Habe grade dieses Buch im Regal untergebracht. Und ich bin davon angetan. Nicht begeistert, nicht enttäuscht, nein "angetan" ist das Wort. Nach „Rainbow Six" und „Bear and Dragon" war ich besorgt, ob Clancy überhaupt noch einmal interessant schreiben wird - er hat es geschafft! Mit Unterhaltung! Keine oberflächliche Action, kein gottgleicher Jack Ryan, der wieder mal die Welt rettet, keine Army, die auch den 10:1 überlegenen Gegner einfach wegputzt. Statt dessen Clancy als Erzähler: Geschichten über Amis in England, Spione in Moskau und KGB-Offiziere in Gewissensnöten, alles Sachen, die entweder uninteressant oder unmöglich sind. Dazu paßt die Geschichte hervorragend (als chronologisch dritter von elf Romanen) in die bestehende Ryan-Serie: zwischen „Patriot Games" und „Red October", keine bisher unbekannten Heldentaten, mehr persönliche Details. Mir hat „Red Rabbit" jedenfalls den nach „Bear and Dragon" verlorenen Appetit wiedergegeben. Mein Favorit: Clark und/oder die Foleys im Iran...