Die Platte entstand so: Willard Grant Conspiracy - diese sich personell ständig im Fluss befindliche Truppe rund um Sänger und Songwriter Robert Fisher - sollten in Slovenien ein Festival spielen. Kaum in Ljubljana angekommen, besuchte man den dort ansässigen Chris Eckman, seines Zeichens Frontmann der Walkabouts. Dieser wiederum hatte Lust auf eine Session und so ging man eben ins Studio. Das Ergebnis liegt jetzt vor.
Zu hören sind viele Geigen, viele Mollakkorde und zauberhafter, elfengleicher Backgesang unter anderem beigetragen von Jess Klein (was für eine Stimme!) und Kristin Hersh (Throwing Muses). Fishers Gesang bewegt sich auf der Ebene von Nick Cave und Konsorten. Seine Kompositionen dagegen sind deutlich feiner gesponnen als die der Konkurrenz. Das schützt ihn nicht vor mancher Belanglosigkeit („Another man is gone"), erzeugt aber auch wahre Wunder an melancholischen Songs. Vor allem das herausragende „The trials of Harrison Hayes" muss man erwähnen und empfehlen, aber auch das bereits erschienene „Twistication", bei dem Fisher wie Kurt Wagner singt.
Unterm Strich finden sich auf „Regard the end" zwar eine ganze Reihe lohnenswerter Stücke, der Rest ist aber etwas sehr beschaulich geraten. Beschaulich wie Ljubljanas Innenstadt.