Der Engländer O'Hanlon bahnt sich im Kanu, zu Fuß, kletternd, watend und auf allen vieren einen Weg durch den Regenwald Süd-Venezuelas auf der Suche nach den gefürchteten Yanomani-Indianern. Begleitet wird der englische Gelehrte vom Casinobesitzer Simon, der seinen Mut bald bereut. Im Dschungel gibt es keine ausgetretenen Pfade, keine Zivilisation, nichts außer einer mörderischen Bruthitze in einem Waldmeer voller Sümpfe, heimtückischer Parasiten und Krankheitserreger. Diesem Klima halten weder Ausrüstung noch menschliche Kräfte stand. An der Tagesordnung sind Hunger, Durst und Todesangst sowie jede Menge auswegloser, aber auch haarsträubend komischer Situationen. Dabei ist unübersehbar, daß auch die technischen Errungenschaften des späten 20. Jahrhunderts einem Dschungeltrip nur wenig von seinen Schrecken und Strapazen nehmen können.
Fanzit : Wer Charles Darwins oder Alexander von Humboldts Reisebeschreibungen über den südamerikanischen Kontinent verschlungen hat, wird auch diesem neuzeitlichen Reisebericht trotz einiger Längen etwas abgewinnen können. Wer sich für die Thematik bisher nicht interessiert hat, gleichwohl einen Versuch wagen will, sollte von dem 410 Seiten langen Buch des 1947 in Dorset geborenen Autors besser die Hände lassen.