Stellenweise ist der Film durchaus informativ. Ansonsten wirklich eher ärmlich, es fehlt einfach Tiefgang.
Es ist eben doch eine Kunst emotional, aber nicht pathetisch zu werden, was hier einfach nicht gelungen ist.
Der Film bedient Klischees zu einfach, z.B. in der Szene, in welcher der Junge Stan (zum ersten mal?) Kontakt mit der neuen Welt South Central LA's hat, nach dem Umzug von Louisiana dorthin. Stanley tritt aus dem Haus und wird mit den Worten "Where are you from?" von einem anderen Jungen seines Alters grundlos niedergeschlagen, danach sieht man einen Hundekampf, der darin mündet, dass sich eben diese beiden Jungen vor den Augen der sensations- und gewaltgierigen Erwachsenen schlagen müssen. (Die Szene soll die Schwierigkeiten darstellen, die mit dem Umzug einhergingen).
Wer boyz 'n the hood gesehen hat, weiß, dass die erschreckenden Zustände (in dem Falle Compton) in den Städten der USA auch auf weit subtilere Art darstellbar sind, und dabei tiefer unter die Haut gehen.
Ich kann nichts zum 5.1 Ton sagen, aber selbst in Stereo ist der Sound kein Genuss. Stellenweise fand ich sogar die Deutsche Nachvertonung gelungener.
Gegen 3/4 des Films (O-Ton) erinnere ich mich an eine Szene in der Stan schnieft. Auf eine furchtbar aufdringliche Art setzen alle Grundgeräusche kurz aus und kehren dann wieder, der Sound pumpt manchmal richtig. Wer den Effekt eines einfachen Kompressors (z.B. bei Videoaufnahmen einer Digitalkamera) einmal gehört hat wird wissen, was ich meine.
Auch, wenn dies kein besonders qualifiziertes Fazit ist, trifft es mein Gefühl am Besten: Im Großen und Ganzen ist der Film billig aufgezogen! Schade, das Thema hat mehr verdient.