Dieses Positionspapier des arbeitgebernahe Wirtschaftsforschungsinstituts »Institut der deutschen Wirtschaft« in Köln analysiert den Status quo der Lehrebeschäftigung in Deutschland sowie internatonal und unterbreitet einen Vorschlag zur Reform der Besoldung.
Die Autoren untersuchen die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften im internationalen Vergleich sowie die personalrechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Sie stellen fest, dass das Tätigkeitsumfeld von Lehrer in Deutschland geprägt ist »durch einen relativ großen Handlungsspielraum, eine geringe Kontrollintensität und so gut wie keine positiven oder negativen Anreizmechanismen, die zu effizienz- und qualitätssteigerndem Verhalten bewegen könnten.« (Klein/Stettes 2009: 35) Darüber hinaus behindern diverse Faktoren (durchschnittlich hohe Gehälter, Beamtenstatus etc.) einen Berufswechsel ungeeigneter Lehrkräfte (ebd.).
Die Autoren schlagen ein neues Besoldungssystem vor, das aus einem Grundgehalt, Zulagen und Prämien besteht.
Das Positionspapier ist klar, strukturiert und verständlich geschrieben. Es ist eine gute Ausgangsbasis für eine Diskussion über die Reform der Lehrervergütung. Die Autoren schlagen sich weder auf die Seite der Lehrerinnen und Lehrer noch auf die der Bildungsbehörden, sodass ihr Vorschlag sehr ausgewogen ist.
Klein/Stettes präsentieren ebenfalls verschiedene Szenarios, die zeigen, dass eine Leistungsanreize setzende Reform für die Länder finanzierbar ist.