Buchrezension „Reflexbogen: Geschichte und Herstellung“ Mit dem neu erschienenen Buch „Reflexbogen: Geschichte & Herstellung“ ist nun ein umfassendes Nachschlagewerk zu diesem legendären Waffentyp erhältlich. Die erste Hälfte des Buches bringt dem Leser die Jahrtausende alte Geschichte dieser Bogenform auf einzigartige Weise näher. Angefangen von der Jungsteinzeit über die Steppenkulturen der Skythen bis hin zur frühen Neuzeit wird die Verwendung des Reflexbogens in verschiedenen Regionen der Erde, von Mitteleuropa bis Japan, im Detail dokumentiert. Die archäologischen Befundbeschreibungen sind fundiert und gut recherchiert, jedoch dank der zahlreichen Abbildungen von Originalfunden, Bildquellen und Rekonstruktionen keineswegs „trocken“. Eine Besonderheit dieses Buches ist die Betrachtung der Originalfundstücke nicht nur aus archäologischer, sondern auch technischer Sicht. Durch Materialuntersuchungen, physikalischen Berechnungen und Rekonstruktionen werden dem Leser die Bauweise und die Schussleistung der jeweiligen Fundstücke auf nachvollziehbare Weise näher gebracht. Nicht nur die Bögen selbst, sondern auch deren Zubehör werden in diesem Werk vorgestellt. Verschiedene Pfeilspitzenformen von der Skythenzeit bis zum Mittelalter werden in einem eigenen Kapitel chronologisch dargestellt, ebenso wird auf die Schmiedetechnik bei der Herstellung der verschiedenen Formen eingegangen. Auch Ausrüstungsgegenstände wie Köcher, Rüstungen, Schießhandschuhe und Daumenringe aus unterschiedlichen Zeitstellungen werden vorgestellt und verglichen. In der zweiten Hälfte des Buches wird verstärkt auf die Technik des Reflexbogenbaus eingegangen: Häufig verwendete Materialien werden vorgestellt, der Bau verschiedenster Reflexbogen, vom skythischen Hornbogen bis zum amerikanischen Recurve, wird Schritt für Schritt dokumentiert. Auch dem Leser ohne Bogenbaukenntnisse wird hiermit die Technik des Bogenbaus auf anschauliche Weise näher gebracht; der ambitionierte Bogenbauer erhält wertvolle Tipps und Anregungen von erfahrenen Profis. Egal ob Bogenbauer, Schütze oder Geschichtsinteressierter, ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen. Durch die sorgfältige Recherche und Quellenangabe eignet es sich auch als wertvolles Nachschlagewerk für Archäologen und Historiker. (Angela Graefen) --Archäologie Online, 2.8. 2009
Reflexbogen, Kompositbogen, Reiterbogen, Recurvebogen, Amorbogen... so werden all die Bogentypen mit ihrer auffallend geschwungenen Form genannt. In diesem Buch wird dargestellt, wie man sie baut, und welch große Bedeutung sie in der Geschichte hatten. Von frühen Felsbildern bis zum modernen Fiberglasbogen, von Westeuropa über den Orient und Asien bis nach Nordamerika. Namhafte Autoren und erfahrene Bogenbauer geben hier erstmals ihr Wissen gesammelt weiter. Das neue Standardwerk zum Thema! Das Besondere an dem Buch ist die überwältigende Informationsdichte und der dennoch kurzweilige Lesegenuß zusammen mit vielen hervorragenden Abbildungen. --Büchsenmacher 08/2009
Den Bogen raus hat der Verlag Angelika Hörnig. Dessen Buch Reflexbogen - Geschichte und Herstellung beschreibt auf 336 Seiten die Entwicklung des charakteristischen Bogentyps mit seiner auffallend geschwungenen Form. Es zeigt dessen Entwicklung und wie man seinen eigenen baut. Hochglanz-Papier, zahlreiche Fotos und Grafiken und ein Lesebändchen machen das Buch auch haptisch zu einem Genuss. SH --Visier 12/2009
l have received a rather beautiful book entitled 'Reflexbogen - Geschichte & Herstellung'. As you will have guessed from the title it is in the German language but, surprisingly, despite my meager - not quite GCSE level -German l have found it very enjoyable. The book is hardback and contains 336 high quality, glossy pages most of which hold at least one attractive Illustration. Recurve bows have been developed in most of the world's cultures and this book considers their place in history in Western Europe, the Orient and Asia and in North America. Several well known authors and bowyers share their knowledge on various aspects of the recurved bow. Much of the information is new and not a rehash of old material often found in this type of book. There are chapters on: - The Neolithic period (cave paintings show recurved bows. But in some of these illustrations the bow string is also recurved and so one wonders how accurate they are!) - The Scythian bow - The Subexi-bow and the Silk road - Japanese archery (a substantial 60 page section describes the history of Japanese archery and considers the various bow and arrow types) - Replica of the Ottoman bow - The American recurve bow - The mechanics of static recurves (with enough mathematics to satisfy the most numerate of us) - Plus 6 others This is a welcome addition to the library of anyone interested in traditional archery. It is about to be placed on my shelves right next to the English-German dictionary. --The Glade No. 126/2009
Reflexbogen sind Bögen, bei denen die Wurfarmenden vom Schützen weg weisen. Mehrheitlich sind diese Bögen aus verschie¬denen Werkstoffen hergestellt, in diesem Falle wird von Kompositbogen gesprochen. Über diesen charakteristischen Bogentyp ist in der Vergangenheit viel geschrieben wor¬den, es haftet ihm auch eine gewisse Mystik an. Erstmals versucht eine deutsche Publika¬tion sich diesem Thema ganzheitlich anzu¬nehmen. Man sollte das Werk als Zusammenfassung des aktuellen Wissens verstehen, das sich an einen gemischten Leserkreis: Historiker, Praktiker und Theoretiker, wenden möchte. Das Buch besticht durch hochwertige Bin¬dung und ein exzellentes Layout. Das Bild¬material ist hervorragend, und da es auf diesem Gebiet nichts Vergleichbares gibt, sei das Werk jedem Bogeninteressierten empfohlen. In jedem Fall ist das Buch sein Geld wert. (Auszug aus der Besprechung von Jens Sensfelder) --Waffen- und Kostümkunde Bd. 51/2009/ Heft 2
Reflexbogen, Kompositbogen, Recurvebogen oder Reiterbogen -so werden all die Bogentypen mit ihrer auffallend geschwungenen Form genannt, die nicht mehr das einfache Ur-Prinzip des gebogenen Stocks vertreten, sondern sich in unzähligen Abbildungen als der Archetyp des Bogens in unserer Kultur und unserer Bewusstsein eingeprägt haben. Dieser Bogentyp scheint als Waffe so beeindruckend gewesen zu sein, dass er von allen Kulturen, die damit in Berührung kamen, direkt übernommen adaptiert oder doch zumindest mit so großem Respekt und mit hohem Ansehen bedacht wurde, dass seine kulturellen Nachwirkungen bis heute zu spüren sind. Ohne Übertreibung handelt es sich bei dieser großartigen Veröffentlichung um eine Enzyklopädie des Reflexbogens. Ein Standardwerk, das seine Wirkung über viele, viele Jahre entfalten wird. Eine unverzichtbare Quelle für alle, die diese traditionelle Waffe lieben. Die Autoren stellen eine Art „Who's Who" der deutschsprachigen Szene des traditionellen Bogenschießens und des Bogenbaus dar. Genannt seien hier nur als Beispiel Michael Bittl, der eine vorzügliche Arbeit über das „Horn im Bogenbau" abliefert, sowie Jaap Kopedrayer mit seinem Beitrag „Der amerikanische Recurvebogen". Dieses vorzügliche Buch ist höchst empfehlenswert für jeden, der selbst Bogen baut, der mit Bogen schießt, oder der sich intensiv für die Kultur des Bogenschießens interessiert. Auch gestalterisch und handwerklich ist der Band eine Freude für das Auge. Dietmar Kuegler --Verlag für Amerikanistik 4/2009
Es ist Lesebuch und Nachschlagewerk zugleich: Der mit 336 Seiten und zahlreichen Abbildungen ausgestattete, großformatige Band „Reflexbogen. Geschichte und Herstellung“ befasst sich in einem der 13 Kapitel auch mit dem japanischen Bogen und darüber hinaus mit Kyudo im Allgemeinen. Der Autor dieses Kapitels, Fritz Eicher aus Bad Dürkheim, ist selbst Kyudoka und verfügt über langjährige Erfahrung. Er hat hier eine Fülle von Informationen rund um den Kyudo-Bogen zusammengetragen, die von vielen Bildern und Zeichnungen ergänzt werden. Dies sind wertvolle Informationen für alle, die sich intensiver mit ihrem Übungsgerät und dessen Geschichte auseinandersetzen wollen. Und für alle, die über die eigene Pfeilspitze hinausschauen wollen, sind auch die anderen Kapitel dieses Buchs durchaus lesenswert! Auch wenn die Titelgestaltung nicht ganz überzeugt: Der umfangreiche Bildband, zu dem mehrere Autoren ihre speziellen Kenntnisse beigesteuert haben, besticht im Ganzen durch eine wirklich gute Aufmachung. Die Seiten sind angenehm, übersichtlich und lesefreundlich gestaltet, die Bilder sind gut aufbereitet. Für kleine Verlage nicht selbstverständlich, aber eine gute Möglichkeit sich in den entsprechenden Nischen zu profilieren: Auch die Herstellung des Buches selbst lässt wenig zu wünschen übrig – so sollte es sein, wenn man sich an ein Publikum wendet, das in der Regel edles Material und gutes Handwerk zu schätzen weiß. --Zanshin Kyudomagazin 1/2009
Wer sich für berittenes Bogenschießen speziell und traditionelles Bogenschießen allgemein interessiert, der kommt um dieses Buch nicht herum: Hier wird alles über diese spezielle Bogenart erklärt, zahlreiche Farbabbildungen machen es zu einem echten Lesevergnügen. --Waffenmarkt -Intern 7/2010
Reflexbogen, Kompositbogen, Recurvebogen, Reiterbogen, Amorbogen...
... so werden all die Bogentypen mit ihrer auffallend geschwungenen Form genannt, die durch ihre Eleganz und Leistung beeindrucken. Seit Tausenden von Jahren verkörpern sie höchste Handwerkskunst und haben bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Und dennoch wäre das Wissen über sie beinahe verloren gegangen.
Namhafte Autoren und erfahrene Bogenbauer geben hier erstmals ihr Wissen weiter: Von alten Felsbildern bis zum modernen Glasfiberbogen, von Westeuropa über Orient und Asien bis nach Nordamerika. Archäologische Funde, Rekonstruktionen, Schussversuche, geschichtliche Zusammenhänge. In praktischen Bauanleitungen wird gezeigt, wie man sich seinen Reflexbogen selbst herstellen kann.