Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag des Herrn kommt, der große und schreckliche Tag.
(Joel 3,4)
Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch, als ich in einem Impuls darüber hört und es daraufhin viele meiner Freunde zu lesen anfingen. Schön, dachte ich mir. Mitreißend auch... aber Lust, das Buch zu lesen? Nein, nicht unbedingt. Irgendwann wurde ich aber doch neugierig. Gekauft (und gelesen) hab ich es aber eigentlich nur, weil ich es verschenken wollte und halt wissen wollte, was ich da verschenke.
Zuerst sollte ich vielleicht erklären, was 24-7 überhaupt ist:
24 steht für 24 Stunden.
7 steht für 7 Tage.
24-7 steht für 24 Stunden Anbetung/Gebet 7 Tage die Woche.
Die Erweiterung wäre dann 24-7-365 (keine Ahnung, warum nicht 52 ;))
Das Buch handelt eigentlich von einer ganz einfachen Sache:
Nämlich davon, wie Pete Greig überhaupt erst die Idee für 24-7 hat, wie sich zögerlich ein Tag Anbetung entwickelt, wie daraus eine Woche, ein Monat, ein ganzes Jahr ... (fast) überall auf der Erde wird.
Das Buch beginnt sehr zäh, den Einstieg fand ich echt mühsam und ich war versucht, wieder abzubrechen, aber ich dachte mir, dass das Buch doch nicht umsonst solche Wellen schlägt.
Irgendwann aber war ich auf einmal mitten drinnen, konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, es war sooo toll. Nicht die "Geschichte" (iSv Story) selbst (bzw nicht hauptrangig), sondern einfach die Erzählungen, das Feuer der ganzen Anbetungen, die Zeugnisse der Menschen. Vieles wird mit Bibelstellen hinterlegt, Vieles wird beschrieben, was erst später klar wird. Mitten drinnen findet sich dann auf einmal Vision, die im Buch aber ganz anders (ich finde besser) wirkt!
Das Buch wirkt echt. Es ist nicht alles gut, nicht alles wird mit Fingerschnipsen erreicht, hinter den einzelnen Abschnitten stehen oft Mühseligkeit, Entbehrungen, Abenteuer, Mut.
Gestört hat mich ein bisschen, dass es zB oft hieß "... und er entschloss sich, Christ zu werden!". Klar, in das Buch passt nicht hinein, wie sich jemand dazu entschloss, wie es kam etc, aber diese Formulierung kam so oft vor, dass ich manchmal das Gefühl hatte, hier ginge es darum, schöne Schuhe zu kaufen.
Das Ende wurde mir auch zu lange... für die Geschichte ist zwar alles wichtig, was beschrieben wurde, aber ich fand es zu lang, zu ausschweifend. Der Schreibstil ist zwar großteils richtig packend, aber als die Geschichte zu lange wurde, wurde der Schreibstil auch nervend... so irgendwie. Am Schluss war ich doch froh, als ich durch war. Insgesamt gesehen finde ich das Buch ein kleines Bisschen überbewertet, obwohl es mitten drinnen echt toll ist, Feuer entfacht und (zumindest mir) richtig große Lust auf Anbetung gemacht hat. Während dem Lesen hatte ich richtig Lust, vorm Allerheiligsten zu knien und zu beten! Am Ende des Buches steht eine Einladung, sich dieser Armee anzuschließen (die ich aber, ehrlich gesagt, nur überfolgen habe, da mir das Buch schon zu lange wurde).
*You see bones? - I see an army!
Und es wird geschehen: Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem gibt es Rettung, wie der Herr gesagt hat, und wen der Herr ruft, der wird entrinnen.
(Joel 3,5)