso aussagekräftig und süß wie "Der Regenbogenfisch" selbst. In diesem Band taucht ein kleiner fremder Fisch im Schwarm des Regenbogenfisches auf und bittet darum, bei den Fischen, die alle so eine schöne Glitzerschuppe besitzen, bleiben zu dürfen. Aber im Schwarm tritt bei dem ein oder anderen Misstrauen auf und der Regenbogenfisch wundert sich zwar über die Sturheit, das Misstrauen und die Ängstlichkeit seines Schwarmes, aber er traut sich nicht, dem großen Zackenfisch, der meist seine Meinung durchsetzt, zu widersprechen. Der kleine fremde Fisch ist erschrocken und traurig: "Ich kann doch nichts dafür, dass ich anders bin als sie", denkt er betrübt. Plötzlich taucht ein Räuberfisch auf und alle sind in allerhöchster Gefahr, vor allem der Fremdling, der nichts von der engen beschützenden Felsspalte im Riff weiß ...
Nicht schwer zu erkennen ist, dass dieses Büchlein den kleinen Lesern bzw. Zuhörern zwischen den Zeilen Mut geben soll, andere Entscheidungen als die Allgemeinheit zu treffen und zu seinen eigenen Gefühlen und Gedanken zu stehen bzw. ganz konkret Fremden zu helfen und sie zu akzeptieren. Dies ist auf jeden Fall gelungen, noch dazu in einem Buch, das wirklich schön anzusehen und sehr gut zu lesen ist!