Der amerikanische Anwalt Jack Moore (Richard Gere) gerät geschäftlich nach Peking. Dort verbringt er eine heiße Nacht mit einem Fotomodell. Am nächsten Morgen wird er noch im Hotel von der chinesischen Polizei überführt, des Mordes bezichtigt und angeklagt. Gemeinsam mit seiner Anwältin Yuelin versucht er auf "nicht schuldig" zu plädieren, wobei ihn dies noch verdächtiger erscheinen lässt. Er muss den harten, menschenunwürdigen und unterdrückenden Alltag im chinesischen Gefängnis erfahren, das ihn wie ein Vieh behandelt trotz der Beteuerungen seiner Unschuld...
Der Film ist ein Kino-Klassiker und sehr wichtig noch dazu, denn hier werden die Taktiken des chinesischen Machtapparates bildlich veranschaulicht. Die unwürdige Behandlung und Folter der Gefangenen wird nicht beschönigend vor Augen geführt und so erhält man einen Einblick hinter die Kulissen chinesischer Staatsgefängnisse, in denen zum Teil oft unschuldige Gefangene malträtiert werden, da die Diktatur dieses Verhalten den Ausführenden so vorschreibt. Die sonst so weise chinesische Kultur, die vielen Menschen und ihre Technologien und vieles mehr werden hier vergessen gemacht, wenn man die menschenverachtende Behandlung sieht, die Gefangene erfahren müssen. "Red Corner" wird als Ausstrahlung im chinesischen Fernsehen noch heute verboten, da China nicht möchte, dass man sie als undemokratisch hinstellt, doch genau das ist China leider, denn in diesem Land herrscht Medien- und Pressezensur und keine Meinungsfreiheit über Politik, die Ein-Kind-Politik wird hier aufrechterhalten und wenn eine Frau ein zweites Kind bekommt, wird sie zwangssterilisiert, da ist China sehr wohl undemokratisch! Nicht zu vergessen die ganzen Tiere, die auf brutale Art und Weise geschlachtet oder gehäutet werden, um das Fell zu verkaufen, dies wird im Film in einigen Sequenzen auch gezeigt, denn man sieht verkäufliche Tierköpfe auf den Auslagen liegen oder man sieht wie Gänsen der Kopf abgehackt wird in der schmutzigen Ecke einer Marktbude. Zurück zum Film: Wirklich empfehlenswert, um die Verhältnisse in diesem Land kennenzulernen, die oftmals verheimlicht und vertuscht werden (wollen). Wenn man gesteht einen Mord begangen zu haben, obwohl man nie jemandem ein Haar gekrümmt hat, wird man eine gemildertere Strafe bekommen, als wenn man sagt man sei unschuldig, so wird im Film unter anderem auch argumentiert. Die Schläge, Peitschenhiebe, ständige Bewachung durch Kameras, Klowasser im Essen, Folter und vieles mehr wird hier unumwunden gezeigt. 5 Sterne für einen Film, den es in dieser Form so noch nicht gegeben hat, nicht zuletzt bleibt zu erwähnen, dass Richard Gere fantastisch spielt und die Dialoge sehr ansprechend und mit Spannung gestaltet sind vor allem die Szenen im Gerichtssaal.
Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.