h. grimaud liebt es, auf ihren cds ganz eigenartige kombinationen zu bieten. etwa auf "credo", wo beethovens "chorfantasie" neben pärts "credo" steht und man den eindruck gewinnt: die gehören irgendwie zusammen. so auch hier: robert schumann, clara schumann, johannes brahms fonden auf réflexions zusammen. hier liegt die besonderheit nicht in der epochenübergeifenden schau auf werke zu einem bestimmten thema, sondern auf der beleuchtung des bezeihungsdreiecks zwischen diesen drei komponisten über sämtliche gattungsgrenzen hinweg: schumanns klavierkonzert steht neben lieder seiner frau, die anne-sophie von otter interpretiert, es folgt die cellosonate nr 1 von brahms. ein wunderbares prgramm, zusammengehalten vom sensiblen klavierspiel grimauds, die als solistin im schumannkonzert genauso zu überzueugen vermag wie als begleiterin von anne-sophie von otter und als dialogpartnerin des cello in der brahms-sonate. eine cd, die wie gemacht ist für einen winterlichen musikhörabend. ich bin begeistert.