Der Kompass ist nur ca. 12 mm flach und hat eine solide Verarbeitung. Das große Kompassgehäuse ist flüssigkeitsgedämpft (keine nervös zappelnden Zeiger) und hat eine 360°-Skala mit einer 2°-Unterteilung, was in der Regel genau genug ist. In der Plexiglas-Grundplatte ist zusätzlich eine Lupe integriert. Für den Outdoor-Bereich sicher ein solides Hilfsmittel, denn auch ohne Klappspiegel sind ausreichend genaue Peilungen mit diesem Kompass möglich. Zusätzlich wird dieser Recta-Kompass mit der Bezeichnung DT420G angeboten. Der Zusatz "G" besagt, dass dieser Kompass "Global" genutzt werden kann und die vertikalen Erdmagnetlinien keinen Einfluss auf den Zeiger des Kompasses haben (Inklination - auf der Südhalbkugel neigt der Zeiger nach oben, auf der Norhalbkugel nach unten). Solange man jedoch auf der Nordhalbkugel der Erde bleibt, genügt die preiswerte Variante ohne "G" völlig.
Diesen Kompass habe ich mir gegönnt, insbesondere wegen des Neigungswinkelmessers (Klinometer). Der Kompass verfügt über eine Korrekturskala zur Einstellung einer möglichen Abweichung zwischen dem magnetischen und geographischen Nordpol (Deklination). Diese Abweichung beträgt in Deutschland aktuell nur ca. 1,5° und kann daher vernachlässigt werden. Gleichzeitig dient diese Deklinations-Skala aber auch zur Neigungsmessung (Gefälle oder Steigung) in Winkelgraden. Das nützt mir beruflich zur Justage von Satelliten-Antennen. Einerseits kann der Kompass die Süd-Ost-Ausrichtung (Azimut) genau bestimmen, andererseits kann mit dem Neigungsmesser z.B. die Höhenausrichtung (Elevation) einer Sat-Antenne eingestellt - und vorab geprüft werden, ob z.B. mit einem Elevationswinkel von 30° (gebräuchlich für Astra 19.2) eine freie Sicht auf den Satelliten bei möglichen Hindernissen (Gebäude, Bäume u.ä.) möglich ist.