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Reconstruction
 
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Reconstruction

Nikolaj Lie Kaas , Maria Bonnevie , Christoffer Boe    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Nikolaj Lie Kaas, Maria Bonnevie, Krister Henriksson
  • Regisseur(e): Christoffer Boe
  • Komponist: Thomas Knak
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Schwedisch (Dolby Digital 2.0), Schwedisch (Dolby Digital 5.1), Dänisch (Dolby Digital 2.0), Dänisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Französisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Ascot Elite Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 15. Mai 2008
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 88 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0017M4P60
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.893 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Vor der surrealen Traumkulisse Kopenhagen dekonstruiert der Däne Christoffer Boe mit seinem preisgekrönten filmischen Projekt das Phänomen der Liebe.

Produktbeschreibungen

Als Alex seine Freundin Simone mit der schönen Aimée betrügt, befindet sich sein Leben im freien Fall. Über Nacht scheint sich die Realität unmerklich verändert zu haben: Die Haustür seiner Wohnung ist verschwunden. Freunde erkennen ihn nicht mehr, selbst Simone behauptet, ihn noch nie zuvor gesehen zu haben. Träumt Alex etwa? Oder ist er bloß ein Charakter im Roman von Aimées Ehemann? Alex′ Zukunft liegt nunmehr in Aimées Liebe, doch hat er auch den Mut, für Aimée

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Realität oder Fiktion? 3. April 2010
Von Marc Jozefiak TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Als Alex seine Freundin Simone mit der schönen Aimee betrügt, befindet sich sein Leben im freien Fall. Über Nacht scheint sich die Realität unmerklich verändert zu haben Die Haustür seiner Wohnung ist verschwunden. Freunde erkennen ihn nicht mehr, selbst Simone behauptet, ihn noch nie zuvor gesehen zu haben. Träumt Alex etwa? Oder ist er bloß ein Charakter im Roman von Aimees Ehemann? Alex' Zukunft liegt nunmehr in Aimees Liebe, doch hat er auch den Mut, für Aimee alles aufzugeben?

Alles ist Film. Alles ist konstruiert. Und dennoch tut es weh

Diese Worte sollte der Zuschauer während der gesamten Laufzeit immer im Gedächtnis haben, denn beschreiben sie doch nahezu perfekt das hier gezeigte Szenario. Das preisgekrönte Langfilm Regie-Debut von Regisseur Christoffer Boe bietet einen Liebesfilm, der sich aufgrund seiner Inszenierung so vollkommen von den üblichen Genre-Vertretern abhebt, da sich hier eine Geschichte präsentiert, die so herrlich ineinander verschachtelt ist, das es schon die absolute Konzentration des Betrachters erfordert, um ihr einigermaßen folgen zu können. Dabei ist es vor allem die nicht gerade gradlinige Erzählstruktur der Story, die hier das Besondere ausmacht, denn es werden immer episodenartige Puzzle-Elemente serviert, die auch von der zeitlichen Abfolge nicht chronologisch geordnet sind. Dadurch kann es durchaus zu eventuellen Verwirrungen kommen, die aber während der gesamten Laufzeit ganz generell auftreten können, da man in den meisten Passagen schwerlich zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann.

Doch gerade das macht diesen hervorragenden Film so absolut aussergewöhnlich, die Grenzen surrealer Phasen vermischen sich mit der Realität, die anscheinend immer mehr in den Hintergrund gerät. So lässt die Geschichte selbst zum Ende hin im Prinzip mehr Fragen offen, als das sie welche beantwortet. Es bleibt jede Menge Spielraum für eigene Interpretationen und obwohl sich im Laufe der Zeit die einzelnen Puzzle-Teilchen immer mehr zusammensetzen, ergeben sie letztendlich nicht die eindeutige Lösung, die sich manch Einer vielleicht erwartet oder erhofft hat. Nun könnte man aufgrund dieser Begebenheiten einerseits etwas enttäuscht sein, oder man ist ganz einfach schlichtweg begeistert von diesem sehr kunstvollem Liebes-Drama und genießt dabei die Tatsache, das Christoffer Boe eine Geschichte in Szene gesetzt hat, die sich so vollkommen abseits des mainstreamtauglichen Liebesfilms bewegt, den man üblicherweise vorgesetzt bekommt.

Die aussergewöhnliche Erzähl-Struktur, hervorragende Schauspieler und fantastisch fotografierte Bilder, die dem ganzen eine herrlich kühle Optik verleihen sind die größten Stärken eines Filmes, der insbesondere durch seine surreal anmutende Erzähl-Struktur dafür sorgt, das bestimmte Passagen eine ungeheure Intensität erlangen, die ihre Wirkung auf den Zuschauer keineswegs verfehlen. Vielleicht ist der Vergleich etwas weit hergeholt, aber in einigen Phasen des Geschehens fühlt man sich doch ganz unweigerlich an diverse Filme von David Lynch erinnert, deren teils vorhandene Genialität sich auch nicht unbedingt dem breiten Mainstream-Publikum erschließt, sondern anscheinend nur einem geringen Anteil des Publikums vorbehalten ist.

Sicherlich ist alles reine Geschmackssache und "Reconstruction" mag für viele Leute lediglich ein eher konfus wirkender Versuch eines Liebes-Dramas sein, das keine offensichtliche Lösung einer puzzleartigen Geschichte bietet, jedoch dürften wahre Cineasten ihre helle Freude an dieser dänischen Produktion haben, die so vollkommen anders erscheint als der übliche Hollywood-Einheitsbrei, bei dem man sich vor triefendem Schmalz kaum retten kann. Hier bekommt man den genauen Gegensatz zu sehen, von künstlichen oder gar vollkommen überzogenen Gefühlsausbrüchen ist weit und breit keine Spur und dennoch wird man mit einem sehr emotionalen Drama konfrontiert, das in erster Linie durch seinen hohen künstlerischen Ausdruck und seine erstklassigen Darsteller zu überzeugen weiss, die durch schnörkelloses, aber sehr intensives Schauspiel beeindrucken und so zu einem insgesamt beeindruckendem Gesamtbild beitragen, das dieser Film hinterlässt.

Fazit:

"Reconstruction" ist ein nahezu geniales Kunstwerk, das über eine nüchterne und kühle Optik verfügt und gerade durch eben diese Nüchternheit ein extrem hohes Maß an Intensität entfaltet. Jenseits jeglichem Mainstreams angesiedelt bietet der Film eine Liebesgeschichte, wie man sie aussergewöhnlicher nicht hätte umsetzen können. Der Zuschauer ist hin-und hergerissen zwischen Realität und Fiktion, so das er selbst am Ende der Geschichte keine endgültige Lösung für das ineinander verschachtelte Geschehen parat hat und so durchaus seine eigenen Überlegungen anstellen kann. Ein absolut faszinierendes Film-Erlebnis, das sich kein Freund anspruchsvoller Filmkost entgehen lassen sollte.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Film des Dänischen Regisseurs Christoffer Boe erhielt 2003 in Cannes zwei Preise und in San Sebastian den Grossen Preis für den besten neuen Regisseur. Der Film war auch die offizielle Eingabe Dänemarks für die Oscars 2004. - Es mag sein, dass der Streifen unter kinematographischen Gesichtspunkten durchfällt, weil er zu viele Klischees enthält und ein Sammelsurium von Einzelszenen ist, die der Zuschauer nicht auf die Reihe bekommt, weil es gar keine Reihe gibt. Das sind in der Tat Elemente des Mistery-Thrillers in der Art von David Lynch. Für mich ist "Reconstruction" allerdings einer der wenigen Filme, der die problematische Seite der Liebe, aus bestehenden Beziehungen heraus, adäquat und gültig darzustellen vermag. Stell dir einfach vor, du bist verheiratet, erfolgreich im Beruf und kinderlos. Dein Partner ist ein ganzes Stück älter und obwohl ihr es gut habt, finden sich keine Worte zwischen euch. Du wirst auf der Strasse von einem jungen Mann angesprochen und du findest ihn sympathisch und es entwickelt sich eine Beziehung und ihr landet im Bett. Es geht mehr um Zärtlichkeit als um Sex und die Frage des Wie-Weiter? steht am nächsten Morgen auf euren Gesichtern geschrieben. Dein Liebhaber geht nach Hause, aber niemand erkennt ihn mehr, nicht einmal sein eigener Vater. Das wäre in etwa ein Versuch, den Anfang linear nachzuerzählen. Das Ende ist wieder ein Anfang und auch nicht. Der Film breitet für diese Problematik in den nur scheinbar wahllos zusammen gewürfelten Szenen Lösungsansätze, die in der Realität alle möglich sind. Diese Offenheit ist für mich die grosse Stärke des Films. Wer keine aktive und passive Erfahrung mit Fremdgehen hat und sich den in alle Richtungen ausbreitenden Schmerz (neben der Freude) nicht kennt, der kann den Film durchaus auch als Szenen einer nicht ganz reibungsfreien, aber schönen Liebesgeschichte sehen. Die Schauspieler sind superb, nerven lediglich durch das dauernde Gepaffe, sobald sie mal irgendwo stehen oder sitzen.
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