Wes Craven, unter anderem Regisseur der Horrorfilme "Scream", "Vampire in Brooklyn" und "Verflucht - Cursed", inszenierte mit "Red Eye" erstmalig einen überdurchschnittlichen und atmosphärisch beklemmenden Thriller. "Red Eye" ist nicht nur von einem klaustrophobischen Filmset in Form einer Flugzeugkabine gekennzeichnet, sondern bietet einen beunruhigenden und kontinuierlichen Spannungsaufbau - wobei dieser eher aus den psychologisch differenziert ausgearbeiteten Dialogen der Hauptdarsteller und einer vorherrschenden Situation der Unausweichlichkeit gewonnen wird, als durch Action-Sequenzen. Im sich dann wiederum beinahe überschlagenden Showdown tritt dann letztendlich auch das für Craven typische filmische Element des 'Wer-flieht-hier-vor-wem'-Themas in Erscheinung. Fazit: Weder die Regieleistung, noch die Kameraführung, noch die Bleuchtung, noch die Darsteller oder die Synchronisation deuten auf einen B-Film hin. Ganz im Gegenteil. "Red Eye" nimmt es mit deutlich kostenintensiveren Produktionen auf. Craven liefert mit dem vorliegenden Film einen inspirierten und empfehlenswerten Thriller ab. Horrorfilm-Anhänger und Freunde reiner Action-Filme dürften hingegen eher enttäuscht sein. Die Filmkulisse des Flugzeugs wurde im Übrigen in "Flightplan" mit Jody Foster erneut aufgegriffen, wenngleich in einem anderen Kontext.