Instinktiv erwartet man beim Kauf eines neuen Albums das wieder zu hören, was man bereits kennt. Nach August And Everything After erwartet man einen weiteren "Mr.Jones", und ein zweites "Omaha". Legt man jedoch "Recovering The Satellites" in den CD-Player, haut es einen erst mal gewaltig aus den Stiefeln. Und das ist gut so.
Die Band um Adam Duritz beweist mit diesem Album einmal mehr den Mut zum Ungewöhnlichen, wagt wieder einen Schritt auf für sie unbekanntes Terrain, anstatt wie so viele andere Bands mit bewährter Formel abzukassieren. Und trotz der härteren Texte und wilderen Töne verliert kein Song den typischen Charakter, der die Counting Crows so liebenswert macht.
Wer sich jetzt nicht sicher ist, ob das zweite Album ein guter Kauf ist, sollte unbedingt probehören. Um sich ein Bild über das gesamte Spektrum der CD zu machen, bieten sich zum reinhören die Songs "Angel Of The Silences", "Children in Bloom" als kantige Stücke; und "Goodnight Elisabeth", "Hey Monkey" und "Long December" als angenehm ruhige Tracks an.
Einmal mehr hat Counting Crows es geschafft, beim hören eines jeden ihrer neuen Alben stellt sich die Frage: "Wer hätte das gedacht?"