28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein sehr schönes Buch über das Teilen, 18. Februar 2008
Mir und auch meinem kleinen Sohn gefällt das Buch sehr gut. Ich finde einige Interpretationen hier etwas seltsam - vielleicht haben die Leute das Buch nicht richtig gelesen? Es geht nicht darum, sich Freunde zukaufen, sondern nett zu sein und zu teilen. Die gewöhnlichen Fische wollen anfangs sehr wohl trotz seiner Arroganz mit dem schönen Regenbogenfisch spielen und seine Freunde sein, und sie bewundern ihn bedingungslos. Als er aber eine etwas vorlaute Bitte eines kleinen Fisches äußerst garstig beantwortet, bewundern ihn die Fische schließlich doch nicht mehr. Und das genau stört den Regenbogenfisch, er vermißt den Kontakt zu den anderen Fischen. Der Oktopus rät ihm dann, seine Schuppen mit den anderen zu teilen, was er letztlich auch tut. Es wird in dem Buch auch eindeutig gesagt, dass er beim Teilen eine besondere Freude empfindet, weil er merkt, wie sehr sich die anderen über etwas freuen, das er ohne große Opfer abgeben kann. Das heißt, er hat etwas gelernt und hat sich verändert. Das ist doch auf das Kinderleben bezogen dasselbe, wie wenn man eine Tüte Gummibärchen oder seine Sandförmchen mit den anderen teilt. Oder befürchtet da auch jemand Freundeskauf oder kommunistische Tendenzen? Darüber hinaus ist das Buch auch äußerst schön bebildert.
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38 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Schön gemacht, trotzdem wenig überzeugend!, 18. Februar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Regenbogenfisch (Gebundene Ausgabe)
Schön gemacht ist es ja wirklich, das Buch vom kleinen Regenbogenfisch, aber das sollte nicht über die merkwürdige Geschichte und die leicht falsch zu verstehende Botschaft hinwegtäuschen! Der Regenbogenfisch ist auffallend schön, aber arrogant und abweisend - klar dass er keine Freunde hat! Erst als er seine Glitzerschuppen verteilt findet er Freunde, erkauft sie sich förmlich! Meine Tochter fragte nach der ersten Lektüre: "ist der Fisch denn jetzt auch nett geworden oder mögen die den nur wegen den Geschenken?" Eine berechtigte Frage zu einer erklärungsbedürftigen Geschichte!
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39 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Erfolg nur dank der Aufmachung?, 15. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Regenbogenfisch (Gebundene Ausgabe)
Es ist eine seltsame Moral, dass ein stolzer und schöner Fisch nicht gemocht wird. Wenn er aber der Erpressung der anderen Fische Folge leistet und seine Glitzerschuppen alle – bis auf eine einzige – abgibt, mögen sie ihn und spielen mit ihm. Erst wenn alle Fische gleich aussehen, der Regenbogenfisch nichts Besonderes mehr ist und nicht mehr der schönste Fisch im Ozean, ist er wohl gelitten.
Sein Charakter scheint kongruent mit der Anzahl seiner Glitzerschuppen zu sein. Viele Schuppen gleich stolz und abweisend, allein und ohne Freunde. Eine Schuppe - wie jeder andere Fisch auch - gleich nett und zuvorkommend, in Gemeinschaft und mit zahlreichen Freunden. Sehr seltsame Moral. Und dass der „weise Tintenfisch“ dieses von ihm verlangt, setzt dem die Krone auf – was soll dieses alberne Klischee, gepaart mit diesem Verlangen nach Anpassung?
Jetzt kann man einwenden, dass dies eine Interpretation eines Erwachsenen ist, die der Zielgruppe – Kinder ab vier Jahren – zuviel zumutet und falsche Maßstäbe anlegt. Dem sei geantwortet, dass diese Geschichte auch vom pädagogischen Standpunkt aus höchst ungünstige Lehren anbietet.
Sie suggeriert dem „hässlichen“ Kind, dass es Freunde findet, wenn es von ihnen verlangt, sich nicht allzu schön zu machen. Und von den „schönen“ Kindern verlangt die Geschichte, sich nicht aus der Masse heraus zu heben, sondern möglichst ähnlich zu sein und zu wirken wie alle anderen. Gleichmacherei ist die Botschaft.
Und wenn man es im übertragenen Sinn interpretieren würde, was aber ein Kind nicht kann, es versteht die Geschichte wortwörtlich, dann verlangt diese Geschichte, Eigensinn und Individualität abzulegen und sich den Wünschen der Mehrheit anzupassen.
Das kann also nicht der Grund für den Erfolg sein. Bleiben die Bilder und die Besonderheit dieses Buches, wie auch vieler anderer Bücher von Marcus Pfister: die Diffraktionsfolie.
Die Bilder sind ein wichtiger Grund für den Erfolg, aber kein hinreichender. Sie sind schön und liebenswert, aber sie zeigen immer nur den einen Fisch und seine nicht-glitzernden Verwandten – zuwenig für den enormen Erfolg.
Bleibt einzig und allein die Diffraktionsfolie. Sie ist einzigartig, oder war es 1996, und verführt Erwachsene, dieses Buch zu kaufen, und reizt Kinder allein aus optischen Gesichtspunkten zum Kauf.
Dieser Schlüsselreiz ist so stark, dass jeder dieses Buch in die Hand nimmt, wenn es zwischen den anderen Bilderbüchern liegt, und er führt öfter zum Kauf, als es der Inhalt oder die Bilder erreichen könnten. Den Erfolg kann man an der enormen Folgeproduktion von Büchern mit diesen Folieneffekten ablesen.
Fazit: Es ist eindeutig, dieses Bilderbuch ist schlecht. Sein Erfolg liegt in dem brillanten Einfall, eine Folie in die Bildoberfläche einzulassen, die bei wechselndem Lichteinfall kleine Kreise aufleuchten lässt. Dieser Effekt, der die Folie in allen Regenbogenfarben schillern lässt, reicht aber nicht als Grund, dieses Buch zu kaufen. Es gibt wunderschöne Bilderbücher von Marcus Pfister, der vor allem als Zeichner großes Talent beweist und es in zahlreichen Publikationen nachweist. Kaufen Sie eins dieser Bücher - und zwar eines der Bücher, die ohne Diffraktionsfolie auskommen – es sind seine Besten!
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