Manfred Curry segelte Regatten von 1912 bis 1931. Das mag in unserer auf Neuigkeiten fixierten Zeit ein steinzeitliches Zeugnis sein.
Aber ungeachtet aller Neuerungen im Segelsport gibt es einige grundsätzliche Dinge im Wettkampf.
In den 20er Jahren war Wettsegeln ein Vergleich: welches Boot segelt auf dem selben Kurs schneller?
Man behinderte sich aber gegenseitig nicht.
Das hat sich geändert.
Curry hat die Regatta in einen Kampf Boot gegen Boot zerlegt.
Bestehend aus Abwehr und Angriff.
Diesen schildert er in einzelnen Szenen.
Das Curry-Buch besteht im Wesentlichen aus Zeichnungen: taktische Ausgangslagen am Start, vor der Kreuzboje, am und vor dem Wind, vor dem Ziel.
Das ist kein Buch, um es zu lesen, das ist ein Buch, um es zu studieren. Der Regattasegler kann taktische Lage um Lage nachblättern, und die von Curry vorgeschlagene Strategie zu studieren, vorwärts zu kommen.
Curry ist ein Meister - allerdings muss man aufpassen: manche Regel hat sich geändert, für die Currys Vorschlag aktuell nicht mehr gelten kann.
Die Grundlagen des Regattasegelns lassen sich hier aber gut studieren.
Curry war ein sehr erfolgreicher Regattasegler. Sein Buch ist für mich Standardliteratur.
Chapeau vor Herrn Curry.