Es gibt viele Filme, die ich wirklich mag, aufgrund ihres Einfallsreichtums, Witzes, der einsogenden Atmosphäre, der wendungsreichen Geschichte oder was auch immer schätze. Ich denke nicht, dass Red Dirt der beste Film ist, den ich kenne, aber mehr oder weniger peinlicherweise ist dies ganz klar mein Lieblingsfilm.
Manche mögen ihn langweilig finden, aber ich bevorzuge etwa das langsame Erzähltempo. Ich kann es nicht leiden, wenn Filme übereilt sind und die Charaktere keine Zeit zur Entwicklung haben. Ich versuche objektiv den Film zu beurteilen.
Ich denke die schauspielerischen Leistungen sind ziemlich beeindruckend, vor allen Karen Black als Wiitwe, die seit Jahren kaum noch das Haus verlässt ist wirklich großartig. Gegen die anderen ist nichts zu sagen, die Fremdling hat vielleicht nicht allzu viele Facetten aber sonst erledigen wirklich alle ihren Job gut.
Wie schon der andere hier erwähnte sind die Bilder genial, sie machen viel bei dem Film aus, denn eigentlich ist es doch ein Märchen in den Südstaaten, ein Fremdling kommt vorbei, sie verlieben sich und wollen gemeinsam abhauen. Natürlich ist das alles nicht so einfach.
Das Musikthema, welches immer wieder aufkreuzt ist auch herrlich und gleichzeitig bedrückend.
Das Ende erscheint mir ehrlich gesagt nich so ganz recht, irgendwo wirkt es auf mich etwas gezwungen, dass die beiden sich trennen.
Objektiv gesehen denke ich ist der Film nicht allzu besonders wenn ich drüber nachdenke, die Geschichte ist sehr klassisch, wenn auch auf zwei Männer bezogen, sie ist auch nicht ideal erzählt, viele Überraschungen gibt es nicht, aber die Umsetzung hat mich irgendwie überzeugt.
Achja, allzu viele homoerotische Szenen gibt's nich, also vergesst es deswegen!!!