Lesen Sie zuerst Black, bevor Sie Red lesen!
Lesen Sie auch nicht die Rezensionen zu Red, bevor Sie Black gelesen haben!
Der Inhalt (ohne zu viel zu verraten):
Hunter lebt weiter in den beiden Welten, die Umstände der einen sind aber vollkommen neu. Beide Welten muss er vor ihrer jeweils drohenden großen Katastrophe retten, und es wird hier nicht verraten, ob es ihm gelingt...
Die Shataiki bestimmen das Leben der Wüstenmenschen. Die Folgen zeigen sich in einer schlimmen Hautkrankheit. Nur die wenigen Eljon-Treuen, die die sieben Wälder dieser Welt bewohnen, baden noch täglich in Eljons Wasser - die einzige Möglichkeit, dieser Krankheit zu entgehen. Thomas von Hunter, der seit vielen Jahren dank der Rhambutan-Frucht nicht mehr träumt, ist zum Anführer der Wächter des Waldes emporgestiegen und für die militärische Verteidigung der Wälder gegen die Wüstenhorden verantwortlich. Doch jene werden immer stärker. Schließlich muss Thomas zur Verteidigung Wissen aus der "alten Welt" holen: Er setzt Rhambutan ab und träumt wieder. Und so geht in der anderen Welt die Bedrohung durch das Raison-Virus weiter.
Die Handlung:
Die ersten ca. 70 Seiten sind vielleicht ein bisschen langatmig, aber danach ist "Red" genauso fesselnd wie "Black". Es ist kein neuer Aufguss der Geschichte aus dem Bunten Wald, sondern Dekker präsentiert dem Leser eine vollkommen neue Ausgangslage. Die Handlung in der Wüstenwelt ist viel dramatischer als im Bunten Wald und bietet weniger Verschnaufpausen.
Die Parallelen:
Man sollte sich hüten, in der Geschichte der Wüstenhorden nur einfach eine fantastische Nacherzählung der Heilsgeschichte zu erwarten. Nein, Dekker entwickelt hier ist eine eigenständige Geschichte, die allerdings Parallelen zur Heilsgeschichte unserer Welt aufweist. Aber immer, wenn man meint zu wissen, worum es geht, überrascht einen Dekker aufs Neue, denn es kommt ganz anders...
Die Welt:
Die Wüstenwelt, der Schauplatz in "Red", wird viel spärlicher beschrieben als der bunte Wald in "Black". Die Wüstenwelt dient lediglich als Bühne für die Handlung; diese ist dafür umso spannender und packender. Niemand sollte hier also ein neuerschaffenes Universum erwarten, wie man es bei Narnia oder beim Herrn der Ringe findet.
Zusammenfassung:
Mit "Red" hat Dekker einerseits an Bewährtem aus "Black" angeknüpft, aber trotzdem mit ganz neuen Ideen etwas ganz Neues geschaffen. Die beiden Geschichten sind sehr sehr spannend, voller Action und bieten dazu auch noch Anspruch. "Red" hat meine Erwartungen nicht enttäuscht, und ich empfehle diese Lektüre jedem, der "Black" gelesen hat!