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Red Barked Tree

Wire Audio CD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (14. Januar 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Pink Flag (Cargo Records)
  • ASIN: B004C9PA32
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 117.745 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Please Take 3:50EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  2. Now Was 2:23EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  3. Adapt 2:51EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  4. Two Minutes 2:00EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  5. Clay 3:12EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  6. Bad Worn Thing 3:33EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  7. Moreover 4:34EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  8. A Flat Ten 2:15EUR 1,29  Kaufen 
Anhören  9. Smash 3:55EUR 1,29  Kaufen 
Anhören10. Down To This 4:56EUR 1,29  Kaufen 
Anhören11. Red Barked Trees 5:34EUR 1,29  Kaufen 


Produktbeschreibungen

motor.de

Überraschend zartfühlig aber im Kern unnachgiebig: Das neue Album der Post-Punk-Heroen ist … nun ja … wie ein Wire-Album sein sollte. Man wünschte sich, jede verehrenswerte Band aus früheren Tagen würde derart würdevoll altern. Würde diesen schmalen Grat zwischen Unverkennbarkeit und Unabhängigkeit vom eigenen Großerbe so souverän und permanent unpeinlich beschreiten, wie das Wire tun. Natürlich ist es müßig, das Neuwerk des – inzwischen – Trios mit dem bahnbrechenden Post-Punk-Effekt von vor über dreißig Jahren ins Verhältnis zu setzen. Was Wire aber beweisen, ist, dass Musik an sich kein Verfallsdatum hat, da mögen Legionen von Bands den Grundansatz von Punk zu Grunde gerichtet haben – nämlich, dass Popmusik aggressiv und schön gleichzeitig sein kann. Auch im Jahr 2011 kann ein Album wie „Red Barked Tree“ aufzeigen, wie man Songs hinbekommt, die im Wesen unnachgiebig sind, trotzig, stolz – und gleichzeitig feinsinnig sensibel, verletzlich. Ungewohnt melancholisch, fast schon zart muten die neuen Songs an. Sie verströmen eine tief sitzende Gelassenheit, nichts wirkt gehetzt, auch wenn es zwei-, dreimal ordentlich im Tempo anzieht. Es ist die große Kunst von Wire, dass trotzdem keinerlei Unverbindlichkeit aufkommt, dass Melancholie nie in Weinerlichkeit ausartet, dass sich Altersweisheit offenbart, statt Altersstarrsinn. Hinreißend unspektakulär agieren Wire seit Jahren, sind einfach nur präsent, machen Musik, die Substanz hat und die sich mit so ziemlich allem messen kann, was die Gitarren-Adepten der jüngsten Generation in die Waagschale werfen. Ein offensichtlicher Hit ist dafür unnötig. Stattdessen genießt man einfach die geradezu freundliche Atmosphäre des Openers „Please Take“, dem Sturm-und-Drang-Anflug von „Two Minutes“ oder den stoisch-poetischen Schlusssong „Red Barked Trees", eine Hymne der Unprätentiösität, die einfach ewig weiterlaufen könnte. So, wie Wire selbst.

kulturnews.de

Sie standen nie im Rampenlicht, doch sie warfen immer lange Schatten. Wire lieferten zeitlebens - also in 35 Jahren Bandgeschichte - einen Setzkasten voller Innovationen, die eine Heerschar von bewundernden Epigonen (z. B. Bloc Party, Franz Ferdinand) und dreisten Kopisten (Elastica) hervorbrachten. Nun, auf ihrem zwölftem Studioalbum, geben sich die Londoner Artpunkpioniere zeitlos wie eh und je. Das unaufgeregte, scheinbar ziellos vor sich hin treibende "Please take" gewinnt aus seiner Entrückheit Momente geradezu naiver Schönheit. Doch Wire wären nicht Wire, ließen sie darauf nicht eine monotone Punkminiatur folgen, die von ihrem epochalen Meisterwerk "Chairs missing" stammen könnte. Das Werk revolutionierte 1978 den Punk und führte ihn aus seiner kreativen Sackgasse. Mit "Red barked Tree" liefert das Trio um Colin Newman und Graham Lewis nun einen eindrucksvollen Beweis der eigenen Relevanz - und bietet gleichzeitig einer neuen Generation die Chance, sie für sich zu entdecken. (nek)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wie schön, das es die noch gibt... 27. Februar 2011
Von McLarsen
Format:Audio CD
Wire, gegründet 1976, Pioniere der britischen Punkmusik, sind zurück und voll in der Gegenwart angekommen.

Als Kunststudenten hatten die Musiker um Colin Newman freilich wenig mit bierseligen Punk a la Sex Pistols zu tun, es war oft Improvisation, Experiment und eben, ja Kunst im umfangreichen Werk der Londoner. Waren die ersten drei Alben schlichter Punk mit Gitarre, Bass und Schlagzeug, entdeckte man in den Achziger Jahren die Elektronik, später sogar tanzbaren Pop (was nicht wirklich gelang). Vor 10 Jahren gab es dann die Reunion mit knüppelhartem Punkrock. Ich durfte dem Spektakel live beiwohnen und war beeindruckt von der Kompromisslosigkeit der Musik. Vor zwei Jahren meldete man sich mit "Object 47", einer Platte mit sagen wir mal modernem Indiepop zurück.

"Red Barked Tree", das neue Album hat ein wenig von allen vorangegangenen Veröffentlichungen, Punkrock (2 Minutes), Indierock (Please Take) und mit dem wundervollen Adapt sogar so etwas wie eine Ballade.

Alles in Allem so etwas wie eine Best Of Wire, aber mit ausschließlich neuen Songs. welcome back !
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Blick auf die ... 14. Januar 2011
Von Mapambulo TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
... erstaunliche Vita von Wire läßt einen rätseln, im wievielten Frühling sich diese Band denn nun eigentlich befindet, wo sie doch seit über dreißig Jahren fern jeder Peinlichkeit eine feine Platte nach der anderen zuwege bringt. Spötter nun könnten behaupten, die Londoner haben sich nach den agressiven Punkausflügen ihrer frühen Tage und nicht minder wilden rockistischen Wagnissen zu Beginn des neuen Jahrtausends mittlerweile auf eine enstpannte, altersgerechte und gruppendynamische Spielart des Postpunk geeinigt. Der Elektroniker würde es wohl eine Art akkustische Grundleistung nennen, die ohne größere Abstriche auch noch so manchem Greis gelänge.

Natürlich ist das unzutreffend und böse zugleich, denn wie schon auf dem gelungenen Vorgänger "Object 47" zelebrieren Wire auch auf dem aktuellen Album nichts weniger die Essenz ihres Schaffens. Dass Songs wie "Please Take", "Adapt" oder "Clay" dabei mehr als gelassen, das fast fünfminütige "Down To This" sogar schon getragen klingen, kann man ihnen kaum zum Vorwurf machen - sie hatten auch zu Zeiten von Großtaten wie "The Ideal Copy" schon solches im Programm. Zudem hieße es zu unterschlagen, dass Wire auch jetzt noch ihren Grinderman beherrschen - raue, schnellere Stücke wie "Now Was", "Two Minutes" oder das stampfende "Moreover" wirken durchaus frisch und zu keiner Zeit aufgesetzt oder berufsjugendlich.

Wer die Mannen um Colin Newman dazu in letzter Zeit live gesehen hat, der weiß, dass sie noch wollen und auch können - sie sind einfach noch nicht fertig. Und wenn ihnen dabei hin und wieder ein Kunststück wie der abschließende Titelsong gelingt, dann dürfen sie meinenthalben auf ewig, idealerweise zusammen mit den versöhnten Zeitgenossen Hook & Sumner, als Bordkapelle auf Seniorenkreuzfahrt schippern.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Altvertraut und doch im Jetzt 23. März 2011
Format:Audio CD
"Art School Punk" hat man früher gesagt. Die 3 verbliebenen WIRE-Mitglieder (Bruce Gilbert war schon auf "Object 47" [2008] nicht mehr dabei.) sind mittlerweile im Kunstprofessoren-Alter angekommen, denken aber offenbar nicht ans Aufhören, und so beginnt das neue Jahr mir-nichts-dir-nichts mit einer neuen Wire-Platte! Und sie ist gut! Auf unspektakuläre Art machen Wire im 21. Jahrhundert eine Platte nach der anderen, die sich vor den in Stein gemeißelten Referenzalben der 70er (Heute lobte ein Arbeitskollege zur Abwechslung mal wieder die "154" über den grünen Klee) nicht zu verstecken brauchen. Und da sind sie wieder, die typischen Wire-Charakteristika: Colin Newmans unverwechselbar kühl säuselnde, alterslose Stimme (Auch Graham Lewis singt eine ganze Reihe Songs.), Robert Greys stoisches, fast nach Verweigerung klingendes Schlagzeugspiel (Bum-Tschick! Und kaum Cymbals oder gar Breaks...) und die luftigen Soundteppiche aus Gitarren, Samples und Keyboards. Einfache bis einfachste kompositorische Mittel und Reduzierung aufs Wesentliche bzw. auf weniger als das Wesentliche. "Red Barked Tree" knüpft mit ultra-aufgeräumtem Wave-Pop wie auf "Please Take" oder "Bad Worn Thing" einerseits an den 80er-Output bzw. den Vorgänger "Object 47" an, auf dem Wire wieder poppiger (und tanzbarer!) klangen; andererseits ist die Platte auch angefüllt mit typischen Wire-Sounds und -Ideen: Das Riff von "Moreover" hat eine rhythmische Struktur, bei der Eingeweihte sofort an "Question Of Degree" denken müssen. Als Song setzt es eher auf Monotonie, Wiederholung und Verdichtung, denn besagtes Riff ist das einzige Riff. "Clay" lässt dagegen "I Am The Fly" um die Ecke lugen. Und die Gitarren auf "A Flat Tent" verweisen unmittelbar auf "154". Lesen Sie weiter... ›
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hossa... 8. April 2011
Format:Audio CD
Ein wirklich gelungenes Alterswerk, das Teil. Wire kopieren sich an vielen Stellen selbst, aber macht nix. Schließlich geht niemand charmanter mit diesem Stilmittel um als diese Band. Zu den Highlights des Punk-professoralen Selbstplagiats bleibt anzumerken: "Bad Worn Thing" ist ein schmoover Arschwackler, der sich unbemerkt, fast anzüglich von der Seite anschleicht, "Now Was" eine flotte Hymne, vorgetragen von Herrn Neumann auf wohldosierter melodischer Sparflamme, und "Moreover" die spätestens auf "Send" perfektionierte akkustische Abrissbirne. Noch Fragen?
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