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Recovery [Vinyl LP]

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Musik

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Abbildung von Eminem

Biografie

Eminem ist zurück: „Recovery“ lautet der Titel seines siebten Studioalbums. Obwohl die smarten Wortspiele des Über-Rappers oftmals auf recht freien Assoziationsketten basieren, sollte man ihn dieses Mal jedoch durchaus beim Wort nehmen: Es geht ihm sehr viel besser als noch vor einem Jahr. Und das hört man auch.

Eminem hat noch nie den Weg des geringsten Widerstands gewählt: Der Rapper aus Detroit… Lesen Sie mehr im Eminem-Shop

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Produktinformation

  • Vinyl (22. Juni 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Label: Interscope (Universal Music Switzerland)
  • ASIN: B003KZZ4TO
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (128 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.483 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. COLD WIND BLOWS
2. TALKIN' 2 MYSELF FEAT. KOBE
3. ON FIRE
4. WON'T BACK DOWN FEAT. P!NK
5. W.T.P.
6. GOING THROUGH CHANGES
7. NOT AFRAID
8. SEDUCTION
9. NO LOVE FEAT. LIL WAYNE
10. SPACE BOUND
11. CINDERELLA MAN
12. 25 TO LIFE
13. SO BAD
14. ALMOST FAMOUS
15. LOVE THE WAY YOU LIE FEAT. RIHANNA
16. YOU'RE NEVER OVER
17. UNTITLED

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit mittlerweile 78 Millionen verkauften Alben ist Marshall Bruce Mathers III alias Slim Shady alias Eminem als HipHop-Künstler längst in Dimensionen vorgestoßen, von der die Konkurrenz nur träumen kann. Sein kreatives und persönliches Tief hat er bereits mit dem 2009 veröffentlichten Comebackwerk Relapse hinter sich gelassen. Statt, wie zuerst angekündigt, diesem Album einen bereits weitgehend fertiggestellten zweiten Teil folgen zu lassen, hat er alle diese Pläne kurzentschlossen wieder über den Haufen geworfen und komplett von vorne angefangen. Mit Recovery ist ihm eine der stärksten Platten seiner an Höhepunkten nicht geraden armen Karriere gelungen. Unter der wie gewohnt souverän zurückhaltenden Regie von Executive Producer Dr. Dre lieferten unter anderem DJ Khalil, Mr. Porter, Emile Haynie, Just Blaze und Boi 1da ausschließlich erstklassige Beats ab, die Eminem mit seinen Reimen in gewohnter Manier verziert. Bereits beim Opener, dem wütenden "Cold Wind Blows", präsentiert sich Slim Shady in absoluter Bestform, ebenso wie beim etwas verhaltener aber nicht mit weniger Nachdruck vorgetragenen, stark autobiographisch eingefärbten "Talkin' 2 Myself", bei dem Sänger Kobe und dezente Rock-Elemente für den nötigen musikalischen Kontrast sorgen. Nach einer kurzen Verschnaufpause folgt dann mit dem gemeinsam mit Pink eingespielten "Won't Back Down" einer der absoluten Höhepunkte der Platte. Eine ungemein elektrisierende Nummer, bei der Produzent DJ Khalil erneut erfolgreich auf harte Gitarrenklänge setzt. Besonders beeindruckend fällt auch die Midtempo-Hymne "Going Through Changes" aus, deren Gesangsrefrain sich Eminem kurzerhand beim Black Sabbath's Klassiker "Changes" ausgeborgt hat. Doch auch ohne fremde Hilfe macht er zum Beispiel im Track "Not Afraid" eine gute Figur. Sehr stark fällt auch der zusammen mit Lil Wayne aufgenommene Titel "No Love" aus, bei dem als tragendes Element ein Sample von Haddaway's unverwüstlichem Hit "What Is Love" aus dem Jahr 1993 zum Einsatz kommt, sowie das bereits als Single erfolgreiche Love The Way You Lie, bei dem Rihanna als Gastsängerin brilliert. - Franz Stengel

motor.de

Bei Haddaway-Samples und Gastauftritten nur der großen Namen wegen hilft auch Flow und Message nicht mehr. Could the real slim shady please stand up again? "Cause some things just, don't change/ it's better when they stay the same" eröffnet Eminem Wasser predigender Weise sein neues Werk namens "Recovery" und erweckt zunächst die Hoffnung, sein Lebenswerk um ein ausgereiftes Album zu bereichern. Doch weit gefehlt, besinnt sich Mr. Mathers nämlich nicht wie im Vorjahr bei "Relapse" auf eher kantige 90er-Beats, sondern zeugt vielmehr von einem reinen Massentauglichkeits-Kalkül .

Was Eminem als Genesung ("Recovery") etikettiert, mag vielleicht auf seinen Gesundheitszustand zutreffen, die offensichtliche Kehrtwende zu überproduziertem Pop ist jedoch keinesfalls als solche anzusehen. Daher auch die Empfehlung, wenn sich schon die neue Shady-Scheibe in den Player verirrt hat, nach dem Opener sofort den Stop- oder Eject-Knopf zu betätigen - Untätigen und "Skippern" drohen flache Gewässer. Das anschließende "Talking To Myself featuring Kobe" leitet nämlich mit unspektakulären E-Gitarren und dem Autotune-Gesäusel des Gastsängers das Stell-Dich-Ein der beliebigen Mainstream-Nummern ein. Stellvertretend seien hier auch die Auftritte von P!nk und Rihanna genannt, erstere, die ohne große eigene Note, den Chorus des rockigen "Won't Back Down" bedient, letztere, deren Organ die seichten Harmonien aus Synthieflächen und Akustikgitarreneinsatz abrunden soll. Trostpflaster stellen auf "Recovery" Songs wie "So Bad" dar, dass an Dre-Produktionen à la "What's The Difference" anknüpft, da es das Gefälligkeitsmaß nicht zu überspannen weiß. Was dem Fass letztendlich dennoch den Boden ausschlägt ist "No Love", eine auf Haddaways "What Is Love" aufgebaute Zusammenarbeit mit Lil Wayne. Schleppend rappen sich beide über die Eurorave-Samples, die konsequent verhindern, dass ihre durchaus energiegeladene Mittelfingerattitüde glaubhaft rübergebracht wird.

2010 sind also Ironie und Selbstkritik des Vorgänger "Relapse" samt seiner kompromisslosen Instrumentierung Geschichte. (Ganz nebenbei brachte das unserem Oscarpreisträger dennoch zwei Grammys und den Titel "erfolgreichsten Musiker des letzten Jahrzehnts" ein). Stattdessen distanziert sich Eminem in allen aktuellen Statements von seinem 2009er Wurf und propagiert mit "Recovery" eine neue Ära, die inhaltlich weniger auf reines Wortspiel und Pointen bedacht und musikalisch lieber profillos daherkommt. Den Kurswechsel untermalt Slim Shady zudem recht unbescheiden im aktuellen Clip "Not Afraid", wo er seinen inneren Dämonen entkommt und sich zum fliegenden Superhelden mausert. Dass er sich da mal nicht an der Sonne verbrennt...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
78 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ivan187
Format:Audio CD
Eminem ist objektiv betrachtet der weltbeste Rapper. Auf die Frage, ob nicht Jay-Z der Titel zusteht, gibt's eine Antwort: "Renegade". Dennoch schuf Eminem im Gegensatz zu Jay-Z nicht so oft die weltbeste Rapmusik. Hauptgrund war seine auf Dr. Dre und sich selbst beschränkte Produzentenwahl. Em's Eigenproduktionen waren während der Zusammenarbeit mit dem Funky Bass Team auf den ersten Alben amtlich, mit Luis Resto als Co-Produzent ging's kontinuerlich bergab und fand nach "Encore" seinen Tiefpunkt im katastrophalen "The Re-Up". Die kreative Krise begleitete eine persönliche, Eminem verschwand in der Versenkung und hielt Fans lange um seine Lage in Ungewissheit. Dann, nach jahrelangem Kampf gegen Tablettensucht und Schreibblockaden setzte der Elvis des 21. Jahrhunderts mit zwei Alben im Gepäck 2009 zum Comeback an. Mit "Relapse" kehrte sein zwischenzeitlich zum Serienkiller avanciertes Alter-Ego Slim Shady zurück und lieferte ein überragendes Style-Massaker auf einer toxischen Soundmixtur aus Dr. Dre's Labor.
Zumindest reichte die Musik wieder qualitativ an Eminem's Skills heran, die Kohärenz des Albums erinnerte entfernt an das Kaliber eines "Purple Tape". Em präsentierte erneut eine beeindruckende Pallette an Flows und Reimtechniken und liess in Sachen Hooks selbst einen Mann vom Fach wie 50 Cent alt aussehen. Trotzdem beschwerten sich Fans wie Kritiker massiv über die inhaltliche Leere; ausser BTM, altbekanntem Promi-Bashing und fabelhaft erzählten, aber etwas übertriebenen Mordszenarien ging da nicht wirklich viel. Den berüchtigten schwedischen Akzent abgelegt, versprach Em mit dem symbolisch von "Relapse 2" zu "Recovery" umbenannten Nachfolger wieder Songs mit emotionalem Tiefgang und, festhalten... auch noch von verschiedenen Produzenten! Diese einzig logische künstlerische Weiterentwicklung war längst überfällig, denn bisher schaffte es von ausserhalb lediglich Mark The 45 King einen Beat auf Eminem's Alben zu platzieren. Die neue musikalische Richtung für "Recovery" dagegen weist neben Executive Producer Dr. Dre ein Team aus zehn renommierten und aufstrebenden Rhythmusarchitekten. Sieht aus, als wär's die Richtige.

Ich war nach dem ersten Durchskippen dennoch ein wenig geschockt. Den stampfenden Hardcoresound auf "Relapse" gewohnt, irritierte es mich, zwischen straighten Rap-Nummern ein wildes Gemisch aus clubbigen Shynties, Black Sabbath- und Haddaway(!)-Samples und radiofreundlichen SingSang-Hooks vorzufinden, gegen die selbst "We Made You" klingt wie Motown Soul. Man ahnt erst nichts Verdächtiges, wenn die ersten Takte des Openers "Cold Wind Blows" erklingen und Em sein altbekanntes "Dededum-dum-dadum" dahinsummt. Ohne vorliegende Credits vermutet man sogar eher den Doc an den Boards anstatt Just Blaze, der sich mit klatschenden Snares und düsteren Pianoklängen sehr vom Dre'schen Sound inspiriert zeigt. Eminem wärmt sich auf mit Beschimpfungen und Provokationen wie "Might aswell let my lips pucker/Like Elton John, cause I'm just a mean c**ks*cker" oder "Won't stop til the world stop spinnin'/And Michael J. Fox come to a stand still during an earthquake". In-House Producer DJ Khalil lacet für "Talkin' 2 Myself" die obligatorische Kobe-Hook auf einem epischen Instrumental, das fast zur Nebensache wird bei dem, was Em da vom Stapel lässt: "I almost made a song dissin' Lil Wayne/I was jealous of him 'cause the attention he was gettin'/I felt horrible about myself, he was spittin' and I wasn't" und "You start dissin' people for no reason?/Especially when you can't write a decent punchline even?/You're lyin' to yourself, you're slowly dyin', you're denyin'/Your health is declinin' with your self esteem, you're cryin' out for help". Puh. So viel Ehrlichkeit ist der Rapkonsument von heute gar nicht mehr gewohnt, unfassbar.
Der über die Jahre zum Starproducer mutierte D12-Buddy Kon Artis versorgt seinen Boss mit einem zu Lyricists wie ihm am Besten passenden Soundteppich: Erdiges Vocalsample, brettharte Drums, ein wenig Detroit-Vibe und Em's mit rauer Stimme eindringlich vorgetragene Punchlines in übermenschlich komplexen Reimschemata machen "On Fire" zu einem Highlight. Khalil Nr. 2, die fetzige Rocknummer "Won't Back Down" wartet auf mit P!nk, die ruhig ein Bisschen mehr Gas hätte geben können, Eminem stiehlt ihr ein wenig die Show. Während sie auf dem aggressiv vorwärts preschenden Bassmonster etwas untergeht, zerlegt Em das Vieh mit virtuoser Leichtigkeit in noch nie gehörten Rhymepatterns und schreit nach mehr. Seine Darbietung auf dem Song kann durchaus als Manifest dieses ewig seinesgleichen suchenden Ausnahmetalents betrachtet und jeden um die Ohren gekloppt werden, der meint Rap sei nicht so kunstvoll wie Gesang. Nach dem etwas merkwüdigen, aber okayen Spasstrack "W.T.P." von Supa Dups und Ozzy auf Emile's "Going Through Changes" gibt der kanadische Senkrechtstarter Boi-1nda zwei Kostproben seiner Kunst: Als erste Single trifft die Wahl perfekt auf die rebellische Hymne "Not Afraid", in der ein von sphärischen Synthies begleiteter Eminem sich ergreifend persönlich an seine Fans wendet und u.a. für "Relapse" entschuldigt. Mit "Seduction" liefert Boi-1nda ein weiteres Albumhighlight, auf dem Em andere Leute Freundinnen Groupie-Dienste verrichten lässt. Das Instrumental klingt jedoch wie eine Offenbarung: Nachschallende Snares, hypnotische Streicher, verspieltes Piano und ein magisch über dem Beat schwebender Em machen aus dem Song ein Hörgenuss.
Bei Just Blaze' zweitem Beitrag wird's kritisch. Hat er sich denn nicht genug blamiert, als er für T.I. allen Ernstes O-Zone's unsägliches "Dragostea Din Tei" samplete? "What Is Love" ist zwar nicht ganz so peinlich, aber manche Sachen müssen einfach nicht sein. Gerade für "Nobody listen to Techno"-Eminem trashigen Eurodance zu verwerten zeugt nicht gerade von musikalischem Feingefühl. Schade eigentlich, denn "No Love" ist ansonsten ziemlich Bombe. Weezy krächzt sich einen ab, wird von Em mitsamt Evisu und Bandana verspeist, das elektrisierende Synthiegerät zeigt auch Wirkung. Neben wirbelsturmartiger Flowabfahrt haut Em Sprüche raus wie: "Get these wack c**ks*ckers off stage/Where the f**k is Kanye when you need him?". Trotzdem ist die Hook für mich unhörbar, ich verabscheue Kirmestechno. Die Amis sollen bitte weiter Soul, Jazz und Funk samplen, von guter elektronischer Tanzmusik haben die, bis auf Ausnahmen in Detroit und LA, absolut keine Ahnung. Ich kenne kaum Produzenten, die sich derart zum Negativen wandelten wie Just Blaze, der mit Kanye West fast als Einziger während des jahrelangen Dirty South-Booms regelmässig mit souligen Sample-Granaten Hits landete. Jetzt baut er Beats aus Eurodance, der mit Abstand abscheulichsten Musik des Universums. Was kommt als Nächstes? Samplet er Scooter für's neue Jay-Z-Album? Geht nicht, sowas! Im Grunde ist Just Blaze die einzige wirkliche Enttäuschung auf "Recovery". Von den fünf angekündigten Beiträgen sind drei übrig geblieben, zwei davon fahren einen komischen Style, der Dritte ist zwar gut, klingt aber wie Dre. Wie ein Kind hatte ich mich darauf gefreut, Eminem Just Blaze' energische NeoBoomBap-Bretter wie "Exhibit C" oder "Return Of The Real" killen zu hören, und wat is? "You're Never Over" ist zwar kein skandalöser Fehlschlag, kommt aber auch in diesem käsigen Soundgewand, wobei Em's schief gesungene Hook etwas von seinem verlorenen jugendlichen Charme beherbergt.
An "Space Bound" will ich mich gar nicht lange aufhalten, ich reagiere allergisch auf Jim Jonsin, er versaute das Cypress-Album und wegen ihm geht mir selbst T.I. mittlerweile auf'n S*ck. Auch der dritte Khalil-Track "25 To Life" sagt mir wenig zu. Beide Songs haben einen leicht hippiehaften "Gittarre-am-Lagerfeuer"-Vibe, der im Rap nicht klar geht. Allerdings kann auch niemand ausser Em solche Tracks machen ohne sich zu blamieren, was nur für seine enorme Vielseitigkeit spricht. Im Grunde sind diese Songs nicht objektiv wack, sondern Geschmacksache, daher möchte ich ihnen ihr Hitpotenzial nicht absprechen. Richtig angenehm ist die positive Energie auf dem bizzar betitelten "Cinderella Man", zu dem Script Shepherd aus dem Just Blaze-Umfeld Beat und Vocals beisteuert. Eminem's übersprudelne Brillanz wird diesmal von melodischen E-Gitarrenriffs auf an "'Til I Collapse" erinnernden Stomps und Claps im Queen-Style begleitet. Die Rihanna-Kollabo ist bei Weitem nicht so schlimm, wie befürchtet und wird wahrscheinlich monatelang weltweit die Charts toppen und auf einschlägigen Sendern totgespielt werden. Zum Schluss wird der ohnehin schon von Eindrücken überwältigte Hörer noch mit drei alles wegfetzenden Granaten beschmissen: Der einzige Dre-Beat auf "Recovery", das elegante "So Bad" besticht durch eine eingängige Melodie aus königlichen Horns, Piano und Strings und ist die erste Dr. Dre-Produktion mit einem gepitchten Vocalsample. Em geht drauf völlig auf und veredelt das Teil mit exzellenten Versen, Hook, Bridge und Scratchgeräuschen. Das Beste hat DJ Khalil zum Schluss aufgehoben und bringt auf "Almost Famous" genau den brachialen Brecher, den ich sonst von Just Blaze erwartet hatte. Ein alles niederwalzendes Monstrum von Beat, eine sehr nice gesungene Hook von Liz Rodrigues und ein wahnsinniger Eminem, der die immense Energie noch übertrumpft. Lesen Sie weiter... ›
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53 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eminems "Recovery" 14. Juni 2010
Von Flowbama
Format:Audio CD
Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass die Alben eines gewissen Marshall Mathers stets zu den "most anticipated", den heiß erwarteten Alben des Jahres gehören. Das Album stellt in so fern ein Novum in der Discographie von Em dar, als dass er hier erstmals ein Album fast komplett von Leuten produzieren lassen hat, die nichts mit der Shady/Aftermath-Clique zu tun haben. Vielleicht auch eine Reaktion auf das teilweise etwas eintönige, von Dr. Dre produzierte Vorgängeralbum "Relapse". Zu den einzelnen Songs:

"Cold Wind Blows" ist eine hervorragende Einstimmung aufs Album, Slim Shady versprüht ein Feuerwerk von gefühlten 5000 Schimpfwörtern und zeigt auf dem klatschenden Beat sofort, wer raptechnisch den Ton angibt.

"Talkin to Myself" aus der Feder von DJ Khalil ist ein leicht rockig anmutender, mit harten Drums unterlegter Song. Den Refrain singt Kobe, den der ein oder andere wohl auch durch den Clubbanger "Imma do it" von Fabolous kennt. Am Ende des Songs zollt Mr. Mathers Rappern wie Lil' Wayne, T.I. und Kanye West Respekt.

"On Fire" ist dann ein Song, wie er auch auf Relapse hätte sein können, zumindest erinnert die Instrumentalisierung daran. Der etwas lustlose Refrain sowie der eintönige Beat mit dem Chor im Hintergrund führen leider dazu, dass das Lied nicht zu meinen Favoriten gehört.

"Won't back down" (DJ Khalil) mit Rock-Göre Pink ist ein vor Energie strotzender harter Drum-Beat, bei dem Eminem auch wieder extrem gut abgeht. Erinnert sehr an Drop The World mit Lil' Wayne, was auch schon sehr rocklastig war.

"Not Afraid" ist die 1. Single des Albums und stieg als zweiter Rapsong der Geschichte von 0 auf 1 der US-Charts ein (der andere war Puff Daddys "I'll be missing you"). Produzent Boi-1da hat bereits Drake's Hit "Forever" produziert. Mr. Mathers flowt hier über mit Synthesizern im Hintergrund unterlegten minimalistische Drums. Die Synthies geben dem Song eine mystische Note, vor allem wenn man die Lyrics über Eminems Erlebnisse der letzten Jahre beachtet. Der gesungene Refrain gibt dem Song dann noch den nötigen Feinschliff. Eines der Highlights des Albums!

Bei "W.T.P." (White Trash Party) verrät der Titel schon einiges über den Inhalt, der Song ist typisch für Shady. Insgesamt ein schnellerer Song, der wohl auch im Club durch den treibenden Beat gut abgehen würde.

"Going through Changes" beginnt mit einem alten gesampleten gesungenen Refrain von Black Sabbath, ehe der Mid-Tempo Beat einsetzt und später noch von einer Gitarre dezent unterstützt wird. Wie der Titel schon sagt, rappt Em über die im Leben unvermeidlichen Veränderungen und seine teilweise einsamen Stunden in denen er Zeit hatte über sein Leben nachzudenken.

Bei "No Love" sollten sich die Hörer festhalten: Superproducer Just Blaze hat den Klassiker "What is Love" von Haddaway als Sample verwendet und eine wahre Bombe daraus gebastelt! Sehr ruhig beginnend, entfaltet das Sample verbunden mit den düsteren Synthesizern und den energischen Stimmen der Rapstars Lil Wayne und Eminem seine volle Wirkung. Für mich der vielleicht beste Song des Albums, zumal derartige Samples sowieso mein Ding sind.

"Seduction" (ebenfalls Boi-1da) beginnt mit pompösen Synthesizern und einem mid-tempo Beat, während ein Piano dezent im Hintergrund die Melodie unterstützt. Wie üblich singt Em die Hook wieder selber. Eine sehr merkwürdige, geheimnisvolle Stimmung der Track verbreitet. Inhaltlich ist das ganze ein Anti-Liebessong, wenn man genau hinhört.

"Space Bound", produziert von Hitmaker Jim Jonsin, ist ein durch Gitarrenklänge sehr smoother, ruhiger Beat, welcher jedoch Richtung Refrain an Energie gewinnt. Der Refrain ist nicht von Eminem gesungen, sondern von Steve McEwan. Ein sehr gefühlvoller Song, der wirklich super ins Album passt!

"So Bad" ist dann ein echter Dr. Dre-typischer Brecher. Die dumpfen Bläser und der Bass erinnern sehr an "My Mom" von Relapse. Der Song besticht jedoch durch Marshalls Texte, die perfekt mit den Instrumentals harmonieren. Er lässt ein wenig sein Alter-Ego Slim Shady raushängen: "I'm so bad, I'm so good that I'm so bad, I guarantee I'm the greatest thing you ever had'" Guter Track!

"25 to Life" beginnt mit der von einer Frau gesungenen Hook, ehe ein mit Gitarren unterlegter, schneller Beat einsetzt der wiederrum auf den gesungenen Chorus zusteuert, der dann erst nur mit Claps unterlegt wird, um gefolgt von harten Synthesizern Eindruck zu schinden. Die Instrumentalisierung ist durchaus ungewöhnlich bei diesem Lied: Seichte Gitarrenklänge wechseln sich mit heftigen schnellen Synthesizern ab, ehe am Ende sogar ein Piano hinzukommt. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall, denn es ist ein Juwel des Albums. Produzent: DJ Khalil

Wer anhand des Titels "Cinderella Man" einen ruhigeren oder kitschigen Song erwartet, hat sich getäuscht: Wuchtige Drums klatschen einem ähnlich wie "Till I Collapse" von der Eminem-Show das Trommelfell weich. Eine E-Gitarre im Hintergrund tut ihr Übriges. Ein Kracher, der die Anlage zum Beben bringt.

Es folgt mit "Almost Famous" ein wirklich toller Song: der unruhige Beat und die verstörende weibliche Stimme im Chorus lässt erahnen wo der Song hinzielt: Eminems gedankliche Reise von den Anfängen bis zu den ersten Momenten in Dre's Studio, als er almost famous war. "You wanna be famous? Be careful what you wish for!"

Ja das ist doch' Rihanna? Tatsächlich! Die Pop-Diva singt die Hook des vorletzten Songs des Albums. "Love the Way you Lie" wurde von Alex the Kid produziert. Sonst eine etwas dünne Stimem, passt Rihannas Gesang hier wirklich und ergänzt sich erstaunlich gut mit Eminems fester , eindringlicher Stimme. Definitiv ein Song der (falls er als Single kommt) in den Charts oben einsteigen wird.

In den ersten Sekunden von "You're never over" wundert man sich erstmal, was dieser merkwürdige Gesang von Marshall da zu suchen hat, denn es klingt ein wenig wie der misslungene Versuch einer Boyband eine ordentliche Hook zu singen. Dann setzen die Synthesizer und die flotten Drums ein und der Song wird deutlich besser. Man gewöhnt sich auch an den Refrain, denn die Parts dazwischen sind wirklich hörenswert. Hier wird übrigens Cry Little Sister von Gerard McMann als Sample verwendet.
Eventuell gibt's noch einen versteckten Track :) Und der ist nicht schlecht!

"Recovery" präsentiert sich als rundum durchdachtes Album, auf dem Em an die Qualität älterer Scheiben anknüpfen kann. Auf vielen Songs explodiert er geradezu, feuert eine Salve nach der andern ab. Sehr angenehm ist auch, dass der nervige Akzent von "Relapse" nun gänzlich verschwunden ist. Auch hat er die (manchmal kindisch anmutenden) Spaß-Singles weggelassen, auch wenn sie ein Markenzeichen Eminems waren ("Real Slim Shady", "Without Me" etc'). Dies ist ebenfalls ein Indiz dafür, dass dieses Album wie ein moderner Neubeginn in seiner Diskographie sein könnte. Lyrisch ist es wieder ein Beweis wie sehr sich seine Inhalte vom üblichen Mainstream-Rap abheben, dafür gebührt Mr. Mathers Respekt. Das Album ist wieder sehr persönlich gehalten, er versucht nicht irgendjemandem nachzueifern oder zwanghaft irgendwelche sinnfreien Hits zu schreiben. Die Selbstironie die ihn oftmals auszeichnet, tritt diesmal nicht so offensichtlich zu Tage wie auf anderen seiner Alben, dennoch kann man sie oft genug hören. Glücklicherweise hat Eminem genau das gemacht, was ich bei dem Vorgängeralbum vermisst habe: er hat andere Produzenten außerhalb von Aftermath ins Boot geholt. So kommt auch der moderne, abwechslungsreiche und frische Sound zustande. Für so ein gelungenes Album sollte man ruhig mal 5 Sterne übrig haben.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
King of Rap 7. Juli 2010
Von D. E.
Format:MP3-Download
Bisher war mein Lieblingsalbum immer "The Eminem Show". Jetzt heißt es "Recovery". Das Album ist wirklick weltklasse!

Hier mal die einzelnen Songs:

1) Cold Wind Blows

-Grandioser Song. Bleibt einfach im Ohr und sein Rap ist mal wieder klasse. Mit soviel Aggressivität und gefühlten 100 Schimpfwörtern haut er hier 5 Minuten auf ganz hohem Niveau rein

9/10

2) Talkin' 2 Myself

-Der HAMMER! Eminem rappt hier über seinen Neid auf Lil Wayne und Kanye West, den er hatte in der Zeit als ihm keine Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Wie er das verpackt ist der Wahnsinn. Geile Instrumentals, unglaublicher Refrain.

10/10

3) On Fire

-Das einzige Lied des Albums, mit dem ich nix anfangen kann. Melodie und Rap gefallen mir nicht. Man kann es sich aber anhören.

2/10

4) Won't Back Down (feat. P!nk)

- Auch super! Aggressiv, schnell, melodisch. Bleibt einfahc im Kopf.

9/10

5) W.T.P.

-Dicker Beat, der Rap eher mittelmäßig. Insgesamt aber gut.

7/10

6) Going Throug Changes

-Ruhiges Lied. Klasse Rap und Instrumentals. Alles da wo es sein soll.

8/10

7) Not Afraid

-Wahnsinn. Die erste Single des Albums. Unbeschreiblich geil. Nicht nur vom Klang, so wie er die Lyrics schreibt, das kann echt nur Eminem.

10/10

8) Seduction

-Auch sehr gut. Etwas ruhiger Beat aber aggressiver Eminem. Klasse Mix.

8/10

9) No Love (feat. Lil Wayne)

-Als ich das Lied das erste mal gehört hab, dachte ich nur "krass, was hat der drauf". Hörts euch selbst an, das ist unbeschreiblich. Kritik kanns da nicht mehr geben. So wie Em da rappt, das kann sonst keiner!

11/10 ;)

10) Space Bound

-Bleibt im Kopf, tolle Instrumentals, klasse Rap. Der Refrain wird von einer Sängerin gesungen, gefällt mir nicht so.

8/10

11) Cinderella Man

-Passt irgendwie zur Fußball WM. Weiß auch nicht warum aber es regt zum mit rappen/singen an. Cool!

9/10

12) 25 To Life

-WOW. Was für ein Rap. Klasse - hörts euch an.

10/10

13) So Bad

-Ich wette, ihr schafft es nicht das Lied zu hören ohne mitzusingen oder zu -summen. Habs mal versucht, erwische mich aber immer wieder dabei. Der Refrain bleibt für WOCHEN im Ohr. Am besten gar nicht erst anhöhren, das Ohrwurmrisiko liegt bei 100% :D

10/10

14) Almost Famous

-Klassse Lied. Aggressiv & melodisch. So soll Rap sein.

9/10

15) Love The Way You Lie (feat. Rihanna)

-Perfekte Rap-Ballade. P E R F E K T ! Eminem und Rihanna hamonieren unglaublich geil!

10/10

16) You're never over

-Das ist klasse. Geht halt nur ein bisschen unter, weil das Niveau so unglaublich hoch ist. Ist an Proof gewidmet.

9/10

17) Untitled

-Auch gut, aber kein Hammer. So rappen kann aber kaum einer. Ein gelungener Abschluss!

7/10

Fazit:

Also insgesamt betrachtet ist das Album der absolute Wahnsinn. Wohl eins der besten Alben die je erschienen sind, zumindest in der Rap-/Hip Hop-Szene. Ich würde es auch jedem empfehlen, der nicht so viel von Eminem hält. Er hat sich halt verändert und das genau zum richtigen Zeitpunkt.

Das nimmt langsam neue Dimensionen an. Er muss unbedingt weitermachen!

Klare Kaufempfehlung, oder besser gesagt, wer's nicht kauft, ist selbst schuld!
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Vor 15 Monaten von O. Miodragovic veröffentlicht
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