Der Film zeigt in dramatischer Form das Ausmaß der Grausamkeiten während der Apartheid. Im Rahmen der Aufarbeitung versucht die 'Wahrheits- und Versöhnungskommission' vor Ort Licht ins Dunkel dieses Kapitels der südafrikanischen Geschichte zu bringen. Es wird ein komplexes Geflecht von Beziehungen und Abhängigkeiten durchleuchtet. Und vom Standpunkt der 90er Jahre stellt sich die Frage nach Vergebung oder Vergeltung. Wir sehen auch, welche Möglichkeiten sich ergeben für damals schuldig gewordene. Nach einem Geständnis bietet sich ihnen die Gelegenheit durch Amnestie einer Strafverfolgung zu entgehen. Dabei kann es schon vorkommen, dass es zu einem Deal zwischen den Parteien kommt, um die wirklichen Bösewichte zur Verantwortung zu ziehen. Anfangs etwas zäh und unübersichtlich, nimmt die Handlung dann aber an Fahrt und Dramatik auf. Ein Schritt auf dem weiten Weg, am Kap eine gemeinsame Nation aus Schwarzen und Weißen entstehen zu lassen. Aber die Wunden sitzen tief, Täter und Opfer kennen sich und können sich immer noch begegnen. Ein Zitat von Bischof Tutu, dem Gewissen des Landes, gibt die Richtung vor. Gut gemachte, packende Schilderung einer Zeit, die noch gar nicht so weit zurück liegt.