Wer sich mit Pädagogik beschäftigt, sollte sich mit BUBER beschäftigen, denn BUBER ist einer der Grundsteinleger unserer modernen Erziehung.
Der am Anfang schwer zu lesende Stil fällt einem schnell leicht, wenn man sich ein wenig mit BUBER auseinandergesetzt hat.
Allerdings ist teilweise Sekundärliteratur zu empfehlen um einen Einstieg in seine interessanten, aber teils schweren Gedankengänge zu finden.
Dieses Werk zeigt 3 Reden von Martin Buber, die seine Vorstellung von Erziehung veranschaulichen. Nach BUBER ist ein erzieherisches Verhältnis eine Umfassung, ein einseitiger, erzieherischer Dialog.
Beginnen tut er in seiner ersten Rede: "Reden über Erziehung" mit der These, dass es den Beschäftigungsdrang bei Kindern nicht gäbe. Vielmehr sieht BUBER einen Urhebertrieb. Er schreibt, dass Kinder nicht tätig sein wollen. Kinder wollen nach BUBER etwas schaffen oder etwas zuerstören.
BUBER beschreibt im weiteren Verlauf verschiedene Methoden, die für eine gute Erziehung notwendig sind. Insbesondere geht er dabei auf die Beziehung zwischen "Zögling und Erzieher" ein, die er wie oben genannt mit seinem dialogischen Prinzip beschreibt.
Insgesamt finde ich dieses Werk sehr gut, da es auch noch heute ein großes Maß an Aktualität besitzt. Daher kann man bei vielen Dingen (auch in Bezug auf die Mediatisierung)auf BUBER zurückkommen um bestimmte Thesen oder Standpunkte zu untermauern.